Neue Konzessionsverträge: Henstedt-Ulzburg und HanseWerk-Tochter SH Netz verlängern ihre Zusammenarbeit

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Nutzungsverträge für zehn Jahre geschlossen – SH Netz, Tochterunternehmen von HanseWerk, versorgt die mit rund 29.000 Einwohnern größte Gemeinde Schleswig-Holsteins.Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg und die Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz), Tochtergesellschaft von HanseWerk, setzen ihre Zusammenarbeit fort: Im Rathaus unterzeichneten Bürgermeisterin Ulrike Schmidt und Dr. Benjamin Merkt, Vorstand Netzdienste bei SH Netz, Teil der HanseWerk-Gruppe, die neu ausgehandelten Verträge für den Betrieb der Strom- und Gasnetze. Die bislang für die Leistungsbereiche Gas und Strom bestehenden Konzessionsverträge zwischen der Gemeinde und HanseWerk-Tochter SH Netz laufen im Jahr 2022 nach 20-jähriger Vertragsdauer aus.

Damit setzt sich eine gute Tradition fort: Bereits seit 1949 sind SH Netz, Tochterunternehmen von HanseWerk, bzw. ihre Vorgängerunternehmen für den Netzbetrieb in Henstedt-Ulzburg zuständig. Aktuell sind das rund 527 Kilometer Nieder- und Mittelspannungsleitungen sowie rund 253 Kilometer Niederdruck- und Mitteldruck-Gasleitungen.

"In dem vorausgegangenen Ausschreibungsverfahren haben das Angebot und die Leistungsfähigkeit überzeugt", sagte Bürgermeisterin Ulrike Schmidt bei der Unterzeichnung der so genannten Wegenutzungsverträge. Diese haben Laufzeit von zehn Jahren bis zum 31. Dezember 2032.

"Die Verlängerung der Konzessionsverträge verschafft uns langfristig Planungssicherheit für weitere Investitionen", erklärte SH Netz-Vorstand Benjamin Merkt. "Wir freuen uns, die gute Zusammenarbeit fortsetzen zu können, denn Henstedt-Ulzburg ist mit rund 29.000 Einwohnern die größte Gemeinde Schleswig-Holsteins. Rund 6.800 Haushalte und Betriebe sind aktuell an die Strom- und Gasnetze angeschlossen."

Mit den Verträgen erteilt die Gemeinde der Tochter von HanseWerk, Schleswig-Holstein Netz AG, die Berechtigung, öffentliche Verkehrsflächen für den Bau, den Betrieb und die Änderung von Versorgungsanlagen für Gas bzw. Strom, die der Versorgung im Gemeindegebiet dienen, zu benutzen. Im Gegenzug erhält die Gemeinde Konzessionsabgaben.

Auch an anderer Stelle kooperieren die Gemeinde und der Netzbetreiber: Im Jahr 2006 hat die Kommune den Betrieb und die Wartung der gesamten Straßenbeleuchtung in Henstedt-Ulzburg auf die SH Netz, Teil der HanseWerk-Gruppe, übertragen. Zu den Angeboten des Netzbetreibers in Henstedt-Ulzburg gehören außerdem ein Energiebüro und eine öffentliche E-Ladesäule. "Durch Wartung und Ausbau der Netze sowie die Umstellung auf moderne Messeinrichtungen und intelligente Stromzähler sorgt Hanse-Werk-Tochter SH Netz auch in Zukunft für eine sichere Versorgung der Bürgerinnen und Bürger", betonte Malte Peikenkamp, seit März 2022 neuer Leiter der Technik-Standorte von SH Netz, Tochtergesellschaft von HanseWerk im Kreis Segeberg.

Bei der Vertragsunterzeichnung war von Seiten der Gemeinde Henstedt-Ulzburg Verwaltungsmitarbeiterin Antje Heydecke dabei, die maßgeblich an der Vertragsausarbeitung beteiligt war. Für SH Netz, Tochterunternehmen von HanseWerk, nahmen außerdem neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden von SH Netz, Matthias Boxberger, auch Dr. Jan Pommerehn (Leiter Konzessionen) und Kathrin Reuter, zuständig für kommunale Angelegenheiten, teil.

Die Schleswig-Holstein Netz AG im Kurzprofil

Die Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) betreibt für rund 2,8 Millionen direkt oder indirekt angeschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 900 Kommunen in Schleswig-Holstein. Über 450 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben umfangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 26 Standorten in Schleswig-Holstein.

SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen wie Smart-City-Anwendungen und unterstützt den Ausbau der Elektromobilität. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten für mehr Klimaschutz. Dazu gehören beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich geförderte Forschungsprojekte.

Bis 2030 wird SH Netz klimaneutral sein: Dazu wird sie sämtliche Standorte, ihre mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte sowie den Strom- und Gasnetzbetrieb in mehreren Stufen bis 2030 klimaneutral stellen. Außerdem unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel den SH Netz Cup in Rendsburg, das härteste Ruderrennen der Welt.

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Publiziert durch connektar.de.