RPA ist die optimale Gestaltung der Zusammenarbeit

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Wolfsburg – Es geht um nicht weniger als die optimale Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine, bringt Dr. Nobert Niemeier, Managing Director Weissenberg Intelligence, in seiner Keynote "Chancen und Potentiale von Robotic Process Automation" auf der Online-Veranstaltung "Praxisdemos zu RPA: Wie Softwareroboter Arbeitsprozesse erleichtern" des FTK Forschungsinstituts für Telekommunikation und Kooperation e. V., die Idee der Robotic Process Automation (RPA) auf den Punkt. Nachdem lange Zeit die Sorge um mögliche Mitarbeiterentlassungen die Diskussion bestimmt hat, ist für viele mittelständische Unternehmen – nicht zuletzt getrieben durch den Fachkräftemangel und dem Druck schneller und agiler zu werden-, jetzt der Zeitpunkt gekommen, das Thema Prozessautomatisierung anzugehen.

"Wichtig ist für die Unternehmen zu verstehen, dass die ständigen Routineprozesse Zeitkosten und die Mitarbeiter von wichtigen, Mehrwert schaffenden Tätigkeiten abhalten. Zudem zwingt der demografische Wandel die Unternehmen, ihre Arbeit besser zu organisieren, um mehr Freiraum für Entscheidungen zu schaffen. Um alle dazu notwendigen Komponenten zu verbinden und zu automatisieren, bedarf es Schnittstellen, die in aller Regel teuer sind und bei marginalen Systemen nicht im Fokus der Anbieter stehen. Schnittstellenunabhängige Prozesse miteinander zu verbinden und zu automatisieren, ist daher eine der wichtigsten Aufgaben von RPA", erklärte Dr. Norbert Niemeier den Seminarteilnehmern.

Bei aller Sinnhaftigkeit und Nützlichkeit von Software Robotern darf aber nicht vergessen werden, dass man sie auch installieren, programmieren, steuern, warten und einbinden muss. Am Ende steht dann eine getriggerte Arbeitsweise, die den Roboter in die Lage versetzt, unabhängig vom Mitarbeiter einfache Aufgaben in einer hundertprozentigen Qualität zu erledigen. Komplexere Prozesse, bei denen man mehrere Systeme miteinander verbindet, sind das Feld von Advanced RPA und Hyperautomation. Hier liegt die Zukunft der Prozessautomatisierung, die in ersten Pilotprojekten schon Gestalt annimmt. In diesem Stadium der Prozessautomatisierung geht es darum, weiter verstärkte Entscheidungsunterstützung und Wissensinsides zu realisieren, und damit nicht mehr allein um die Prozesse, sondern um die Daten und deren Analyse.

Der Weissenberg Manager mahnte aber, dass man nicht sofort starten kann und alles läuft reibungslos. Vielmehr muss man auch in das Thema Robotic Process Automation hineinwachsen. Er empfiehlt daher zu Beginn ein RPA Assessment, um zu evaluieren, wo die Prozesskandidaten, wo die Anwendungsbereiche sind, ob RPA im Unternehmen überhaupt Sinn macht, ob ein entsprechendes Transaktionsvolumen gegeben ist und wo RPA einen Mehrwert generieren kann. Wenn dieser Reifegrad 1 erreicht wurde, kann dann die Pilotierung in Angriff genommen werden. In der Regel wird es sich am Anfang um eine hybride Form der Prozessautomatisierung handeln, wo Mensch und Roboter zusammenarbeiten, wo Mitarbeiter aktiv den Software Roboter steuern können, damit er sie unterstützt.

"Unternehmen müssen sich nur bewusst sein, dass die Amortisationszeiten zwischen einemhalben und einem Jahr liegen und dass sie die strukturelle Organisationsform, die operativen Ziele und den ROI des Automatisierungsprojekts klar definieren. Aber aufgrund der vielen Erfahrungen bei der Implementierung von RPA und den Best Practices stellt die Implementierung von Software Robotern für den Mittelstand mittlerweile kein Risiko mehr dar," ermutigte Norbert Niemeier die Seminarteilnehmer zur Prozessautomatisierung.

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Publiziert durch PR-Gateway.de.