Erfolgreiches Update nach der Sommerpause

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Hybrid-Stammtisch der FDP Haar lockte Politikinteressierte aus nah und fern

Haar – Lkr. München/ Kann Gemeindepolitik auch außerhalb des eigenen Wirkungskreises Interesse wecken? Die Haarer Liberalen lieferten hierfür einen eindrucksvollen Beweis. An ihrem Hybrid-Stammtisch am 21. September 2022 in Gitti’s Waldwirtschaft nahmen Gäste aus den Landkreisen München, Erding und Ebersberg teil.

Das beherrschende Thema waren die aktuellen Planungen zum Brenner-Nordzulauf. Der digital zugeschaltete Zornedinger Gemeinderat Peter Pernsteiner beklagte den aus seiner Sicht weiterhin mangelnden Willen der Bahn, im Streckenabschnitt Grafing – Trudering ausreichende Lärmschutzmaßnahmen umzusetzen. Die in einer Videokonferenz mit dem Bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter am 9. September präsentierten Zugzahlprognosen erscheinen ihm deutlich zu niedrig. „Damit ist keine ausreichende Entlastung der Brenner- und Inntalautobahn vom Güterverkehr möglich“, zweifelte Pernsteiner die aktuell vorgelegten Zahlen an. Die anwesende Kreisrätin aus dem Landkreis München Katharina Diem hätte sich für ein derart bedeutendes, transeuropäisches Verkehrsprojekt eine ambitioniertere Verkehrsplanung gewünscht. Aus ihrer Sicht hätte eine neue, moderne Bahntrasse durch Südostbayern wichtige Verkehrsprobleme in Bayern gelöst, während die aktuelle Planungsvariante neue Probleme schafft. Nachdem sich die Bahn mit der aktuellen Streckenführung viel Geld gespart habe, sei es nicht hinnehmbar, dass den betroffenen Menschen jetzt auch noch der notwendige Lärmschutz verwehrt wird, argumentierte Haars Gemeinderat Peter Siemsen. Aufgrund des vom Bundestag bereits 2016 beschlossenen Antrags zur menschen- und umweltgerechten Realisierung europäischer Schienennetze sehen Pernsteiner und Siemsen bei einem Streckenausbau einen klaren Rechtsanspruch auf Lärmschutzmaßnahmen gemäß Neubaustandard. Entsprechend gespannt blicken sie dem nächsten Dialogforum der Bahn entgegen, das für den 15.11.2022 in Haar angesetzt ist.

Zur möglichen Ansiedlung von Isar Aerospace konnte Siemsen nach der am Vortag vom Haarer Bauausschuss abgelehnten Ausweitung des Flächennutzungsplans keine positiven Nachrichten überbringen. Trotz der fehlenden Empfehlung des Ausschusses hofft er dennoch auf eine Mehrheit im Gemeinderat. „Diese Chance für die Gemeinde Haar auszulassen, wäre ein sträflicher Fehler“, zählt Siemsen auf das Verantwortungsbewusstsein der Ratsmitglieder.

Format und Themen gestalteten den Hybrid-Stammtisch spannend und kurzweilig. Offensichtlich ist Haarer Kommunalpolitik auch konkurrenzfähig zum Entertainment-Angebot der Bahn: Ein Teilnehmer hatte sich sogar während seiner Zugfahrt von Köln nach München digital zugeschaltet.

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