Phantom Athletics und die Wichtigkeit einer diversifizierten Business-Strategy

Diversifizierung ist unerlässlich, wenn man im Business Game langfristig erfolgreich sein will. Das ist eigentlich eine Weisheit, die jedem bewusst sein sollte. Doch gerade in den vergangenen Jahren und hier verstärkt im E-Commerce-Bereich wird diese Regel oftmals in den Wind geschossen. Insbesondere auf Amazon finden sich zahlreiche Seller, deren einzige Präsenz die Amazon-Seite ist, auf der sie über Alibaba oder ähnliche Anbieter billig gesourcte Waren an die Endverbraucher vertreiben. Damit sind sie kleinsten Schwankungen im Markt erbarmungslos ausgeliefert.

Dass es auch anders geht, beweist hingegen zum Beispiel die Salzburger Kampfsport- und Performance Sports-Marke Phantom Athletics und ihr Gründer Dominique Wenger. Bereits bei der Gründung als Online-Unternehmen ausgerichtet, machte sie den Schritt zu Amazon erst kürzlich, im Jahr 2019 und dann auch mehr als ein Add-on, denn als den einzigen Vertriebsweg.

Dominique Wenger, selbst ein Pionier im E-Commerce-Bereich, berichtet: „Für mich war immer essentiell, dass wir nie nur einen einzigen Kanal bespielen dürfen. Das war und ist der Grundstein unserer gesamten Geschäftsstrategie. Neben unserem Online-Store hatten wir immer sehr gute Kontakte zu kleineren aber auch sehr großen Brick-and-mortar Sportgeschäften, die unsere Produkte als festen Bestandteil ihres Sortiments führten oder waren Stammausstatter diverser Sportmannschaften im Amateur- und Profibereich. Als wir vorletztes Jahr auf Amazon gegangen sind, war es dann so, dass wir quasi eine große Community an Stammkunden, die seit Jahren ausschließlich unsere Produkte nutzen, bereits mitgebracht haben und gleichzeitig viele neue Kunden über Amazon auf uns aufmerksam geworden sind. Durch diese Mehrgleisigkeit sind wir recht unerschütterlich. Dieses oder jenes Google-Update, welches das Ranking anderer Stores komplett über den Haufen wirkt, juckt uns nicht wirklich. Der Amazon-Algorithmus wird verändert? Kein Problem für uns.

Das ist etwas, das ich den Newcomern im E-Commerce immer mitgebe: Stellt euch mehrschichtig auf. Nicht nur was die Stores betrifft, sondern auch die Kundengruppen, schaut dass ihr mehr als nur ein, zwei Länder für euch gewinnen könnt. Phantom Athletics ist eine internationale Brand mit Kunden fast überall auf der Welt. Falls die Geschäfte in dem einen Staat mal nicht so gut laufen, fangen das die anderen Märkte locker wieder auf, bis sich die Lage erholt hat.“

Neben seinen verschiedenen Online-Stores scheint ein weiterer Erfolgsfaktor des Unternehmens um CEO Dominique Wenger auch der enge Kontakt zu seinen Kunden zu sein, über diverse Communities auf Facebook, Instagram oder Youtube. Auf jeden Fall beweist das Beispiel von Phantom Athletics und die Strategie Dominique Wenger eines: Der Mehraufwand, der dafür nötig ist, sich vielfältig aufzustellen, ist in den seltensten Fällen vergebens. Im Gegenteil, oftmals ist dies der Faktor, der über Niederlage oder Erfolg entscheidet.

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