Interimsgebäude für Erstklässler in Lauenburg

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In der Weingartenschule in Lauenburg fehlt es schon lange an Platz. Mit dem Bau einer dauerhaften Schulerweiterung kann jedoch erst 2023 begonnen werden. Um schon jetzt mehr Raum zum Lernen und Lehren zu schaffen, entschied sich die Stadt für eine Containerlösung von FAGSI als Schule auf Zeit. Diese entstand auf einer von der Stadt in einem Wohngebiet bereitgestellten Fläche in gerade einmal fünf Wochen Bauzeit vor Ort.

Dass das Provisorium nicht wie ein solches wirkt, war Bauamtsleiter Reinhard Nieberg und Schulleiterin Victoria Scholz sehr wichtig. Deshalb präsentiert sich das Gebäude schon von außen sehr einladend in fröhlichem Türkis. Helle und großzügig gestaltete Klassenräume, farbenfrohe, kindgerechte Möblierung und modernste Medienausstattung verstärken diesen Eindruck und sorgen für Komfort und Wohlfühlatmosphäre für die Erstklässler und Lehrkräfte.

Ende Oktober schwebten die „fliegenden Klassenzimmer“ an der Fischerkoppel in Lauenburg nur wenige Gehminuten vom Hauptgebäude der Weingartenschule entfernt ein. Eine logistische Meisterleistung, denn die von der Stadt vorbereitete Stellfläche für das Gebäude befindet sich in einer Baulücke innerhalb eines Wohngebiets – und noch dazu in einer Sackgassenstraße gelegen. Die Straße ist außerdem ein stark frequentierter Schulweg, da sich an ihrem Ende ein für Fußgänger und Radfahrer zugänglicher Stichweg befindet, der direkt zur Weingartenschule führt.

Wegen der engen Wohnbebauung waren die vorhandenen Stellflächen für den Kran und die LKWs stark eingeschränkt und nicht dauerhaft nutzbar. Eine komplette Straßensperrung während der Anlieferung der Container war wegen der Einbahnstraßensituation erst recht nicht möglich.

In einem solchen Bauumfeld spielt die Containerbauweise eine ihrer größten Stärken aus: die enorm kurze Bauzeit. Zum einen dauerte die Anlieferung und Montage der 40 Raumeinheiten gerade einmal acht Arbeitstage. Und auch danach war die Beeinträchtigung der Anwohner durch Baustellen- und Lieferverkehr auf ein Minimum – und gerade einmal auf einen Zeitraum von vier weiteren Wochen – begrenzt. 

Individuell gestaltbare „Villa Kunterbunt“

Da das Interimsgebäude länger als zwei Jahre am Standort an der Fischerkoppel im Betrieb sein wird, legten die Verantwortlichen großen Wert auf eine qualitativ hochwertige und optisch ansprechende Ausführung. Hierfür bot die FAGSI Baureihe ProENERGY exakt die richtigen Voraussetzungen. Sie wurde speziell für Standzeiten über zwei Jahren und gehobene Ansprüche konzipiert. Hervorragende energetische Eigenschaften und die Verwendung hochwertiger, wohngesunder Materialien sorgen für ein angenehmes Lern- und Arbeitsklima.

Wegen des standardisierten Rasters ging die Gebäudeplanung und
-realisierung effizient und schnell von statten. Dennoch konnten beim Erweiterungsbau der Weingartenschule auch individuelle Kundenwünsche realisiert werden – wie zum Beispiel die Fassadengestaltung in einem fröhlichen und leuchtenden Türkis.

Die zweigeschossige, insgesamt 712 qm große Schule wird von der Stirnseite des Gebäudes her erschlossen. Rechts und links des Flurs sind im Erdgeschoss drei Klassenzimmer, das Lehrerzimmer, ein Gruppenraum, der raumhoch geflieste Sanitärbereich für die Lehrkräfte inklusive Behinderten-WC und ein Technikbereich angeordnet. Über das Treppenhaus im Eingangsbereich gelangt man ins erste Obergeschoss, wo sich drei weitere Klassenzimmer, zwei Gruppenräume und die ebenfalls raumhoch gefliesten Sanitärbereiche für die Kinder befinden. An der gegenüberliegenden Stirnseite wurde ein außenliegendes Treppenhaus als zweiter Rettungsweg angebracht – ein Teil des von FAGSI erstellten Brandschutzkonzeptes.

