Elon Musk, Held der Niederlande

Beim Lesen der Überschrift werden sicherlich nicht informierte Menschen zuerst einmal den Kopf schütteln, zumal die Geschichte in Brandenburg beginnt. Weit weg vom Königreich der Niederlande, den Tulpen, dem Hering und natürlich auch dem Gouda nebst Genever.
Da war jener Plan einer Tesla-Fabrik. Brandenburg erschien perfekt als Produktionsstätte und wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf, waren die Brandenburger auch gelangweilt vom Anblick endloser Kieferwälder. Nicht einmal Liebe im lauschigen Wald konnte man dort machen, denn erst in der Krone zeigte die Kiefer ihre Äste. Man war quasi ungeschützt allen Blicken preisgegeben.
Davon wollte Elos Musk die Bevölkerung nun befreien, zusätzlich Arbeitsplätze schaffen und auch der Religionsgemeinschaft der heiligen Greta Respekt zollen, indem die Umwelt profitieren sollte. In etlichen Jahren taucht dann die Frage auf: Was war zuerst da? Das E-Auto, die Batteriefabrik oder die Stromtankstelle? Nur einige selbsternannte Umweltschützer fanden etwas zu bemängeln. Nämlich der immens hoher Wasserbedarf für die neue Fabrik. Proteste über Proteste, plötzlich war auch die Waldrodung wieder ein Thema, Herr Musk raufte sich schon die Haare.
Während die Bundesregierung noch über Kostenzuschüsse und wunderbaren Zusatzeinnahmen durch Steuern debattierte, meldete sich der Außenminister der Niederlande und offerierte einige Millionen an Fördergeldern. Aber nein, die Fabrik sollte schon in Brandenburg bleiben, dennoch ein Segen für die Niederlande.
Es nämlich so: Die Klimaerwärmung lässt den Meeresspiegel ansteigen. Für unendlich viel Geld müssen die Holländer ständig neue Dämme errichten und trotzdem bleibt die Gefahr einer Überflutung und damit der Untergang bestehen.
Ingenieurbüros in den Niederlanden wurden mit Plänen zum Umbau der Windmühlen in Unterwassermühlen beauftragt. Aufgeben? Niemals und nimmer nicht, Oranje boven, wie man dort sagt.
Damit kommen wir zurück zur Tesla-Fabrik. Der enorme Verbrauch an Grundwasser wird langfristig den Meeresspiegel senken. Holland ist gerettet. Sogar Landgewinnung ist weiterhin möglich. Wir merken, nicht nur Käse kommt aus Holland, nein, auch Euros. Viele, viele Euros fließen nach Brandenburg zu Elon Musk. Bestimmt ernennt man ihn aufgrund seiner genialen Pläne zum Ritter von Oranje-Nassau. Das ist eine alte Tradition, um Menschen mit besonderen Verdiensten zu ehren. Ohne Ansehen der Person oder des sozialen Standes. So erhielt, ein kleines Beispiel, auch der Staubsaugervertreter Aris Schoonprater diese begehrte Auszeichnung. Immerhin hatte er vierzig Jahre lang das gleiche Produkt, mittels nervigem Geschwätz, fast jedem Einwohner angedreht.
Man darf allerdings nicht verschweigen, dass es immer noch recht unterschiedliche Stellungnahmen dazu gibt. Der bayerische Prinz Eisenherz, auch Anton genannt, verlautbarte: … die Tesla-Fabrik in Brandenburg wird nicht in einen wertvollen Wald gesetzt, da muss nichts besonders geschützt werden … da merkt man doch sogleich, der ist nur neidisch, weil Bayern kaum Kieferwald hat. Nun, er wollte schon immer die Gleichberechtigung, selbst wenn es nur um den Wald geht. Mit Baumspenden aus dem Bayernwald wäre demnach zu rechnen. Vorher müssen die Bäume aber noch in die Baumschule, bayerische Laute zu Brandenburg sind reinste Kulturschändung!
Elon, icke freue mir, wa?! Wenn die Fabrik dann in aller Pracht dort steht, wird auch die große Verbundenheit zu Holland zu sehen sein. Am Eingangsportal stehen links und rechts große Heringsfässer, orange angemalt, die Spreewaldbewohner erhalten kostenlos 10 Kilo Gouda pro Jahr, weil sie genau wie die Niederländer am Wasser wohnen, so etwas verbindet. Die Kanäle im Spreewald werden an der Böschung mit Tulpen bepflanzt. Vielleicht versalzt man eines schönen Tages noch das Wasser, dann kann man sogar Heringe ansiedeln.
Sollte diese Fabrik einmal nicht so rentabel sein wie gedacht, ruft garantiert das Königshaus an: Wieviel Millionen möchtet Ihr noch bekommen? Für unseren Retter ist uns nichts zu teuer!
Fazit: Ein Wohltäter kommt nach Brandenburg, durchdrungen von Edelmut, merkt bloß niemand … soooo schade … was ist das nur für eine undankbare Welt?!

Veröffentlicht von:

Ulli Zauner

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