Kundenbeirat von Stromnetz Hamburg und Gasnetz Hamburg: Neu gewähltes Gremium nimmt Arbeit auf

  • Aktualisiert vor2 Monaten 
  • 4Minuten Lesezeit
  • 757Wörter
  • 16Leser (ab 06/2022)

Hamburg. 16 Kundinnen und Kunden bilden den frisch gewählten gemeinsamen Kundenbeirat von Gasnetz Hamburg und Stromnetz Hamburg. In einem Bewerbungsverfahren hatten sich die Interessierten für die Arbeit in dem Gremium beworben. Jetzt kamen sie zu ihrer ersten Sitzung bei Gasnetz Hamburg in der Schnackenburgallee zusammen und sahen sich mit einem herausfordernden Themenfeld konfrontiert.

In Zeiten steigender Energiepreise, ambitionierter Klimaziele und einer unsicheren Versorgungssituation vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erhält die Arbeit an der Zukunft unserer Energieversorgung besondere Bedeutung. Für die 16 Hamburgerinnen und Hamburger startet ihre Arbeit im Kundenbeirat daher mit besonderer Spannung. Für die beiden städtischen Energienetzbetreiber bedeutete die erste Sitzung, die Unternehmen vorzustellen und erste grundlegende Einblicke zu vermitteln. Die Rolle der Strom- und Gasnetzbetreiber in den regulierten Energiemärkten als Infrastrukturen und Basis für einen breiten Wettbewerb mit großer Wahlfreiheit für Kundinnen und Kunden bei den Energietarifen war Thema der Einführungspräsentationen. Zugleich stellten Geschäftsführungsmitglieder beider Unternehmen ihre Pläne für eine nachhaltige Transformation der Unternehmen im Rahmen der Energiewende vor. Als Beiratssprecher wählte der Kundenbeirat Viola Englisch und deren Stellvertreterin Christine Braune.

Viele Fragen waren bei Gasnetz Hamburg an die derzeitige Gasliefersituation geknüpft. Anja Weßel vom Kundenservice des Unternehmens will in den kommenden Sitzungen des Gremiums dieses und weitere von den neu gewählten Beiratsmitgliedern vorgeschlagene Themen auf die Tagesordnung setzen. Großes Interesse bekundete das Gremium auch an Prozessen im Kundenservice, an der Digitalisierung in der Energieversorgung und am Zukunftsthema Wasserstoff.

Sowohl bei Stromnetz Hamburg als auch bei Gasnetz Hamburg hat die Transformation hin zu erneuerbaren Energien längst begonnen. Die Beiratsmitglieder erfuhren gleich bei ihrem ersten Termin, dass die beiden Unternehmen auf vielen Gebieten und an vielen Projekten eng zusammenarbeiten. Ein gemeinsames Ziel ist beispielsweise, schon in wenigen Jahren Strom-, Gas- und Wärmenetze als integrierte Infrastrukturen zu planen. Das Ergebnis ist dann ein Versorgungssystem, das beispielsweise Windstrom-Überschüsse kurzfristig speichern kann und das fehlende Energiemengen einfach durch Umwandlung bereitstellt.

„Unser neuer gemeinsamer Kundenbeirat hat bei seiner ersten konstituierenden Sitzung einen guten Start hinbekommen“, sagt Michael Dammann, Geschäftsführer bei Gasnetz Hamburg. „Für uns ist der regelmäßige Dialog mit diesem Gremium sehr wichtig, denn es repräsentiert einen breiten Querschnitt aller Gas- und Stromkundinnen und -kunden. So können wir wichtige Impulse für unserer Arbeit erhalten.“

„Mitdenken, mitreden, mitgestalten, das ist bei uns wörtlich gemeint. Wir freuen uns über unseren neuen Beirat und damit auf ein volles Programm und einen regen Austausch. Da unsere Kundinnen und Kunden bei uns im Mittelpunkt stehen, haben wir mit dem Kundenbeirat ein gutes Bindeglied an unserer Seite. Sie geben uns Impulse und sind der direkte Draht nach außen“, sagt Karin Pfäffle, Geschäftsführerin Stromnetz Hamburg.

Thomas Volk, Geschäftsführer Stromnetz Hamburg, ergänzt: „Im Gegenzug bieten wir unseren Beiräten in den kommenden drei Jahren konkrete Einblicke in das aktuelle Tagesgeschäft der Infrastrukturbetreiber für Strom und Gas. Hier darf dann mal hinter die Kulissen geschaut werden, die man normalerweise nicht zu sehen bekommt. Es wird sicher interessant für alle Beteiligten.“

Der neue Kundenbeirat wird nun abwechselnd bei Stromnetz Hamburg und Gasnetz Hamburg tagen. So erhalten die Beiräte tiefe Einblicke in das Geschäft der beiden Unternehmen und erleben hautnah, welche Rahmenbedingungen und Marktbesonderheiten für die städtischen Unternehmen maßgeblich sind. Der kontinuierliche Dialog hilft Beirat wie Unternehmen gleichermaßen: Die Unternehmen erhalten Rückmeldung aus der Perspektive der Verbraucherinnen und Verbraucher, während die Beiräte Impulse geben können. Die nächste Zusammenkunft des Gremiums ist für Anfang November bei Stromnetz Hamburg geplant.

Presseanfragen:
Bernd Eilitz, Gasnetz Hamburg GmbH, 040 2366 3507, bernd.eilitz@gasnetz-hamburg.de

Anette Polkehn-Appel, Stromnetz Hamburg GmbH, 040 49202 8333, presse@stromnetz-hamburg.de

Gasnetz Hamburg GmbH ist ein hundertprozentiges Unternehmen der Stadt und betreibt das Erdgasnetz in der Freien und Hansestadt Hamburg mit circa 7.900 Kilometern Länge, rund 160.000 Hausanschlüssen und fast 230.000 Netzkunden. Das Netz umfasst Hoch-, Mittel-, Niederdruck- und Hausanschlussleitungen sowie rund 600 Gasdruckregelanlagen. Die Steuerung und Überwachung des Netzes erfolgt über eine zentrale Leitstelle.

Stromnetz Hamburg GmbH, ein Unternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg, sorgt als Eigentümer des Stromverteilungsnetzes und der dazugehörigen Netzanlagen für die sichere und zuverlässige Stromversorgung der Stadt. Über das Netz werden rund 1,2 Millionen Haushalte und Gewerbetreibende mit Strom versorgt. Die Stromnetz Hamburg stellt für die Stromkunden den Anschluss und für Stromanbieter den Zugang zum Netz zur Verfügung. Durch das Hamburger Stromnetz fließen jährlich rund 11,8 Milliarden Kilowattstunden Strom.