Gap Year in Namibia: Lotta über ihre Motivation, Bewerbung und Finanzierung des Freiwilligendienstes

Lotta schildert, wie sie den Platz in Namibia gefunden hat, das Bewerbungsverfahren, ihre bisherigen Erlebnisse und die Unterstützung ihrer Organisation
Lotta aus Schleswig-Holstein verbringt ein Auslandsjahr nach der Schulzeit mit einem Stipendium der BürgerStiftung Region Ahrensburg. Sie hat sich für das Gap Year für einen Freiwilligendienst in Namibia entschieden. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Freiwilligendienstlern sind im AUF IN DIE WELT-Blog zu sehen (www.aufindiewelt.de/freiwilligendienst)
Meine Motivation für den Auslandsaufenthalt nach der Schulzeit
Ich habe meine Schulzeit mit dem Abschluss des Fachabiturs beendet. Zur Anerkennung des Abschlusses muss ich ein einjähriges Praktikum oder FSJ machen. Ich habe viel überlegt was ich machen werde, bis ich dann auf die Idee kam das Anerkennungsjahr im Ausland zu absolvieren.
Lotta will Im Gap Year etwas Besonderes lernen und erleben – mit Nutzen für ihren Beruf
Meine Motivation dafür war vor allem, dass ich mir gesagt habe ich möchte etwas Besonderes und Einzigartiges erleben. Ich wollte etwas machen, wovon ich für meinen Traumberuf (Erzieherin und Reittherapeutin) profitieren kann.
Ich hatte in meiner Schulzeit zwei Praktika gemacht, 2017 und 2019, auf dem Hof Althing in Deutschland. Auch dieser Hof bewirtschaftet Landwirtschaft, führt aber nebenbei noch ein Kinderheim. Diese Art von Arbeit hat mir so sehr gefallen, dass ich nach so etwas in der Art im Ausland gesucht habe. Also habe ich mich auf einer Farm namens Krumhuk beworben.
Die Farm in Namibia ist für Lottas Freiwilligendienst perfekt
Die Farm Krumhuk hat mir viele Voraussetzungen geboten, dass ich meine Interessen und Stärken einbringen kann und gleichzeitig aber auch Erfahrungen sammeln werde, welche mir in meinem zukünftigen Beruf helfen. Es stand schon von vorne rein fest, dass ich vormittags immer im Farmkindergarten arbeiten werde und nachmittags entweder Reitstunden für Kinder geben oder im landwirtschaftlichen Teil aushelfen werde.
Lotta will im Gap Year Englisch lernen, selbständig werden und eine andere Kultur kennen lernen
Es gab natürlich noch andere Punkte die mich motiviert haben als nur die Arbeit im Ausland. Zum Beispiel bin ich nicht gut in Englisch und habe mir erhofft, dass ich das noch mehr im Ausland lerne und mit besserem Englisch nach Deutschland zurückkomme. Zudem war ich noch nie so lange von meiner Familie und meinen Freunden getrennt und habe es als kleine Herausforderung gesehen mal so lange und vor allem so weit entfernt von meiner Familie und Freunden zu sein. Ich wollte erfahren, wie es ist auf sich allein gestellt zu sein und nicht abhängig von Familie und Freunden zu sein und wie es ist in einem ganz anderen Umfeld und einer anderen Kultur zu leben. Ich freute mich, die Menschen kennenzulernen, ihre Lebenswelt und ihre Gedanken kennenzulernen. Die generellen Unterschiede zu Namibia und Deutschland haben mich interessiert und haben mich neugierig auf das bevorstehende Jahr gemacht.
Wie Lotta zu Namibia, zur Farm und ihrer Austauschorganisation fand
Afrika war schon immer ein Traum für Lotta
Als Kind wollte ich schon immer nach Afrika, egal in welches Land, weil ich den König der Löwen Film so gerne mochte. Ich war also schon immer begeistert von Afrika. Als es hieß, dass ich nach der Schule ein einjähriges FSJ oder Praktikum machen muss, kam mir als erstes in den Sinn, dass ich in irgendein Land von Afrika wollte. Als ich mir sicher war, dass ich für ein Jahr nach Afrika wollte kam alles Weitere durch Zufall.
Der Zufall brachte Lotta zum Freiwilligendienst nach Namibia
