Mein Keks heißt jetzt Perpetum

Also das war ja mal was. Bisher hieß der Afrika und weil er mit schwarzer Schokolade umhüllt war, ist eine gewisse Namensverbindung nachvollziehbar. War … denn ein paar vom Virus politischer Überkorrektheit verblendeter Entscheidungsträger benannte ihn um. Zu sehr erinnert das an die unrühmliche Vergangenheit der Kolonialmächte in Afrika, besonders heutzutage ebenso überaus rassistisch gemeint, wie kann man nur?
Sofort taucht die Frage auf, soll man nicht vielleicht den Kontinent Afrika auch in Perpetum umbenennen? Gut, eine Namensänderung macht die damaligen grausamen Dinge nicht ungeschehen, aber wir wollen doch immer alle miteinander nur noch Empathie in die Welt tragen, oder?
Und nun Perpetum, was mich mehr als entsetzt. Ein lateinischer Name, erinnert an dunkelste Urzeiten, genau hier offenbart sich noch viel mehr Tragik als angenommen. Das ist sogar wahrhaft rassistisch. Zur Erläuterung greife ich mal in meine Familienchronik. Vernehmen Sie:
Es war eine laue Herbstnacht im September des Jahres 9 n. Chr., meine Urururtante Brunhilde ging im Teutoburger Wald Pilze sammeln, als sie Geräusche berittener römischer Militärpatrouillen vernahm. Flugs rannte sie zurück ins Dorf, die Bewohner zu warnen. Leider reichte die Zeit zur Flucht für die meisten Bewohner nicht mehr aus. Sie wurden erschlagen oder in Ketten gelegt und auf dem Sklavenmarkt in Rom verkauft.
Und so soll jetzt mein Keks heißen??? Wo bleibt die politische Korrektheit?
Ist doch furchtbar, oder? Ähnlich verhält es sich mit weiteren Namen. Bienenstich kennt man, aber was verbirgt sich an furchtbaren Dingen dahinter? Zwangsläufig erinnert es an ein armes Bienchen, das nach Einsatz seines Stachels einen qualvollen Tod erleidet. Sollte man nicht konsequent eine Namensänderung betreiben? Unmöglich einen süßen Kuchen so zu nennen. Es mangelt wohl an Sensibilität im Volk. Greta hat sich auch noch nicht dazu geäußert, das befremdet mich außerordentlich. PETA schweigt auch, ich bin irritiert.
Wie wenig rücksichtsvoll man immer noch ist, zeigt sich u.a. an Kindergeburtstagen. Mama hat „Kalten Hund“ gebacken. Kein Respekt vor dem Tier, um es mal deutlich zum Ausdruck zu bringen.
Es gibt auch eine „Donauwelle“. Denkt denn niemand an die Opfer der Donauüberschwemmungen? Was ist nur los mit unserem Volk? Wohin man auch blickt, unsensible Namen überall. Ein absoluter Topper ist Husum. Dort kann man „Tote Tante“ trinken. Unter Berücksichtigung der dazu gehörigen Geschichte wäre eine Umbenennung sicherlich ganz im Sinn aller politisch korrekt verstrahlten Menschen. Woanders nennt man ein ähnliches Getränk Lumumba … kein Zweifel, Deutschland braucht eine Sensibelchen-Partei. Wer macht den Anfang?
Es bewahrheitet sich inzwischen die vorausschauende Sichtweise von Orwells „1984“, wo Mr. Smith u.a. damit beschäftigt war unerwünschte Namen zu vernichten. Zwar sind wir etwas verspätet dabei, doch der Weg ist das Ziel.
Wer möchte nun der erste große Bruder sein???

Veröffentlicht von:

Ulli Zauner

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