Selbsthilfeinitiative: Quartalsweise Immunisierungen fördern Impfmüdigkeit und Impfskepsis

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„Wenn wir so weitermachen, nutzen sich die Vakzine ab und der Organismus tritt in den Streik!“

Die Selbsthilfeinitiative Impfkomplikationen zeigt sich irritiert über die Pläne der „Ampel“-Koalition zu den Corona-Regeln ab Herbst. Wie der Leiter des ehrenamtlichen Angebots in Konstanz, das als bundesweiter Ansprechpartner für Menschen mit Impfschäden fungiert, in einer Stellungnahme bekanntgibt, fördern die Absichten von Bundesgesundheitsminister Lauterbach und Bundesjustizminister Buschmann die Impfmüdigkeit und erweisen Impfverweigerern einen Bärendienst. Dennis Riehle sagt: „Wer für eine Befreiung von der Maskenpflicht als ‚frisch geimpft‘ gelten möchte, wird sich auf quartalsweise Immunisierungen einlassen müssen. Keine vernünftige Stimme aus Medizin oder Wissenschaft befürwortet solch einen engen Zyklus an Impfungen. Wenn wir dabei bedenken, dass sich Menschen auch gegen Affenpocken, Tetanus, Grippe, FSME und Gürtelrose immunisieren lassen sollen, kommen wir auf nahezu zehn Impfungen pro Jahr. Allein der Verstand muss hier entgegnen, dass derart vielfältige und häufige Eingriffe in den Körper nicht sinnvoll sein dürften und den Organismus damit kräftig durcheinanderbringen können. Solche Empfehlungen sind abwegig, gefährlich und verantwortungslos. Keine Studie gibt es her, dass wir uns derart engmaschig immunisieren. Wir begeben uns bereits mit den momentanen Boosterungen auf ein völlig neues Terrain und können die Nebenwirkungen kaum abschätzen. Wer sich jetzt für einen Drei-Monats-Rhythmus ausspricht, begeht letztendlich Kamikaze“.

Riehle, der nach seinen Corona-Immunisierungen medizinisch attestiert unter dem Post-Vac-Syndrom leidet und sich am Ende für eine differenzierte und auf den Einzelfall zugeschnittene Impfentscheidung ausspricht, wirft den Ministern fehlende Seriosität und unvertretbare Impfsucht nach. „Da hat es nichts mit radikaler Impfskepsis zu tun, wenn uns irgendwann die gesunde Eingebung in die Kandare fährt und Zweifel an der Errungenschaft des Immunisierens anmeldet. Denn man kann dieses adäquate Mittel zur Bekämpfung einer Pandemie auch missbrauchen, überstrapazieren und zweckentfremden. Bereits der inflationäre Gebrauch des Antibiotikums hat uns gelehrt, dass bei übermäßigem und unnötigem Gebrauch die Wirksamkeit nachlässt. Entweder wird also der Nutzen des Immunisierens schon bald erheblich nachlassen – oder die Zahl der anhaltenden Nebenwirkungen steigt derart stark an, dass wir ein weiteres und gleichsam vermeidbares Gesundheitsproblem bekommen. Umsichtigkeit und Verhältnismäßigkeit sind das Gebot der Stunde – das ist kein Wettbewerb, wer am Ende die meisten Pikse vorweisen kann“.