Mobiles Arbeiten bei Gasnetz Hamburg: Home-Office bleibt auch nach der Corona-Pandemie

Hamburg. Als Betreiber einer so genannten kritischen Infrastruktur hat die städtische Gasnetz Hamburg GmbH ihre Belegschaft in der Corona-Pandemie von Anfang an umfassend geschützt. Mobiles Arbeiten im Home-Office zählte bereits im Frühjahr 2020 zu den Sofortmaßnahmen – denn die kaufmännischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie viele technische Fachkräfte waren bereits mit Notebooks und anderen mobilen Geräten ausgestattet. Jetzt hat das Unternehmen dazu eine Betriebsvereinbarung geschlossen und bietet die flexible Arbeitsform dauerhaft für die Belegschaft an. Gemeinsam mit dem Betriebsrat vereinbarte die Geschäftsführung einen Anteil von durchschnittlich 50 Prozent variables Arbeiten am heimischen Schreibtisch.

Die Akzeptanz des Angebots für das variable Arbeiten ist sehr hoch: Bereits rund die Hälfte der Belegschaft hat sich entschieden, auch nach dem Ende der Corona-Pandemie zwischen 30 und 50 Prozent ihrer Arbeitsstunden im Home-Office zu verbringen. Um die Büroumgebung zuhause nach ergonomischen Gesichtspunkten zu gestalten, stellt das Unternehmen seiner Belegschaft zusätzliche Monitore, Headsets und Tastaturen zur Verfügung. In Schulungen hat die Personalabteilung und der Gesundheitsbereich von Gasnetz Hamburg vermittelt, wie ein heimischer Arbeitsplatz ergonomisch gestaltet sein muss. Mit Bildschirmschulungen, Videokonferenztechnik und Cloud-basierten Anwendungen baut das Unternehmen seine digitalen Arbeitsmittel derzeit weiter aus, um auch technisch die Prozesse außerhalb der gewohnten Büroumgebung problemlos einsetzbar zu machen.

Erfahrungen bestätigen hohe Produktivität

„Mit dem Angebot wollen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch mehr Optionen geben, um Privatleben und Arbeit miteinander vereinbaren zu können“, sagt Svenja Bonnichsen, Personalleiterin bei Gasnetz Hamburg. „Deshalb bietet unsere neue Betriebsvereinbarung auch einen erweiterten Arbeitszeitrahmen von 6 bis 22 Uhr, während die Kernarbeitszeit an unseren Standorten unverändert bleibt. Solche Freiheiten sind bei uns auch eine Konsequenz aus den Erfahrungen in der Corona-Pandemie, denn wir haben bei der Produktivität unserer Fachkräfte im Home-Office keinen Rückgang gegenüber der Präsenzarbeit festgestellt.“

„Als Arbeitnehmervertretung waren uns bei der neuen Betriebsvereinbarung zwei Aspekte besonders wichtig: die Freiwilligkeit und das gesunde Arbeiten der Kolleginnen und Kollegen“, sagt Thies Hansen, Betriebsratsvorsitzender bei Gasnetz Hamburg. „Deshalb muss die häusliche Arbeitsstätte den Anforderungen der Arbeitssicherheit entsprechen, Ergonomie und Gesundheitsschutz müssen berücksichtigt sein. Dazu bietet unser Unternehmen umfassende Informationen und Hilfestellung. Die entsprechenden Auflagen werden nach unserer Betriebsvereinbarung kontrolliert.“

Wer bei Gasnetz Hamburg seine Arbeit mit ins Home-Office nehmen will, muss bei der entsprechenden Tätigkeit eingearbeitet sein. Welche Arbeit Präsenz verlangt und welche Aufgaben zuhause erledigt werden können, stimmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Führungskräften ab. Weil Technikerinnen und Techniker, die an den Rohrnetzbaustellen und Anlagen eingesetzt sind, nur selten vom variablen Arbeiten profitieren können, prüft Gasnetz Hamburg auch für diesen Teil der Belegschaft Möglichkeiten zur Flexibilisierung. Schon jetzt helfen den technischen Teams digitale Lösungen bei der Einsatzplanung und der Materiallogistik, weniger Zeit an den Unternehmensstandorten zu verbringen. Die Standorte selbst sollen sich in den nächsten Jahren ebenfalls für ein flexibles Arbeiten wandeln. So entstehen unter anderem flexible Büroflächen, in denen sich gemischte Teams bei bereichsübergreifenden Projekten besser organisieren können – einfach buchbar über ein modernes Onlinetool.

„Moderne Arbeitsformen machen unsere Organisation nicht nur schlagkräftiger“, sagt Personalleiterin Bonnichsen. „Sie werten auch die Qualität des Arbeitens in unserem Unternehmen auf und machen uns attraktiver als Arbeitgeber.“

Gasnetz Hamburg – hundert Prozent Hamburg
Die Gasnetz Hamburg GmbH ist ein hundertprozentiges Unternehmen der Stadt und betreibt das Erdgasnetz in der Freien und Hansestadt Hamburg mit circa 7.900 Kilometern Länge, rund 160.000 Hausanschlüssen und fast 230.000 Netzkunden. Das Netz umfasst Hoch-, Mittel-, Niederdruck- und Hausanschlussleitungen sowie rund 600 Gasdruckregelanlagen. Die Steuerung und Überwachung des Netzes erfolgt über eine zentrale Leitstelle. Gasnetz Hamburg bereitet die Infrastruktur auf steigende Einspeisungen von grünem Gas wie Bio-Methan und Wasserstoff vor und errichtet südlich der Elbe das 60 Kilometer lange Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz HH-WIN. Damit kann das Gasnetz einen noch größeren Beitrag für den Klimaschutz in Hamburg leisten.

365 Tage rund um die Uhr
Rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für einen zuverlässigen und sicheren Betrieb des Hamburger Gasnetzes. Die langjährige technische Erfahrung ermöglicht ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit. Dies belegen Zahlen der Bundesnetzagentur: Im Durchschnitt hatte 2020 jeder Netzkunde in Hamburg eine störungsbedingte Versorgungsunterbrechung von vier Sekunden. Dagegen lag der Bundesdurchschnitt mit knapp einer Minute deutlich höher.

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