Zyklon Batsirai trifft Madagaskar – Nothilfe bereits gestartet

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Was als vergessene Krise begann, steht jetzt im Fokus der Medien. Am vergangenen Wochenende traf der Zyklon Batsirai auf die Küste Madagaskars. Mehr als 45.000 Inselbewohner flohen vor dem Sturm in Notunterkünfte. Hielke Zantema, Katastrophenschutzbeauftragter von ZOA, war vor Ort. Gemeinsam mit den Teams der Hilfsorganisationen ZOA und Medair leistet er bereits seit Dezember 2021 Nothilfe im Land und erzählt von den Auswirkungen der Naturkatastrophe.

Der Wirbelsturm Batsirai traf am Samstag in der Stadt Mananjary im Nordosten Madagaskars auf Land. Am Sonntag bewegte er sich gen Süden und führte zu heftigen Regenfällen und starken Sturmböen. „Als er die Gebiete erreichte, in denen wir zurzeit Projekte zur Dürrebekämpfung durchführen, hatte er sich jedoch bereits abgeschwächt.“ so Zantema. Insbesondere im Süden sind die Schäden geringer, als zu Beginn des Zyklons vermutet. Nothilfeprojekte, die derzeit in diesen Gebieten durchgeführt werden, seien nicht behindert worden. Das bestätigte ein Mitarbeiter der Organisation Medair.

„Die einzige Sorge ist die kaputte Route National 7, die die Achse Tana nach Süden darstellt. Ich bin mir sicher, dass die Regierung alle Anstrengungen unternehmen wird, um sie schnell wieder instandzusetzen“, erklärte ein Mitarbeiter von Medair.

Aktuell arbeiten zahlreiche Hilfs-Teams daran, das Ausmaß des Schadens sowie den akuten Unterstützungsbedarf der betroffenen Bevölkerung festzustellen. Auf ein offizielles Hilfegesuch der Regierung Madagaskars hin hat die Bundesregierung bereits eine Auslands-Einheit des Technischen Hilfswerks (THW) entsandt. ZOA rechnet zum Ende der Woche mit neuen Informationen.

Der Zyklon trifft eine ohnehin stark geschwächte Bevölkerung. Als Folge einer schweren Dürre stand Madagaskar bereits im Vorjahr vor einer humanitären Katastrophe. Vielerorts ernährt sich die Bevölkerung nur von Heuschrecken, Blättern und Kakteen, da Ernten aufgrund der geringen Regenfälle sowie zahlreicher Sandstürme und Heuschreckenplagen ausgeblieben sind.

Bereits im Dezember haben die Hilfsorganisation ZOA und Medair ein Nothilfeprogramm mit einem Gesamtvolumen von drei Millionen Euro gestartet. Im Fokus stehen die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser für die Bevölkerung sowie die Behandlung unterernährter Kinder unter fünf Jahren. Geplant ist unter anderem eine mobile Ernährungsklinik, die Einwohner auch in abgelegenen Gebieten versorgen soll. Inwiefern die Hilfsleistungen nun auch auf die von Batsirai betroffenen Einwohner ausgeweitet werden, wird sich in den kommenden Tagen entscheiden.

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