Mehr Gehalt für Pflegekräfte ab September – ein wichtiger Schritt um dem Pflegekräftemangel entgegenzuwirken

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Die Pflegebranche gehört zu einem der relevantesten Stützpfeiler unseres Systems. Seit Jahren hört man in den Medien, wie dramatisch die Lage in der Pflegebranche ist. Der Pflegenotstand war seit Jahren eines der oft diskutiertesten Themen in der Politik. Die kritischen Situationen infolge der Unterbesetzung in manchen Pflegeeinrichtungen machten nicht selten die Runde in den Medien. Die Pflegekräfte, die an Ihre Grenzen stoßen waren auch keine Seltenheit auf Sozialmedia und anderen diversen Kanälen. Trotz vielen alarmierenden Signalen hat sich die Lage bis heute nicht viel verändert. Die bisherigen Maßnahmen hatten nicht gereicht um das ausreichende Interesse für die Pflege Jobs zu wecken. Nach wie vor ist der Pflegekräftemangel einer der ernsthaftesten Probleme in Deutschland. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es zwar wegen dem Ukrainekrieg und der drohenden Gas- und Ölknappheit, der Gefahr des Lieferstopps auf den sekundären Plan geschoben worden. Es besteht aber nach wie vor ein akuter Handlungsbedarf, damit die Lage in ein paar Jahren nicht eskaliert.

Durch die Gehaltserhöhung hofft die Regierung die Situation ein bisschen zu verbessern. Bestimmt ist es ein Schritt in die richtige Richtung. „Es muss aber noch viel mehr passieren. Wir brauchen eine neue Strategie, wie man diesen Beruf vor allem für die jüngere Generation interessant macht. Insbesondere braucht die Pflegebranche viele junge und motivierte Mitarbeiter um dem zukünftigen Pflegekräftemangel effektiv entgegen wirken zu können“, sagt Frau Patrycja Kapuscinska, die Geschäftsführerin von Pflegedienst PROMED Assista aus Dietzenbach.

Die Regierung hat durch die verpflichtende Gehaltserhöhung für alle Pflegekräfte deutschlandweit ein wichtiges Zeichen gesetzt. Ab dem ersten September gelten neue Mindestlöhne für alle Berufsgruppen in dem Pflegesektor. Die Pflegereform umfasst eine Gehaltserhöhung für Pflegehilfskräfte (angelernte und exam. Pflegehelfer), Pflegefachkräfte (Altenpfleger, exam. Krankenpfleger) usw. Jede stationäre Pflegeeinrichtung und ein ambulanter Pflegedienst können entscheiden, für welche Art der Vergütung sie sich entscheiden möchten. Alle drei Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Zur Auswahl steht die Entlohnung nach Tarifvertrag, Anlehnung an den Tarifvertrag und ein Regional übliches Entgeltniveau.

Die deutliche Lohnsteigerung ist eine gute Nachricht für die Pflegekräfte in Deutschland, die tagtäglich ihr Bestes tun um die älteren und pflegebedürftigen Menschen zu versorgen. Durch die steigenden Gehälter steigen aber auch die Kosten für die Pflegedienste und Pflegeheime. Man befürchtet, dass diese anschließend auf die pflegebedürftigen Menschen umgewälzt werden können. Inzwischen haben sich viele Pflegeverbände an die Pflegekassen wegen der Refinanzierung der steigenden Kosten für die Pflegeeinrichtungen gewandt. Diese sollen durch die Erhöhung der sog. Vergütungsvereinbarungen für Pflegedienste und Pflegeheime refinanziert werden.

„Die Erhöhung der Mindestlöhne in der Pflege ist eindeutig ein positives Zeichen im Kampf mit dem ständig wachsenden Pflegenotstand. Ob sich die Personalprobleme für die Pflegeeinrichtungen alleine durch die Erhöhung der Mindestlöhne lösen lassen, ist sehr fraglich. Nichtdestotrotz es sieht danach aus, dass sich alles in eine gute Richtung entwickelt“, sagt Frau Patrycja Kapuscinska die Geschäftsführerin von Pflegedienst PROMED Assista aus Dietzenbach.

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