Foodwatch hat´s gesagt

Ganz ehrlich, das haut einen erst einmal vom Hocker. Foodwatch untersuchte zahlreiche Süßigkeiten und stellte fest, es sind Mineralöle enthalten. Natürlich fragt man sich zuerst einmal, warum? Obwohl die Lebens- und Genussmittelindustrie niemals um eine Antwort verlegen ist, verzichtete man auf die Erklärung, es könnte beim Gelenkquitschen von Vorteil sein. Man weiß ja, Öl und dessen Schmierfähigkeit hat so seine Wirkung.
Natürlich kam das sofort in der Politik zur Sprache. Allerdings entstand ein Streit zwischen verschiedenen Ministerien, was denn als höchste Konsequenz notwendig sei. Als dann aber ein hoher Parteigenosse darauf aufmerksam machte, wie überladen z.B. die Tankstellen mit Angeboten an Süßigkeiten sind, war man sich plötzlich einig.
Die Ausweitung der Mineralölsteuer ist das Mittel der Wahl.
Vorbei sind bald die Tage, wo man quasi „steuerfrei“ seine Schokolade oder die Gummibärchen genießen konnte. Sind wir einmal ehrlich zu uns selbst, so ist das nur gerecht gegenüber den von Steuern gebeutelten Autofahrern. Leider wollten nun ein paar Hersteller ölfrei produzieren. Aber ob das auch auf Gegenliebe beim Verbraucher stößt? Der allseits beliebte ölige Geschmack, auch in einigen Fertiggerichten, ist dann dahin. Von wegen, das geht runter wie Öl, fenito!
Im Selbstversuch konnte ich bemerken, dass bei einer ölfreien Erbsensuppe oder Linsensuppe das köstliche Gemüse irgendwie langsamer durch den Schlund rutschte. Ich musste nachspülen. Aus Furcht vor weiteren Belastungen aber nur mit deutschen Biogetränken. Mein geliebtes skandinavisches Bier kommt mir nicht mehr auf den Tisch! Natürlich ist es schwer vorstellbar, auch dort Anteile von Mineralöl zu konsumieren, ist wahrscheinlich auch nicht der Fall, ABER: Wenn das Zeugs in der dortigen Landessprache schon øl heißt … kommt mir der Satz … en øl takk … nicht mehr über die Lippen. Der Name garantiert sicherlich für doppelte Besteuerung.
Genug der Rede über steuerliche Belastung, man sollte auch einmal die gesundheitlichen Aspekte bedenken. Jeder kennt den Satz, rauchen vor Zorn, oder? Gesetzt den Fall, ein x-beliebiger Bürger regt sich über etwas auf. So unwahrscheinlich das auch bei einer extrem beliebten Regierung sein mag, da wird Wut gefährlich. Zuerst raucht man nur vor Wut, wie gehabt, aber dann siedet plötzlich das Öl im Körper, schwarzer Rauch steigt auf. Unmittelbar danach besteht Explosionsgefahr. Das stellt eine vollkommen neue Gefährdungslage da. Terroristen könnten durch übermäßigen Verzehr von ölhaltigen Süßigkeiten zum Selbstmordattentäter werden.
Müssten da nicht die Hersteller wegen Unterstützung staatsfeindlicher Aktivitäten durch Unterlassung angeklagt werden?
Fragen über Fragen, derzeit noch in der Diskussion. Lange wird es wohl nicht mehr dauern, dann steht an jedem Regal mit betroffenen Lebensmitteln und Leckereien ein Warnschild:
Die Regierung warnt: Der Verzehr ölhaltiger Substanzen gefährdet unsere Sicherheit. Mit sofortiger Wirkung erheben wir einen Gefährdungszuschlag plus Mineralölsteuer. Mengenbegrenzter Verkauf nur an Personen mit behördlicher Unbedenklichkeitsbescheinigung.
Guten Appetit!

Veröffentlicht von:

Ulli Zauner

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