So geht Reisen von morgen – der Nachhaltigkeitsbericht von FairAway

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Wie kann ein (Fern-)Reiseveranstalter überhaupt von Nachhaltigkeit sprechen und was bedeutet die Pandemie eigentlich für einen Guide in Peru? Um das transparent zu beantworten, hat der Reiseveranstalter zum Jahresbeginn einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht.

Berlin, Februar 2022 – „Da bemüht man sich, den ökologischen Fußabdruck möglichst gering zu halten, macht möglichst alle Besorgungen mit dem Fahrrad und weitere Fahrten mit Bus und Bahn – und ihr stiftet potenzielle Kundinn:en zu teuren Flug-Fernreisen an! Was ist daran Fair-Away??"

Solche Fragen von Kunden erreichen den nachhaltigen Reiseveranstalter FairAway immer wieder – und sie bringen auf den Punkt, was viele Menschen über Reisen denken. „Natürlich muss der ökologische Fußabdruck immer mitgedacht werden. Dass Nachhaltigkeit beim Reisen aber viel mehr als die Reduzierung des CO2-Ausstoßes ist, das haben viele Menschen gar nicht so präsent“, erklärt Dirk Radke, CEO von FairAway. So fanden 52 % der Übernachtungen von FairAway-Reisenden 2021 in nachhaltigen Unterkünften und Homestays statt. Jede Reise beinhaltete mindestens zwei Aktivitäten, bei denen lokale Guides, Köch:innen oder Handwerker:innen involviert waren und dementsprechend Einkommen für die lokale Bevölkerung generiert wurde. Dies sind nur einige Beispiele, die zeigen, welchen positiven Beitrag Reisen für die Welt leisten.

Mit Transparenz zur Veränderung

„Worauf es letztendlich ankommt, ist, immer wieder zu hinterfragen und umzudenken“, so Radke. Durch den Bericht stellt sich FairAway selbst auf den Prüfstand, zeigt auf, welche positiven Veränderungen die Reisenden bewirkt haben und steckt sich eigene Ziele, wie Reisen noch fairer und umweltfreundlicher gestaltet werden kann. „Besonders stolz bin ich darauf, dass 7 % mehr Reisende 2021 in der Nebensaison gereist sind als noch 2019. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, da Overtourism vermieden wird – auch die lokale Bevölkerung profitiert von einem regelmäßigen Einkommen über das ganze Jahr verteilt. Zudem waren unsere Reisende 2021 einen Tag länger (im Durchschnitt 17 Tage) mit uns unterwegs als noch 2019. Wir sind auf dem richtigen Weg!” präsentiert Radke stolz.

Nachhaltigkeitsbericht 2021: Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

Im Nachhaltigkeitsbericht wird Kunde für Kunde ausgewertet, wie nachhaltig eine Reise war – zum Beispiel, wie viele Reisende in der Nebensaison gereist sind oder wie viele Inlandsflüge vermieden wurden. Und das sind die wichtigsten Ergebnisse:

· 52 % der Übernachtungen fanden in nachhaltigen Unterkünften oder Homestays statt
· 29 % der Reisenden sind in der Nebensaison gereist – 7% mehr als noch 2019
· 17 Tage blieben Reisende im Schnitt im Reiseland – ein Tag länger als 2019
· 73 % der Reisenden hatten keinen Inlandsflug im Programm

50 Prozent der Kunden gaben an, dass sie gerne das Reiseverhalten ändern würden, um noch nachhaltiger unterwegs zu sein – ein guter Wert, aber mit Luft nach oben.

Außerdem gibt FairAway Einblicke in die eigene Wertschöpfungskette: 85 % der Einnahmen 2021 sind direkt in das Land geflossen. Außerdem fanden 100 % der Geschäftsreisen mit dem Zug statt und die Mitarbeiter engagierten sind an verschiedenen Stellen – zum Beispiel durch eine Spende an die Obdachlosenhilfe und die Teilnahme an einem internationalen Mentorenprogramm.

Nach dem Nachhaltigkeitsbericht ist vor dem Nachhaltigkeitsbericht: Ziele für 2022

Das war 2021 – aber wo will FairAway hin?„Wir haben uns auch für das kommende Jahr ambitionierte Ziele gesetzt. So möchten wir die Reisen in der Nebensaison um 6 % erhöhen. Um die IPCC-Empfehlung zu erreichen, reduzieren wir unsere CO2-Emissionen weiter indem 7 % mehr Anreisen auf dem Landweg stattfinden, 80 % unserer Reisen keinen Inlandsflug im Programm haben und vorerst nur noch europäische Reiseziele aufgenommen werden” so Radke.
„Es liegt an uns allen heute die Weichen für unsere Zukunft zu stellen! Mit diesem Bericht legen wir den Grundstein für unser weiteres Handeln im folgenden Jahr. Auf dass irgendwann Nachhaltigkeit im Tourismus eine Selbstverständlichkeit ist und nicht mehr extra erwähnt werden muss – das ist unser Traum, unsere tägliche Motivation.“

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Hinweis an die Redaktion

FairAway steht für Reisen, die mehr bedeuten als nur Urlaub – und die Überzeugung, dass sozialverträgliche und umweltfreundliche Reisen die Welt zu einem besseren Ort machen. Der Reiseveranstalter für individuelle Rundreisen arbeitet mit lokalen Reiseexperten zusammen und hat das Ziel, die negativen Auswirkungen des Reisens zu minimieren und die positiven zu verstärken. Zum Beispiel, indem die lokale Bevölkerung vom Tourismus profitiert, Armut reduziert und Menschenrechte geschützt werden, Reisen abseits der üblichen Pfade stattfinden und Einwegplastik gespart wird. Um einen ganzheitlich nachhaltigen Ansatz zu gewährleisten, unterzieht sich FairAway jährlich der externen Prüfung von Travelife.

Für mehr Information und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an Betty Wilde unter presse@fairaway.de. Wir können Sie auch gerne mit einem Reiseexperten vor Ort in Verbindung bringen.