Vollbremsung zum Klimaschutz erforderlich!

(Münster/Düsseldorf) – Das Erreichen des 2020-Ziels von minus 40 Prozent gegenüber 1990 war nur ein Corona-Sondereffekt. Jetzt steigen die CO2-Emissionen wieder – und zwar deutlich. „Die nächste Bundesregierung muss zu einschneidenden Maßnahmen greifen, sollte das 1,5 Grad-Limit nicht verspielt werden.“ so der Landesvorstand der ÖDP NRW auf seiner Sitzung.

Berechnungen der Agora Energiewende kommen zum Ergebnis einer Steigerung der Treibhausgas-Emissionen in Deutschland im Jahre 2021 um 47 Millionen Tonnen CO2. Damit läge dann Deutschland nur noch 37 Prozent unter dem Niveau von 1990 und hätte den Pfad zur Einhaltung des 1,5 Grad-Limits verlassen. Das Zaudern und Zögern der Regierenden machen jetzt ein Klimaschutz-Projekt in bisher ungekannter Größenordnung erforderlich. Anderenfalls wird das Klima-Limit von 1,5 Grad mit allen Konsequenzen überschritten.

Ab 1,5 Grad ist mit dem Überschreiten vieler “Kipppunkte“ zu rechnen. Wird ein Kipppunkt erreicht, führt dies zu einer Selbstbeschleunigung der Erdüberhitzung. Beispiel: Taut der Permafrost, wird Methan freigesetzt. Methan ist ein Klimagas mit weitaus höherer Wirkung als CO2 für die Erderwärmung. Zweites Beispiel: Tauen die Eisschilde der Erde wird weniger Sonnenenergie zurückgestrahlt. Diese erwärmt dann zusätzlich den Boden und damit die Erde.

Es ist nicht gleichgültig, wie weit die menschengemachte Klimaerhitzung unseren Planeten aufheizt. Ab Überschreiten der Kipppunkte gibt es kein Zurück mehr. Etwas weniger CO2-Äquivalente senken dann die Erderhitzung nicht mehr. Ein sich selbst verstärkender Prozess ist ab dann im Gange.

Daher ist nach Meinung der ÖDP NRW jetzt eine Vollbremsung erforderlich! Alle anderen Optionen haben die Zauderer und Zögerer der Politik in den letzten Jahren und Jahrzehnten verspielt! „Herzlichen Dank an die Verantwortlichen der letzten 20 Jahre, die uns in diese Situation gebracht haben.“ so die ÖDP NRW. Diese mögen endlich hierfür die Verantwortung übernehmen! Bei den bisher erfolgten Diskussionen im Bundestagswahlkampf konnte die ÖDP NRW eine Verantwortungsübernahme weder bei der Union noch bei der SPD erkennen. Auch die GRÜNEN, die in 11 von 16 Bundesländern mitregieren, zeichnen sich in ihrem Regierungshandeln nicht durch eine engagierte Klimapolitik aus.

Die ÖDP NRW vermisste auch bei der Kanzlerkandidatin der GRÜNEN eine klare Position zum Klimaschutz. Klimaschutz ist zum NULL-Tarif nicht erhältlich. Das sollte auch Annalena Bearbock bewusst sein. Mit ihrem Lavieren um die Kosten der Klimawende schenkt sie den Wählerinnen und Wählern nicht reinen Wein ein. Die ÖDP NRW befürchtet, dass dieses Lavieren bei einer Regierungsbeteiligung der GRÜNEN weiter anhält, um diese nicht zu gefährden.

Die ÖDP ist in Fragen des Klimaschutzes kompromisslos. Ihr ist klar, die Natur verhandelt nicht. Dies hat auch zum Scheitern der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, GRÜNEN und ÖDP für die Stadtregierung in München geführt. Die ÖDP gibt ihre Grundüberzeugungen nicht für Regierungsbeteiligungen auf.

Im Bundestagswahlkampf kämpft die ÖDP NRW um jede Stimme für einen wirksamen und konsequenten Klimaschutz. Die Wählerinnen und Wähler können sichere sein, dass eine Stimme für die ÖDP eine Stimme für einen konsequenten Klimaschutz „ohne Wenn und Aber“ darstellt, mit dem das 1,5 Grad-Limit nicht überschritten wird.

Die ÖDP legt Wert auf Ihre Unabhängigkeit von Interessengruppen. Sie nimmt seit ihrer Gründung keine Unternehmens- und Verbandsspenden an. Dies ist auch in ihrer Satzung verankert.

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