Verbrauchsdaten auf einen Blick: Gasnetz Hamburg und Stromnetz Hamburg starten Energiemanagement-Portal

Hamburg. Wer Energie sparen möchte, braucht maximale Transparenz über seine Verbräuche. Strom und Gas können gewerbliche Kundinnen und Kunden in Hamburg jetzt auf einen Blick erfassen. Stromnetz Hamburg und Gasnetz Hamburg haben dazu eine Visualisierung der Verbrauchsdaten auf einem gemeinsamen Portal zusammengefasst. Nutzerinnen und Nutzer können darauf ab sofort unter der Internetadresse energiemanagement.hamburg.de zurückgreifen. Voraussetzung sind fernauslesbare Zähler, die beide Unternehmen ebenfalls anbieten.

„Die Digitalisierung kann helfen, den Klimaschutz zu fördern“, sagt Michael Dammann, technischer Geschäftsführer von Gasnetz Hamburg. „Deshalb investieren wir in Lösungen, die Verbraucherinnen und Verbrauchern den Umgang mit Energie bewusster und transparenter machen. Zugleich freue ich mich, mit dem Energiemanagement-Portal erneut ein gemeinsames Projekt mit unserem Schwesterunternehmen Stromnetz Hamburg realisiert zu haben, das unseren gemeinsamen gewerblichen Kundinnen und Kunden einen klaren Mehrwert bietet.“

Thomas Volk, Geschäftsführer Stromnetz Hamburg ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir unsere zahlreichen Erfahrungswerte aus Vorläufer-Projekten der vergangenen Jahre in dieses gemeinsame Portal einfließen lassen konnten. Wir stellen damit nicht nur die Messsysteme, sondern zusätzlich eine umfangreiche Dienstleistung zur Verfügung. Voraussetzung sind Kommunikationseinheiten an den verschiedenen Zählern, die die digitalen Messwerte an Stromnetz und Gasnetz weitergeben. Damit erhalten unsere gemeinsamen Kundinnen und Kunden einen umfassenden Überblick über ihre Verbrauchsdaten, -zeitpunkte und -verläufe für die Sparten Gas und Strom. Ein deutlicher Gewinn an Transparenz und ein Ansporn für alle, die ihre Energieverbräuche auf mehreren Ebenen reduzieren und monitoren wollen.“

Vor allem bei größeren Liegenschaften ermöglicht ein Energiemanagement, Strom und Gas effizienter zu nutzen und die Emissionen zu senken. Gas und Strom gemeinsam zu betrachten, eröffnet dabei zusätzliche Möglichkeiten, um Einsparpotentiale zu erkennen. Die verbrauchsrelevanten Daten werden automatisiert übermittelt. Das Portal stellt sie benutzerfreundlich und in aussagekräftigen Visualisierungen dar. Die Daten lassen sich unter anderem für Zertifizierung nach DIN EN ISO 5001 nutzen. Das Portal ist konform zur DSGVO und Energieeffizienz-Richtlinie (EED) aufgebaut. Da das neue Portal energiemanagement.hamburg.de Einzelangebote der beiden Unternehmen ablöst, gelten die alten Anmeldedaten weiter. Wer das Portal erstmals nutzen will, erhält unter der Mailadresse support@energiemanagement.hamburg.de die erforderlichen Informationen.

Die beiden städtischen Energienetzbetreiber bauen mit dem neuen Energiemanagement-Portal ihre enge Zusammenarbeit auch bei den digitalen Lösungen für Hamburger Verbraucherinnen und Verbraucher aus. Auch bei Haus-Neuanschlüssen haben die Schwesterunternehmen zusammen mit Hamburg Wasser und Wärme Hamburg bereits ein gemeinsames Anschlussportal realisiert: Unter www.hausanschluss-hamburg.de lassen sich seit 2019 mehrere Anschlüsse parallel beantragen.

Gasnetz Hamburg GmbH ist ein hundertprozentiges Unternehmen der Stadt und betreibt das Erdgasnetz in der Freien und Hansestadt Hamburg mit circa 7.900 Kilometern Länge, rund 160.000 Hausanschlüssen und fast 230.000 Netzkunden. Das Netz umfasst Hoch-, Mittel-, Niederdruck- und Hausanschlussleitungen sowie rund 600 Gasdruckregelanlagen. Die Steuerung und Überwachung des Netzes erfolgt über eine zentrale Leitstelle.

Stromnetz Hamburg GmbH, ein Unternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg, sorgt als Eigentümer des Stromverteilungsnetzes und der dazugehörigen Netzanlagen für die sichere und zuverlässige Stromversorgung der Stadt. Über das Netz werden rund 1,1 Millionen Haushalte und Gewerbetreibende mit Strom versorgt. Die Stromnetz Hamburg stellt für die Stromkunden den Anschluss und für Stromanbieter den Zugang zum Netz zur Verfügung. Durch das Hamburger Stromnetz fließen jährlich rund 11,8 Milliarden Kilowattstunden Strom.

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