Vielen fehlt die Checkliste

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Am FDP-Forum zur Flüchtlingshilfe treten neben großer Hilfsbereitschaft auch gravierende Koordinationsmängel zutage

Haar – Lkr. München/ Rund 239.000 Flüchtlinge sind bisher in Deutschland angekommen, davon 74.000 in Bayern. Mit diesen Zahlen eröffnete Haars FDP-Ortschef Dr. Peter Siemsen am 23. März 2022 das Offene Forum für Kommunalpolitik, das sich dem Thema der Flüchtlingshilfe vor Ort widmete. Per Videoschalte diskutierte er mit Kommunalpolitikern und ehrenamtlichen Helfern aus München und den umliegenden Landkreisen über die Aktivitäten zur Unterstützung der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine.

Bezirksrätin und Tierärztin Dr. Gabriela Berg berichtete über den von ihr initiierten Helferkreis „Flüchtlingshilfe für 4 Pfoten“. Der Kreis unterstützt Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine durch Vermittlung von medizinischen Versorgungsleistungen und Unterbringungsmöglichkeiten für mitgebrachte Haustiere. „Aufgrund der enormen Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung konnten bereits nach kurzer Zeit 100 Aufnahmeplätze zur Verfügung gestellt werden“, so Berg. In den letzten Wochen führte sie viele Gespräche mit Menschen, die helfen wollen. Dabei erlebte Berg mitunter sehr bewegende Momente. „Als mich eine 81-jährige Dame anrief, dass sie aufgrund ihres Alters nur einen kleinen Hund aufnehme könne, war ich tief gerührt“, berichtete sie. Lobende Worte fanden Berg und Siemsen für die Unterstützung aus dem Haarer Rathaus. Dank der guten Koordination durch die Rathausverwaltung sei die Gemeinde Haar mittlerweile zur zentralen Anlaufstelle für Flüchtlinge mit Haustieren im gesamten Landkreis München geworden.

Der Ottobrunner Gemeinderat Dr. Axel Keller bemängelte, dass eine derartige Unterstützung durch die Behörden vor Ort in vielen Kommunen fehle. Hierdurch bliebe die große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung häufig ungenutzt. „Allein mit der Bereitstellung einer Unterkunft ist es nicht getan“, wies Berg auf das Problem der unzureichenden Aufklärung vieler Patenfamilien zum Zeitpunkt der Flüchtlingsaufnahme hin. „Vielen fehlt die Checkliste, was bei der Aufnahme der frisch bei uns angekommenen Menschen zu tun und zu beachten ist“, stimmte Martina Scheftner aus dem Landkreis Ebersberg zu. Vor einigen Tagen hat sie selbst eine Flüchtlingsfamilie aus der Ukraine bei sich aufgenommen. Angesichts des noch zu erwartenden Flüchtlingszustroms empfahl Haars FDP-Ortschef Siemsen, die Prozesse zur Koordination der Flüchtlingshilfe auf Landkreisebene dringend nachzuschärfen. Die am Forum ebenfalls anwesende Kreisrätin Katharina Diem aus dem Landkreis München sicherte zu, das Thema erneut im Kreistag zur Sprache zu bringen.

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