10 Spannende Fakten über die Gebärdensprache!

Heute, am 23.09., ist internationaler Tag der Gebärdensprache! Deshalb möchten wir dir 10 spannende Fakten über die lautlose Kommunikationsform vorstellen. Kennst du sie schon alle?
Nummer 1: Gebärdensprache ist eine natürliche Sprache

Sie ist natürlich entstanden, durch Menschen, die ohne akustische Signale kommunizieren wollten. Sie wird insbesondere von nicht-hörenden und schwerhörigen Menschen benutzt. Gebärdensprache ist eine Muttersprache!
Nummer 2: Es gibt nicht nur eine Gebärdensprache!
Jedes Land bzw. jede Sprache hat eine oder mehrere eigene Gebärdensprachen! In Deutschland wird überwiegend die Deutsche Gebärdensprache (DGS) benutzt. Aber auch diese hat eigene Dialekte und Soziolekte. Jemand aus München gebärdet ganz anders als jemand aus Hamburg! Das bezieht sich auf einzelne Vokabeln, aber vor allem auf Redewendungen, genau so wie in der Lautsprache auch.
Nummer 3: Internationale Gebärden
Wie in Fakt Nummer 2 erwähnt, gibt es keine einheitliche internationale Gebärdensprache. Wenn Menschen mit unterschiedlichen Gebärdensprachen miteinander kommunizieren möchten, benutzen sie entweder Dolmetscher oder sogenannte „International Signs“, internationale Gebärden. Die Kommunikation mittels „International Signs“ beruht zum größten Teil auf Wiederholungen, der Übernahme von Landesgebärden und dem Umschreiben von Gebärden und Sachverhalten. Die Kommunikation klappt daher zwar, aber dauert entsprechend länger.
Nummer 4: Es geht nicht nur um die Hände!

Viele Menschen assoziieren Gebärdensprache nur mit wechselnden Handpositionen. DGS besteht allerdings aus sehr viel mehr! Zu DGS gehören Handform, Mundbilder, Mimik, Mundgestik und non-manuelle Zeichen. Sie werden nach bestimmten grammatikalischen Regeln zu Äußerungen kombiniert. Damit folgt sie einer grundlegend anderen Grammatik als die deutsche Lautsprache.
Nummer 5: Gebärdensprache in Deutschland

In Deutschland sprechen etwa 200.000 Menschen DGS, etwa 80.000 von ihnen sind gehörlos. Andere sind schwerhörig, haben gehörlose oder schwerhörige Angehörige oder Bekannte oder arbeiten als Dolmetscher:innen.
Nummer 6: Vollwertige Sprache
In Deutschland ist die Deutsche Gebärdensprache seit 2002 als vollwertige Sprache anerkannt.
Nummer 7: Gehörlosenkultur
Für gehörlose oder schwerhörige Menschen ist es schwer, am Leben oder der Kultur der Hörenden teilzuhaben. Gehörlose Menschen haben deshalb ihre eigene Kultur. Es gibt Literatur, Kunst und Events von Gehörlosen für Gehörlose! Theaterstücke und Gebärdensprachenpoesie sind zwei Beispiele für Gehörlosenkultur.
Nummer 8: Fehlende Inklusion

Um als Gehörloser Medien, die für Hörende produziert wurden, zu konsumieren, braucht es Untertitel. Sowohl das deutsche Fernsehen als auch Content Creator auf Social Media Plattformen stellen allerdings zu wenig Untertitel bereit. Deshalb fühlen sich viele Gehörlose Menschen außenvorgelassen. Doch auch die vorhandenen Untertitel reichen manchmal nicht aus. Gehörlose Menschen, deren Muttersprache die Gebärdensprache ist, können nämlich oft nicht so gut lesen. Denn Lautsprache und Schriftsprache gehen Hand in Hand, man kann sie gut zusammen lernen. Gebärdensprache und Schriftsprache sind aber sehr unterschiedlich voneinander.
Nummer 9: Barrierefreiheit auf Websites

Aus diesem Grund ist per Gesetz festgelegt, dass die Websites von öffentlichen Stellen Grundlegende Informationen über die Seite, den Inhalt und die Navigation auf der Seite in Gebärdensprache bereitstellen müssen. Für barrierefreie Veranstaltungen ist ein Gebärdendolmetscher nötig.
Nummer 10: Stille? Von wegen!
Ein Fun Fact zum Schluss: Du stellst dir wahrscheinlich vor, dass ein Haushalt mit gehörlosen Menschen immer leise ist, oder? Das Gegenteil ist der Fall! Um andere auf sich aufmerksam zu machen wird auf den Boden gestampft, Musik wird laut aufgedreht, damit die Gehörlosen den Bass fühlen können. Schränke werden zugeknallt und beim Spülen klirrt das Geschirr, denn die Bewohner hören schließlich nicht, dass diese Dinge Geräusche machen. Und auch hitzige Diskussionen in Gebärdensprache werden durch Schreien unterstützt. Da kann ein Tag schon mal ganz schön laut werden!
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