HanseWerk: Intelligente Ortsnetzstationen und neue Kabel – SH Netz ertüchtigt altes Stromnetz in Satrup

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HanseWerk-Tochter SH Netz investiert rund 650.000 Euro in die Versorgungssicherheit -Erstes Bauprojekt abgeschlossen, zwei weitere starten im Oktober.Die HanseWerk-Tochter Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) hat nach der zum 1. Januar 2022 erfolgten Übernahme der technischen Geschäftsbereiche vom E-Werk Satrup damit begonnen, die Netz-infrastruktur in Satrup zu ertüchtigen. "Um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten, sind leistungsfähige Stromtrassen und digitale Netzstationen notwendig", sagt Thorsten Jansen, technischer Leiter der SH Netz, Teil der HanseWerk-Gruppe, für die Region Angeln. Im ersten Schritt nimmt der Netzbetreiber dafür rund 650.000 Euro in die Hand.

Im Bereich Heinrich-N.-Clausen-Weg hat die Partnerfirma Pohl mit der Firma Behrens als Subunternehmer in den vergangenen Wochen auf einer Länge von etwa 800 Metern neue Niederspannungskabel und weitere rund 400 Meter Mittelspannungskabel verlegt. Im Zuge der Bauarbeiten wurden außerdem Netzmanagementrohre verlegt und eine digitale Ortsnetzstation sowie eine kundeneigene Station bei einem örtlichen Lebensmittelhändler errichtet. "Die neuen Stationen sind über die zentrale Netzleitstelle von SH Netz, Tochterunternehmen von HanseWerk, in Rendsburg fernsteuerbar", erklärt Thorsten Jansen. "Bei möglichen Netzereignissen können wir künftig schneller reagieren – und so die Ausfallzeiten für betroffene Kunden verkürzen."

Ab Oktober stehen zwei weitere Bauvorhaben im Ortsteil Satrup an. So soll in der Schleswiger Straße eine intelligente Ortsnetzstation als Ersatz für die bisherige Station im Regenbogenhof errichtet werden. Zusätzlich verlegt die Firma Andresen aus Handewitt rund 700 Meter Niederspannungskabel und jeweils rund 200 Meter Mittelspannungskabel und Netzmanagementrohre.

Eine größere Baumaßnahme findet im Bereich Roggenkoppel, Glücksburger Straße und Knopperbrück statt. Hier stellt der Netzbetreiber drei fernsteuerbare Ortsnetzstationen auf. Außerdem sollen rund 1,8 Kilometer Niederspannungskabel, etwa 1,3 Kilometer Mittelspannungskabel und weitere rund 1,3 Kilometer Netzmanagementrohre in der Erde verlegt werden. Mit den Arbeiten ist die Firma MyBau aus Gladbeck beauftragt, die in diesem Zuge neue Breitbandkabel verlegen wird.

"Die Maßnahmen finden in offener Grabenbauweise statt", kündigt Thorsten Jansen, Leiter des Technik-Standortes von HanseWerk-Tochter SH Netz in Süderbrarup, an und bittet um Vorfeld um Verständnis, dass es zu leichten Beeinträchtigungen in der Bauphase kommen kann. Für die Umsetzung hat der Netzbetreiber drei Monate veranschlagt. Sofern das Wetter mitspielt, sollen die Arbeiten bis zum Jahresende 2022 abgeschlossen sein. Nach Fertigstellung werden ein Drittel der insgesamt 18 Ortsnetzstationen auf neueste Technik umgerüstet sein.

Im kommenden Jahr setzt SH Netz, Teil der HanseWerk-Gruppe, die Erneuerung der Netzinfrastruktur in Satrup fort. Das gesamte Netz umfasst etwa 64 Kilometer Niederspannungskabel, rund acht Kilometer Mittelspannungskabel und zwei Kilometer Mittelspannungsfreileitungen sowie die für die Versorgung der angeschlossenen Kunden notwendigen Ortsnetzstationen.

Die Schleswig-Holstein Netz AG im Kurzprofil

Die Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) betreibt für rund 2,8 Millionen direkt oder indirekt angeschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 900 Kommunen in Schleswig-Holstein. Über 400 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben umfangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen beschäftigt ca. 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an vielen Standorten in Schleswig-Holstein.

SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen, wie Smart-City-Anwendungen und unterstützt den Ausbau der Elektromobilität. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten für mehr Klimaschutz. Dazu gehören beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas- oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich geförderte Forschungsprojekte.

Bis 2030 wird SH Netz klimaneutral sein: Dazu wird sie ihre 25 Standorte, über 600 Fahrzeuge sowie den Strom- und Gasnetzbetrieb in mehreren Stufen bis 2030 auf Klimaneutralität umstellen. Außerdem unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel das härteste Ruderrennen der Welt auf dem Nord-Ostsee-Kanal.

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Publiziert durch connektar.de.