Meine Mutter hat eine Freundin, die in Namibia aufgewachsen ist und dort Familie hat. Sie meinte, dass ich bei Ihrer Familie anrufen soll. Das habe ich dann auch gemacht. Leider war das nur eine Pferdefarm, also nicht das was ich wollte. Aber die Familie meinte, dass sie sich für mich bei anderen umhören würden.
Schon nach kurzer Zeit bekam ich dann von der Mutter von der Freundin einen Anruf, dass sie eine Farm gefunden hat, die mich interessieren könnte und wo ich über eine Organisation ein Jahr einen anerkannten Freiwilligendienst machen kann. Ich habe dann mit einer Frau von der Farm telefoniert. Ab da war ich begeistert und sie nannte mir die Organisation, über die ich mich bewerben musste.
Nach der Farm in Namibia kam Lotta zur passenden Austauschorganisation
Die Farm Krumhuk ist eine anthroposophische Farm und arbeitet daher mit der anthroposophischen Organisation „Freunde der Erziehungskunst“ zusammen. So kam ich also ganz ungeplant zum Land, zu der Farm und zu der Organisation.
Das Bewerbungsverfahren um den Platz im Freiwilligendienst
Die Bewerbung bei der Organisation und bei der Farm in Namibia
Zuerst habe ich die Website der Organisation herausgesucht. Dort ist ein Bewerbungsbogen zu finden. Ich habe den Bogen ausgefüllt und dann hieß es abwarten. Ich hatte schon fast die Hoffnung auf einen Platz verloren, als endlich die Mail kam, dass ich bei der Organisation angenommen wurde. Dann musste ich mich offiziell bei der Farm bewerben. Also schickte ich nach der Annahme der Organisation eine Bewerbung an die Farm und auch da wurde ich angenommen.
Ich bekam von der Organisation ein Onlineportal genannt, wo ich sehen konnte, welche Dinge ich noch abgeben oder erledigen musste. Das war sehr hilfreich, weil viele Unterlagen nötig sind, so dass man sonst schnell den Überblick verlieren würde.
Erster Schritt der Bewerbung: Visum beantragen, Papiere zusammenstellen, Gesundheitstest
Der erste Schritt war, den Antrag des Visums zu machen und alle Sicherheitsdinge für die Organisation zu erledigen. Ich musste z.B. ein Exemplar des Vertrags unterschrieben an die Organisation schicken, eine Einwilligungserklärung zum Datenschutz, ein erweitertes Polizeiliches Führungszeugnis, eine Reisepass-Kopie, eine Bestätigung des Arztes, dass ich nach Namibia reisen kann und noch ein paar nebensächliche Dinge. Die Beantragung für das Visum habe ich dann zu der Organisation geschickt, die den Antrag dann noch einmal kontrolliert und dann an die Botschaft geschickt hat.
Zweiter Schritt der Bewerbung: Der Überblick zum Freiwilligendienst im Ausland
Dann kam ein Seminar für ein Wochenende, das wegen Corona leider online stattfand. In dem Seminar hat man viele andere Jugendliche kennengelernt und auch die, die mit einem zusammen im selben Land sein werden. Man hört zudem ehemalige Freiwillige, die erzählen, wie es Ihnen im Ausland ergangen ist. Das Seminar fand vom 16. bis 18.04.2021 statt, also einige Zeit vor meiner Ausreise.
Dritter Schritt der Bewerbung: Abstimmungen mit der Farm, Vorbereitung auf Namibia
Im zweiten Schritt erledigt man dann die restlichen Aufgaben, wie mit der Auslandsstelle kommunizieren. Kurz vor meiner Ausreise gab es dann nochmal ein 10 Tageseminar, meist mit allen Freiwilligen die ins gleiche Land gehen. Auf dem Seminar waren wir 19 Teilnehmer.
Am Anfang war ich nicht besonders motiviert noch so kurz vor Ausreise ein 10 Tage-Seminar zu machen, aber dann war ich auf dem Seminar und wurde so toll von der Organisation angeleitet, dass ich jetzt sage, dass es eine ganz besondere Erfahrung war. Wir wurden auf alles vorbereitet und ich habe in den Tagen viel gelernt.
Zum Schluss hat alles geklappt: Visum und Reise nach Namibia
Etwas verspätet bekam ich mein Visum am 31.08.2021. Am 06.09.2021 bin ich in Namibia gelandet.

