Vorreiter in München: Wir testen E-Fuels

Deutschland ist Autoland. Noch nie gab es mehr zugelassene Fahrzeuge als heute. Im Moment sind es 49 Millionen; davon rund 48 Millionen Verbrennerfahrzeuge – Benziner und Diesel. Das wird sich in den nächsten 10 bis 20 Jahren auch nicht so schnell ändern. Elektromobilität ist ein Baustein von klimafreundlicher Mobilität, aber wird die Mobilität des ganzen Landes niemals abbilden können. Nicht heute, nicht morgen und nicht übermorgen. Wer es also mit Klimaschutz und Mobilität wirklich ernst meint, kommt um synthetische Kraftstoffe wie E-Fuels nicht herum. Auch Benzin-Kontor, d.h. BK Tankstellen, ein mittelständischer Tankstellenbetreiber aus Bayern, ist ein großer Verfechter von E-Fuels und hat zu einem Testevent in München geladen.

Die Wichtigkeit der alternativen Kraftstoffe ist mittlerweile auch der Politik klar, weshalb es vielseitige Anstrengungen gibt, diese „nonfossilen“ und CO2-neutralen Kraftstoffe zu produzieren und zu vertreiben. E-Fuels sind synthetisch hergestellte Kraftstoffe, die mittels erneuerbarer Energien wie Sonne und Wind dort produziert werden, wo Energie grenzenlos zur Verfügung steht. Vereinfacht erklärt, wird für die Herstellung von E-Fuels CO2 aus der Luft und Wasserstoff aus Wasser mit Hilfe von grünem Strom zu einem flüssigförmigen Energieträger zusammengefügt. In den Raffinerien kann der Energieträger dann zu Heizöl, Benzin, Diesel, Kerosin und vielem mehr weiterverarbeitet werden. Bis 2030 werden es noch kleinere Produktionsmengen sein, aber ab 2030 werden durchaus größere Volumina erwartet. Porsche ist hier z.B. Vorreiter in Chile mit grüner Windenergie und Aramco in Saudi-Arabien und Spanien mit grüner Sonnenenergie.

Erste Mengen sind aber auch heute schon auf dem Markt und im Einsatz. Die Formel 2 und 3 fährt schon heute in weiten Teilen mit E-Fuels, ab 2026 folgt sogar die Formel 1. Auch in Deutschland gibt es viele Vorreiter, die den neuen Sprit testen und ihn, sobald er vorhanden ist, auch den Autofahrern zur Verfügung stellen möchten.

Hier in Bayern ist die Tankstellenkette BK, die Benzin-Kontor AG, ganz vorne mit dabei. Der mittelständische Tankstellenbetreiber aus Bayern ist ein großer Verfechter alternativer Kraftstoffe insbesondere von E-Fuels. „Diese synthetischen Kraftstoffe können in vorhandenen Verbrennungsmotoren verwendet werden, ohne dass größere Änderungen an der Infrastruktur erforderlich sind, und somit den CO2-Ausstoß im Straßenverkehr erheblich reduzieren. Und das kann schon heute funktionieren,“ so Dietmar Possart, Vorstand von Benzin-Kontor.

Deshalb gab es am 9. November 2023 in München ein erstes E-Fuel Testing an der BK-Tankstelle in der Baaderstraße 6 am Isartor. Einen Test-Drive, den sich auch der CSU-Generalsekretär Martin Huber und Dr. Michael Haberland, Präsident vom Automobilclub Mobil in Deutschland e.V. natürlich nicht entgehen lassen wollten. Eine Testfahrt mit E-Fuels in einem Oldtimer, einem VW Käfer. Der synthetische Benzinkraftstoff nach DIN EN 228 wurde dabei von der CAC Engineering GmbH aus Chemnitz zur Verfügung gestellt.

Nach dem Tankvorgang ging es von dort einige Kilometer durch die Innenstadt. Die „Tester“ waren begeistert. „Der Motor läuft einwandfrei und der E-Fuel Sprit hat das gemacht, was er soll. Funktionieren.“

Philipp Arner, Geschäftsleiter Tankstellen bei der BK Benzin-Kontor AG, ist von der Zukunft alternativer Kraftstoffe überzeugt: „E-Fuels sind ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft. Wir von BK wollen diesen Weg für mehr Klimaschutz unbedingt begleiten und stehen mit unseren Tankstellen bereit.“

Auch CSU-Generalsekretär Martin Huber positioniert sich klar: „Bayern ist Autoland. Bayern ist ein Land der Mobilität und auch ein Land von Innovation und Hightech. Es ist aber nicht unsere Aufgabe, Mobilität zu verbieten oder einzuschränken, sondern Mobilität zu ermöglichen. Und da gehören E-Fuels natürlich mit dazu. Und das haben wir heute im Praxistest gezeigt. Die Mobilität der Zukunft wird nur durch Technologieoffenheit gelingen.“

Zudem war Dr. Michael Haberland, Präsident vom Automobilclub Mobil in Deutschland e.V. als Vertreter der Autofahrer vor Ort: „Eine nachhaltige Klimapolitik muss Technologien und Innovationen zulassen, um für Lösungen zu sorgen. Es ist sicher nicht nachhaltig, wenn man den Verbrennermotor an sich abschafft. Besonders wenn es bereits eine klimafreundliche Lösung wie alternative Kraftstoffe gibt. So können Autofahrer schon heute CO2-reduziert und bestenfalls CO2-neutral mit ihrem Auto fahren. Und dafür brauchen wir E-Fuels.“

Das Testevent von BK hat gezeigt, dass Klimaschutz im Verkehrssektor mittels synthetischer Kraftstoffe schon heute einwandfrei funktionieren kann. Es muss schneller und überzeugter an Lösungen wie E-Fuels gearbeitet werden – die Autofahrer und Tankstellen stehen in jedem Fall bereit.

Zu BK: Die BK Benzin-Kontor AG ist ein mittelständischer, unabhängiger Betreiber von 29 Tankstellen in Bayern mit Hauptsitz in Herrsching am Ammersee. Mehr unter www.benzin-kontor.de

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