Die fröhliche Farbgestaltung des Gebäudes setzt sich im Innern fort. Unterschiedliche Bodenfarben kennzeichnen die verschiedenen Raumnutzungen. Während die Flure einen hellblauen Belag erhielten, erstrahlen die Klassenräume in Apfelgrün. Für die Aufenthaltsbereiche der Lehrkräfte wurde ein sanftes Beige gewählt und für die Sanitärbereiche ein unempfindliches Hellgrau.

„Alle Klassenlehrer richten ihren Raum individuell ein“, sagt Schulleiterin Victoria Scholz. Die Anordnung der Möbel kann von Raum zu Raum unterschiedlich gestaltet werden – ob in Gruppen zusammengestellt, in U-Form oder in der klassischen Frontalvariante. Die hellblauen, mit dem Bodenbelag der Flure korrespondierenden Holzstühle sind höhenverstellbar und somit auf die individuellen Körpergrößen der Kinder anpassbar. Alle Schränke und Regale sind auf Rollen gelagert und können somit jederzeit flexibel umgestellt werden. „Wenn die Kinder ihren Raum betreten, sollen sie einen Zaubermoment erleben“, wünscht sich Victoria Scholz.

Nicht nur schön, sondern auch ganz schön smart

Die Automatisierung durch smarte Gebäudetechnik ist auch bei der Realisierung von temporären Gebäudelösungen zunehmen ein Thema und problemlos möglich. So wird die gesamte Beleuchtung im Erweiterungsbau der Weingartenschule mit Bewegungsmeldern geregelt. Diese berührungslose Steuerung spart nicht nur Energie, sondern ist auch unter Hygienegesichtspunkten besonders sinnvoll.

Auch was die mediale Schulausstattung betrifft, ist FAGSI ein kompetenter Planungs- und Ausstattungspartner, der jedes gewünschte Setting umsetzen kann. So sind auch im Interimsgebäude der Weingartenschule Whiteboards statt der klassischer Tafeln Standard. „Wir können ohne zusätzliches Gerät Unterlagen direkt vom iPad auf das Board übertragen“, schwärmt Schulleiterin Scholz. „Ist doch klar, dass wir für das neue Schulgebäude in modernste Technik investieren. Die Ausstattung ist ja später auch im umgebauten Hauptgebäude nutzbar“, ergänzt Bauamtsleiter Reinhard Nieberg.

Nachhaltig weitergedacht

Die Sanierung und Erweiterung am Hauptgebäude der Weingartenschule soll noch knapp vier Jahre dauern. Die aktuellen Erstklässler werden daher wohl ihre gesamte Grundschulzeit im Interimsgebäude an der Fischerkoppel verbringen. Doch was geschieht dann mit dem Gebäude? 

Hier zeigt sich, dass Containergebäude von FAGSI im Sinne der Circular Economy eine besonders nachhaltige Gebäudelösungen darstellen. Während man ein konventionelles Gebäude aufwändig umbauen oder gar abreißen müsste, kann man ein Containergebäude dank nichttragender Wände flexibel im Innern umgestalten und an den neuen Bedarf anpassen. Oder man zerlegt das Gebäude wieder in seine einzelnen Raumeinheiten, transportiert sie zu einem neuen Standort und fügt sie erneut zusammen.

Der Aspekt, das Interimsgebäude der Weingartenschule später individuell um- oder anders einsetzen zu können, war den Verantwortlichen der Stadt Lauenburg von Anfang an besonders wichtig – und mit der Containerlösung von FAGSI ist dies auch relativ simpel realisierbar. Bauamtsleiter Nieberg hat sich schon so seine Gedanken gemacht, wie das temporäre Gebäude der Weingartenschule als nächste genutzt werden könnte: „Vielleicht wird das ein Verwaltungsgebäude auf Zeit. Schließlich wollen wir ja auch das Schloss, das seit den 1920er Jahren als Dienstgebäude der Stadtverwaltung genutzt wird, sanieren.“

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