Corona-Schutz für kritische Infrastruktur: Gasnetz Hamburg ist auf Omikron-Welle vorbereitet

Hamburg. Die Corona-Infektionszahlen in Hamburg steigen dynamisch. Virologen machen dafür die zunehmende Dominanz der Omikron-Variante verantwortlich. Als Unternehmen der kritischen Infrastruktur hat Gasnetz Hamburg seine Schutzmaßnahmen verstärkt und Kontakte bei seiner Belegschaft weiter reduziert.

Um den zuverlässigen Betrieb der Gasversorgung in Hamburg aufrecht erhalten zu können, arbeitet bei Gasnetz Hamburg bereits seit Pandemiebeginn im Jahr 2020 ein Unternehmens-Krisenstab. Für die jetzt bevorstehende Omikron-Welle hat das achtköpfige Fachgremium Pandemiepläne mit unterschiedlichen Szenarien erarbeitet und in Kraft gesetzt. Im derzeitigen Regelbetrieb wurden bereits vor dem Jahreswechsel alle nicht standortspezifischen Arbeitsprozesse auf Home-Office umgestellt. Der Großteil der Belegschaft arbeitet von Zuhause aus und vermeidet so Kontakte. Über 95 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind geimpft. Auch die Booster-Quote liegt bei weit über einem Drittel. Der betriebsärztliche Dienst bereitet zusätzliche Termine für Auffrischungsimpfungen im Januar und Februar vor.

Für das Arbeiten an den Standorten sowie an den Leitungsbaustellen und Hausanschlüssen hat das Unternehmen umfassende Schutzmaßnahmen getroffen: So gelten Einzelbelegungen in Büroräumen, feste Teamzusammensetzungen bei den Baukolonnen sowie Maskenpflicht bei unvermeidbaren Begegnungen. FFP2- und FFP3-Masken sowie weitere Schutzausstattungen sind für einen Zeithorizont von sechs Monaten auf Lager. Testzentren an den Unternehmensstandorten Tiefstack und Schnackenburgallee ermöglichen kurzfristige Test für alle anwesenden Fachkräfte. Um die IT-Infrastruktur aufrecht zu erhalten, die Gasnetz Hamburg gemeinsam mit Stromnetz Hamburg betreibt, haben sich die Netzbetreiber auf einen eigenständigen Pandemieplan verständigt.

„Unsere verstärkten Schutzmaßnahmen und eine kontinuierliche Lagebewertung in unserem Unternehmens-Krisenstab stehen im Zentrum unserer Strategie gegen die Omikron-Welle“, sagt Michael Dammann, Geschäftsführer von Gasnetz Hamburg. „Auch für den Fall, dass die schnelle Ausbreitung des Virus einen hohen Krankenstand und Quarantäne-Maßnahmen nach sich ziehen kann, sind wir mit detaillierten Plänen für den Krisen- und Katastrophenbetrieb vorbereitet.“ In den Planungen sind alle betriebsnotwendigen Funktionen personenscharf zugeordnet. So ist das Unternehmen in der Lage, kurzfristig auf die Entwicklung der Pandemie zu reagieren und seinen Personalbedarf individuell auszusteuern. Fachlich qualifizierter Ersatz für ausgefallene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würde in diesem Fall aus anderen Unternehmensbereichen mobilisiert und zum Aufrechterhalten des Netzbetriebs eingesetzt.

Gasnetz Hamburg – hundert Prozent Hamburg
Die Gasnetz Hamburg GmbH ist ein hundertprozentiges Unternehmen der Stadt und betreibt das Erdgasnetz in der Freien und Hansestadt Hamburg mit circa 7.900 Kilometern Länge, rund 160.000 Hausanschlüssen und fast 230.000 Netzkunden. Das Netz umfasst Hoch-, Mittel-, Niederdruck- und Hausanschlussleitungen sowie rund 600 Gasdruckregelanlagen. Die Steuerung und Überwachung des Netzes erfolgen über eine zentrale Leitstelle. Gasnetz Hamburg bereitet die Infrastruktur auf steigende Einspeisungen von grünem Gas wie Bio-Methan und Wasserstoff vor und errichtet südlich der Elbe das 60 Kilometer lange Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz HH-WIN. Damit kann das Gasnetz einen noch größeren Beitrag für den Klimaschutz in Hamburg leisten.

365 Tage rund um die Uhr
Rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für einen zuverlässigen und sicheren Betrieb des Hamburger Gasnetzes. Die langjährige technische Erfahrung ermöglicht ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit. Dies belegen Zahlen der Bundesnetzagentur: Im Durchschnitt hatte 2020 jeder Netzkunde in Hamburg eine störungsbedingte Versorgungsunterbrechung von vier Sekunden. Dagegen lag der Bundesdurchschnitt mit knapp einer Minute deutlich höher.

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