AVA-Fortbildung für Tierärzte u.a. zur modernen tierärztlichen Kälberbetreuung in Bad Salzschlirf (Fulda)

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Für den modernen Tierarzt/Tierärztin ist das aktuelle Wissen zur Fütterung und Haltung die Grundlage der tierärztlichen Bestandsbetreuung der Nachzucht (Remonte). Und das aktuelle Wissen über Kälbermanagement ändert sich fortwährend. Aus diesem Grunde müssen sich auch die Kälber betreuenden Tierärztinnen und Tierärzte immerzu über die aktuellen Neuerungen informieren und weiterbilden. Ganz aktuell ist die neue Tierschutztransportverordnung, die ab 2023 gesetzlich vorschreibt, dass Kälber, insbesondere die männlichen Tiere, die zur Mast gehen, vier Wochen auf dem Milchviehbetrieb bleiben müssen. Bisher konnten die Kälber bereits mit einem Alter von zwei Wochen den landwirtschaftlichen Betrieb verlassen. Diesbezüglich gibt es einiges nicht nur aus Sicht des betreuenden Tierarztes zu bedenken. Das wird gerade zu Beginn der Umstellung ein riesiges Durcheinander an Kälberqualitäten geben. Die Gewichte der Tiere streuen schätzungsweise bis zu 30 kg, was für die Veterinäre eine erhöhte Wachsamkeit über die Kälbergesundheit nach sich zieht. Informationen über Fütterung, Impfstatus und tierärztöliche Behandlungen der Kälber müssen an den aufkaufenden neuen Betrieb weitergegeben werden. ZU großen Problemen führt es, wenn Kälber auf den Milchviehbetrieben ad libitum, also so viel sie mögen zur freuen Futteraufnahme, und dann in den ersten Mastwochen restriktiv gefüttert werden. Neue Fütterungs- und Haltungsvorgaben, die aktuelle Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV), die neue Tiertransportverordnung und die damit verbundenen Folgen für Tiergesundheit, Fütterung und Haltung beinhalten einen großen Teil des KÄLBER-Workshops für Tierärzt*innen im Rahmen der 22. AVA-Haupttagung vom 05. bis 08. Oktober 2022 in Bad Salzschlirf (bei Fulda). Veränderungen von der "reinen" tierärztlichen Behandlung von Kälbern in Richtung Tiergesundheitsprävention werden intensiv mit den Tierärzten und Tierärztinnen diskutiert. Das Prinzip: "welche Symptome – welches Medikament" darf nicht die alleinige Handlungsgrundlage der Tiermedizinern sein. Auf den Bauernhöfen werden rund 50 Prozent der Kälber verkauft, zukünftig erst nach 28 Tagen Aufzucht, also mitten in der Tränkeperiode.

Welche Folgen hat das für die Kälber? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für abgebende und aufnehmende landwirtschaftliche Betriebe vor dem Hintergrund der zu erwartenden neuen GFE-Empfehlungen in der Kälber- und Jungtierfütterung? Atemwegserkrankungen: Was haben wir in der Vergangenheit beim Stallbau zu wenig beachtet, welche Anforderungen ergeben sich für die Zukunft? – Und das ist lange noch nicht alles, was mit den Kälberspezialisten zu diskutieren ist.

Die am Workshop teilnehmenden Tiermediziner erhalten für Ihre tierärztliche Betreuung der Nachzucht  das Wissen und Know how der beiden "Dreamteam-Referenten"  Prof. Dr. Martin Kaske (Leiter der Ambulanz und Bestandsmedizin der Uni Zürich, "Cheftierarzt" des Schweizer Kälbergesundheitsdienst (KGD)) und Dr. Hans-Jürgen Kunz, der führende Wissenschaftlicher und Praktiker in Sachen Management, Fütterung, Haltung, Klima und Lüftung im Bereich der Kälber. Die beiden Referenten sind die Top-Kälber-Spezialisten im deutschsprachigen Raum. Die Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) ist stolz darauf, diese "Kompetenz an Fachwissen" für den AVA-Workshop gewonnen zu haben.

Weitere Rinder- und Schweine-Workshops, sowie die Anmeldungen und das komplette Tagungsprogramm der 22.AVA-Haupttagung vom 5.bis 8. Oktober für die Veterinäre sind auf der AVA-Homepage unter www.ava1.de  einzusehen.

Veröffentlicht von:

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