Geheimnisvolle Oktopusse und Tintenfische

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Ihre Tarnungsfähigkeit, ihr höchst interaktives Verhalten sind einzigartig im Tierreich. Oktopusse und andere Tintenfische sind komplexe Lebewesen. Die Entschlüsselung der Genome von Kopffüßern spielt eine zentrale Rolle, um diese Tiere besser zu verstehen. Ein Team an Wissenschafter*innen der Universität Wien hat zwei multinationale Studien geleitet, um diese Wissenslücke zu schließen und die Geheimnisse der Kopffüßer-Genome aufzudecken. Mit erstaunlichen Ergebnissen.

Oktopusse oder Kraken, Sepien und Kalmare gehören zu den sogenannten Kopffüßern oder Cephalopoden. Ihre beweglichen Arme tragen Saugnäpfe und sie haben die Fähigkeit, sich durch Änderung ihrer Farbe an ihre Umgebung anzupassen. Diese Eigenschaften sowie ihr komplexes Nervensystem sind einzigartig im Tierreich. Seit langer Zeit studieren Wissenschafter*innen die Evolution dieser faszinierenden Tiere. Eine große Herausforderung, um zu verstehen, was hinter dieser morphologischen Komplexität steckt, war die Entschlüsselung der Genome der Kopffüßer. Das Genom von Kopffüßern ist auffällig groß, größer als die Genome ihrer Verwandten, der Mollusken, und ähnlich der Größe des menschlichen Genoms. Neue genetische Werkzeuge erlauben es, das gesamte Erbgut (Genom) von Cephalopoden unter die Lupe zu nehmen.

In den beiden Studien wurden die Genome des kalifornischen Oktopus (Octopus bimaculoides), des hawaiianischen Zwergtintenfischs (Euprymna scolopes) und des Langflossen Küstentintenfischs, auch Bostoner Markt-Tintenfisch genannt (Doryteuthis pealeii) herangezogen, dabei kamen mehrere neue Werkzeuge zum Einsatz, um die Organisation und Funktion des Genoms zu untersuchen.

Beide Studien zusammen zeigen schließlich eine sehr einzigartige genomische Organisation von Kopffüßern, die viele neue Forschungswege eröffnet. Durch die Forschung ist deutlich geworden, dass, um die Biologie der Kopffüßer zu verstehen, zuerst die genetischen Bausteine dieser Tiere verstanden werden muss – und solche Bausteine scheinen sich radikal und oftmals von dem zu unterscheiden, was bisher von anderen Tieren gekannt wird.
Die komplette Forschungsarbeit: https://www.nature.com/articles/s41467-022-29694-7

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