Wie Lotta ihren Freiwilligendienst finanziert hat
Im Großen und Ganzen übernimmt die Organisation, bzw. das Partnerprogramm der Organisation „Weltwärts“ fast alles. Man soll aber selber 3.600 Euro sammeln. Diesen Betrag soll man nicht selber bezahlen, sondern als Spenden sammeln.
Wenn man nicht 3.600 Euro zusammenbekommt ist das nicht schlimm. Man soll aber sein bestes geben. Die Organisation ist auch immer bereit mit einem zu kommunizieren und für finanzielle Schwierigkeiten eine Lösung zu finden. Denn jeder soll die Chance auf so eine Erfahrung bekommen.
In meinem Fall war es etwas anderes, weil man wegen Corona nicht planen konnte. Das Partnerprogramm Weltwärts wollte keine Freiwilligen ins Land lassen. Ein anderes Partnerprogramm war dazu bereit nur wird das nicht so gut vom Staat gefördert wird wie Weltwärts.
Also mussten wir damit rechnen, dass wir die 3.600 Euro plus den Flug bezahlen mussten. Aber kurz vor der Ausreise konnte ich dann doch noch mit Weltwärts fliegen und mir so die Flugkosten sparen.
Wenn sich die Corona-Lage entspannt, sollte niemandem etwas im Wege stehen ein Jahr im Ausland im Freiwilligendienst zu verbringen.
Das Gap Year als Freiwilligendienst: Informationen und Praxis-Tipps. Einen Überblick zum Gap Year gibt es im Internet auf dem AUF IN DIE WELT-Portal. Persönliche Informationen und Tipps zum Gap Year bekommen junge Leute und ihre Familien auf den bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung. Außerdem bietet die Stiftung wöchentlich einen Überblick zu Schüleraustausch Messen und Stipendien als kostenfreies Webinar (www.aufindiewelt.de/webinar) und die Anleitung für das Auslandsjahr im Schüleraustausch Online Kurs (www.aufindiewelt.de/kurs)
Gap Year Freiwilligendienst und die beste Austauschorganisation. Wer ins Internet sieht, stellt fest: Es gibt sehr viele Austauschorganisationen. Wichtig ist, nur solche Anbieter anzusehen, die sowohl leistungsfähig als auch seriös sind. Am sichersten ist es, wenn man eine vorgeprüfte Anbieter-Auswahl nutzt. Dafür gibt es die Anbieter-Suchmaschine auf dem AUF IN DIE WELT-Portal, das unabhängig informiert: www.aufindiewelt.de/organisationen. Auf dem Portal gibt es auch die Stipendien-Datenbank mit vielen Tipps für die Bewerbung Vor der Entscheidung sollte man mit mehreren guten Anbietern persönlich sprechen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen vor Ort und online, die deutschen Schüleraustausch- und Gap Year-Messen der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur seriöse Anbieter zulässt. Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Veröffentlicht von:

Deutsche Stiftung Völkerverständigung

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Die Deutsche Stiftung Völkerverständigung ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in der Nähe von Hamburg. Die Stiftung ist ordentliches Mitglied des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.
Auf dem Gebiet des Schüler- und Studentenaustausches und der internationalen Bildung engagiert sich die Stiftung mit den Austausch-Stipendien, Universitätsstipendien für die USA, den bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen, den Deutschen Schüleraustausch-Messen, dem SchülerAustausch-Preis, Fachtagungen und Publikationen. Mit den Informations- und Vergleichsportalen www.internationale-hochschulen.de, www.schueleraustausch-portal.de, www.sprachreise-suche.de gibt die Stiftung auch im Internet unabhängige Informationen.

Informationen sind erhältlich bei:

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