Von Maremmanen und “Mogel-Labbis” – Kein Hund für jedermann – der Maremmano-Abruzzese

Intelligent, eigenständig, sensibel und stolz – so lässt sich der typische Maremmano-Abruzzese mit wenigen Worten beschreiben. Dieser Hund denkt mit … und stellt seine Halter oftmals vor große Herausforderungen. Der Verein „Anima Bianca – Maremmano-Hilfe e. V.“ hat sich zur Aufgabe gemacht, die weißen Riesen zu unterstützen, ihren oftmals schlechten Ruf zu verbessern und Aufklärungsarbeit zu leisten.

Immer wieder werden ahnungslosen Interessenten von skrupellosen Welpenhändlern Maremmano-Mischlinge als Labbies oder Golden Retriever verkauft. Diese wundern sich dann nicht selten über das sonderbare Verhalten ihres „Mogel-Labbies“ der nicht das erwünschte hypersoziale Verhalten zeigt, sondern Fremde konsequent verbellt. Viele dieser Hunde landen wegen Überforderung im Tierheim. „Wir können hier nur immer wieder dazu raten, Welpen nur von einer seriös arbeitenden Tierschutzorganisation zu übernehmen“, so Karin Wöhler, 1. Vorstand des Vereins. „Kaufen Sie niemals Welpen aus dem Kofferraum. Lassen Sie sich die Elterntiere zeigen und kontrollieren Sie die Papiere.“

Aufklärung ist das A und O

Der Maremmano-Abruzzese ist kein Hund für jedermann. Denn im Gegensatz zum Labrador hat er nicht den „Will to please“. Im Gegenteil. Der Maremmano denkt mit. Und er hinterfragt gerne mal die Entscheidungen seines Halters. Sind diese aus seiner Sicht nämlich komplett unsinnig, wird er sie einfach nicht befolgen und sich stattdessen sinnvolleren Dingen zuwenden. Strafen? Fehlanzeige. Die äußerst sensiblen Hunde nehmen Strafen sehr persönlich. Sie reagieren mit Ignoranz und Verweigerung, im schlimmsten Fall mit Aggression.

Mit sehr spezialisiertem Wissen möchte der noch junge Verein Maremmano-Hilfe e. V. die Lebensbedingungen der weißen Herdenschützer vor Ort verbessern und intensive Aufklärungsarbeit leisten. Eine große Herausforderung, die da auf die elf aktiven Mitglieder zukommt. Und eine kostenintensive dazu. Ohne Unterstützung über Fördermitgliedschaften oder Spenden ist der enorme finanzielle Aufwand nicht zu stemmen.

Hilfe auch in Italien

Eine weitere wichtige Säule der Vereinsarbeit ist die Hilfe vor Ort in Italien, dem Heimatland des Maremmanos. Hier stellen sich allerdings komplett andere Probleme: unkontrollierte Vermehrung und dadurch jede Menge ausgesetzte „überflüssige“ Welpen und Junghunde. Auch Inzucht oder Inzest und daraus resultierend Maremmani mit schweren Behinderungen sind ein Thema. Besonders hart trifft es oft die alten Hunde, die nicht mehr an der Herde eingesetzt werden können: Sie werden getötet, ausgesetzt oder einfach im Hundeheim entsorgt. Hier ist mithilfe von Tierschützern vor Ort noch sehr viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Und sicher wird dabei auch der eine oder andere Maremmano aus Italien ein neues Zuhause finden – egal ob in Deutschland, Italien oder anderswo.

Tierschutz ist teuer

Sinnvolle Tierschutzarbeit ist ohne finanzielle Unterstützung nicht möglich. Der Verein Maremmano-Hilfe e. V. finanziert sich beispielsweise nicht über Schutzgebühren, die bei Vermittlungen anfallen, sondern ausschließlich über Spenden und Fördermitgliedschaften. Informationen zur Verwendung der Gelder finden sich im Halbjahresbericht des Vereins, der auf der Webseite eingesehen werden kann.

Veröffentlicht von:

Anima Bianca – Maremmano-Hilfe e. V.

Jahnstr. 3
Deutschland - 74336 Brackenheim
Telefon: +49 0163 4311946
Homepage: https://www.maremmano-hilfe.de

Ansprechpartner(in):
Karin Wöhler
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Firmenprofil:

Anima Bianca – Maremmano-Hilfe e. V. gründete sich im November des Jahres 2020 mit dem Ziel, Aufklärungsarbeit zum Thema Herdenschutzhunde, speziell des Maremmano-Abruzzese sowohl in Deutschland, als auch in Italien zu leisten. Außerdem übernimmt der Verein Marammani in Deutschland, die aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten ihr Zuhause verlieren. Diese werden auf kompetenten Pflegestellen untergebracht und, falls nötig, von externen Hundeverhaltenstherapeuten bis zu ihrer Vermittlung betreut. Der Verein arbeitet mit dem Deutschen Institut für Tierpsychologie und -naturheilkunde eng zusammen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurde ein 2 1/2-stündiges Video erstellt, welches über die Vereinsseite für 35 Euro gekauft und anschließend angesehen werden kann. Ziel des Videos ist, potenziellen Interessenten, aber auch Haltern von Maremmani Input zu geben und, bei bestehenden Problemen, erste Lösungsansätze zu liefern bzw. Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen. Außerdem bietet der Verein konkrete Hilfestellung über HSH-erfahrene Hundeverhaltenstherapeuten an. Mit diesen Maßnahmen soll die Verbringung von Hunden in die ohnehin überfüllten Tierheime, die oftmals wenig günstige Haltungsbedingungen für Herdenschutzhunde haben, verhindert werden.

Informationen sind erhältlich bei:

Karin Wöhler

Jahnstr. 3
74336 Brackenheim

Tel.: 07135 3038924
Mobil: 0163 4311946

E-Mail: karin.woehler@maremmano-hilfe.de

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