Ein kleiner Mäuserich erlebt große Abenteuer

Er ist liebenswert aber auch sehr neugierig – und das bringt ihn und andere manchmal in gefährliche Situationen. Und Erdbeeren kann er nun mal einfach nicht widerstehen. Gemeint ist Finn, der Mäuserich. Kinderherzen fliegen ihm nur so zu! Ein tolles Kinderbuch über Freundschaft und Zusammenhalt mit wunderschönen Illustrationen.

Die Abenteuer des kleinen Finn – eine spannende Mäusegeschichte für die ganze Familie
Der kleine Mäuserich Finn führt eigentlich ein recht beschauliches Leben in einem Garten. Er versteht sich sehr gut mit seinen Menschen, und sogar mit dem Kater des Hauses hat er ein freundschaftliches Verhältnis. Eines Tages jedoch ändert sich alles. Die nette Familie zieht fort, und es kommen neue Menschen. Diese mögen Mäuse gar nicht, und zu allem Überfluss haben sie auch noch zwei Kater, die es ebenfalls auf Finn abgesehen haben. Als diese bösen Menschen Finns Wohnung unter Wasser setzen, muss er aus dem Garten fliehen. Entkräftet und zutiefst traurig findet er in einer Scheune Zuflucht. Dort lebt die Maus Felix, die sich um den unglücklichen Finn kümmert und ihm das Leben auf dem Land und im Wald zeigt. Die beiden erleben nun gemeinsam viele Abenteuer und meistern so manche Gefahr, was ihre Freundschaft von Tag zu Tag wachsen lässt. Und am Ende der Geschichte warten noch ein paar tolle Lesetipps!
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3753499673

Leseprobe aus dem Buch
Die erste Erkundungstour
»Aufstehen, du Schlafmütze! Die Erdbeeren warten!«, wurde ich freudig am nächsten Morgen von Felix geweckt, und all meine schlechte Laune vom Vortag war verschwunden.
Wir machten uns auf den Weg zum Ende des Feldes, das gar nicht so weit von der Scheune entfernt war. Auf dem Weg dorthin mussten wir einige Pfützen bezwingen, und mir wurde klar, dass Felix recht hatte.
Da das Wasser bereits im Boden versickert war, hatten wir kein Problem, diese zu durchqueren. Hätten sie noch voll gestanden, wäre es für uns unmöglich gewesen, sie zu überwinden, da wir ja beide nicht schwimmen konnten.
Vielleicht hatte ich Felix doch Unrecht getan. Ich dachte, er war zu feige, aber er hatte alles logisch durchdacht und gut überlegt.
Sicher würde es mir in Zukunft auch guttun, wenn ich nicht immer mit dem Kopf durch die Wand wollte und einmal meinen Verstand einschaltete.
Als wir unser Ziel erreicht hatten, nahm ich schon den köstlichen Duft der Erdbeeren wahr.
Ohne zu zögern, lief ich zu den roten Früchten und begann zu fressen. Ich achtete gar nicht darauf, dass Felix nicht mitkam.
Als ich dann nach ihm Ausschau hielt, sah ich, dass er sich hinter einen kleinen Busch gesetzt hatte.
»Hast du keinen Hunger?«, rief ich ihm zu.
»Friss du zuerst«, antwortete er. »Einer muss ja auf Gefahren achten. Du hast dich so auf die Erdbeeren gefreut, da kann ich ruhig warten. Hier sitze ich geschützt und kann trotzdem alles gut überblicken. Genieße deine Leckerei. Ich werde dich früh genug warnen, wenn es aus irgendeinem Grund gefährlich werden sollte.«
Und so futterte und futterte ich und konnte nicht genug bekommen. Wie immer fand ich kein Ende und überfraß mich.
Erst als mein Bauch schmerzte, hörte ich damit auf. Vollgestopft und etwas träge machte ich mich auf zu Felix.
»Fertig! Ich bin so was von satt, da passt beim besten Willen nichts mehr rein. Wenn du möchtest, bist du jetzt an der Reihe. Ich passe auf.«
Wir tauschten die Plätze. Ich konnte sehen, wie Felix anfing zu fressen. Er war im Gegensatz zu mir ein echter Genießer. Er ließ sich Zeit und schlang nicht alles in sich hinein. Er hatte eben Manieren, die mir fehlten.
Ich hielt weiter die Augen auf, aber es dauerte mir zu lange. Ich wurde müde. Der volle Bauch machte mich schläfrig. Ich konnte gar nichts dagegen tun. Ich dachte an nichts mehr und schlief einfach ein. Dass ich Felix damit in große Gefahr brachte, kam mir nicht in den Sinn. ..

©byChristine Erdic

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Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei.
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen.
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Frau Christine Erdiç

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