Wem dienen: König Gesundheit oder König Krankheit?

Sicher werden sich viele Menschen fragen – die Frage ist doch überflüssig, ich will gesund sein, das ist doch ganz klar.
Aber im Ayurveda gibt es diese Metapher nicht zufällig:
„welchem König dienst Du, dem König Gesundheit oder dem König Krankheit?"
Aber es geht nicht einfach nur darum, sich für den König Gesundheit entscheiden, man muss auch etwas tun dafür.
In meinen Ernährungs-Coaching und Abnehm-Coachings kommen oft solche und ähnliche Konversationen :
Wieviel trinken Sie – ich weiß ich müsste viel mehr trinken
Wieviel tierische Produkte essen Sie – ich weiß, ich sollte weniger tierische Produkte essen.
Wieviel Süßigkeiten essen Sie – ich weiß ich sollte weniger Süßigkeiten essen, aber ich greife immer wieder dazu.
Die gleichen „Ich weiß" bekomme ich bei Chips, Fastfood, Alkohol und anderen Produkten, die die weniger gesund sind.
Und umgekehrt, bei folgenden und ähnlichen Fragen kommt oft das „Ich weiß, ich sollte mehr…" wenn ich nach Meditieren, Bewegung, Obst und Gemüse u.a. frage.
Offensichtlich haben viele Menschen sich unbewusst dafür entschieden, mehr dem König Krankheit zu dienen als dem König Gesundheit. Und das geschieht allzu oft auch dann, wenn man sich durchaus als „gesundheitsbewusst" empfindet.
Kürzlich hatte eine Schülerin von mir um ein Coachinggespräch gebeten, sie meinte: Ich kann so gut und erfolgreich für andere Coach sein, aber bei mir selbst…
Doch nun beschreibe ich einige Punkte, die darauf hindeuten, welchem König man im eigenen Körper dient:
Was dient dem König Krankheit?
Ungesunde Ernährung:
Verarbeitete Lebensmittel: Hoher Konsum von stark verarbeiteten, fettreichen, zuckerhaltigen und salzigen Lebensmitteln.
Schwer verdauliche Lebensmittel: Verzehr von kalten, fettigen und schwer verdaulichen Speisen.
Unregelmäßige Mahlzeiten:
Unregelmäßiges Essen, Überspringen von Mahlzeiten oder Essen zu unpassenden Zeiten.
Schwaches Verdauungsfeuer (Agni):
Überessen: Konsum von zu großen Mengen an Nahrung auf einmal.
Falsche Kombinationen: Essen von unverträglichen Lebensmittelkombinationen, die das Verdauungssystem belasten.
Kalte und schwere Getränke: Übermäßiger Konsum von kalten Getränken, insbesondere während oder nach den Mahlzeiten.
Ansammlung von Ama (Toxine):
Unvollständige Verdauung: Schwaches Verdauungsfeuer führt zur Ansammlung von unverdaulichen Rückständen (Ama).
Fehlende Entgiftung: Keine regelmäßige Reinigung oder Entgiftung des Körpers.
Bewegungsmangel:
Sitzende Lebensweise: Mangel an regelmäßiger körperlicher Aktivität.
Übermäßige Ruhe: Zu viel Schlaf oder ständiges Sitzen und Liegen ohne ausreichende Bewegung.
Stress und emotionale Belastung:
Chronischer Stress: Anhaltender emotionaler oder mentaler Stress ohne adäquate Bewältigungsstrategien.
Negative Emotionen: Wut, Angst, Trauer und andere negative Emotionen, die nicht verarbeitet werden.
Schlechte Lebensgewohnheiten:
Rauchen und Alkohol: Übermäßiger Konsum von Alkohol, Tabak und anderen Drogen.
Unregelmäßiger Schlaf: Unzureichender oder unregelmäßiger Schlaf.
Umweltfaktoren:
Verschmutzung: Einflüsse von Umweltgiften und Schadstoffen.
Ungesunde Wohn- und Arbeitsbedingungen: Lärm, schlechte Luftqualität und ungesunde Arbeitsumgebungen.

Was dient dem König Gesundheit?
Gesunde Ernährung:
Frische, natürliche Lebensmittel: Verzehr von frischem Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen und Samen.
Regelmäßige Mahlzeiten: Essen zu regelmäßigen Zeiten und in angemessenen Portionen.
Ausgeglichene Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung, die alle notwendigen Nährstoffe enthält.
Starkes Verdauungsfeuer (Agni):
Gewürze und Kräuter: Verwendung von verdauungsfördernden Gewürzen wie Ingwer, Kreuzkümmel und Kurkuma.
Warmes Essen und Trinken: Bevorzugung von warmen Speisen und Getränken.
Reinigung und Entgiftung:
Regelmäßige Entgiftung: Praktiken wie Panchakarma oder Fasten zur Reinigung des Körpers.
Hydration: Ausreichend Wasser trinken, um den Körper zu spülen und zu entgiften.
Körperliche Aktivität:
Regelmäßige Bewegung: Tägliche körperliche Aktivitäten wie Gehen, Yoga, Schwimmen oder Sport.
Aktiver Lebensstil: Integration von Bewegung in den Alltag.
Stressbewältigung:
Meditation und Achtsamkeit: Regelmäßige Praxis von Meditation, Achtsamkeit und Atemübungen.
Entspannungstechniken: Methoden wie Yoga, Tai Chi oder einfache Entspannungsübungen.
Gesunde Lebensgewohnheiten:
Rauch- und Alkoholverzicht: Vermeidung von schädlichen Substanzen.
Regelmäßiger Schlaf: Ausreichender und erholsamer Schlaf.
Positives Umfeld:
Saubere und gesunde Umgebung: Leben in einem sauberen und gesunden Umfeld.
Unterstützendes soziales Netzwerk: Pflege von positiven und unterstützenden Beziehungen.
Das Resultat davon, dass man sich bewusst oder unbewusst für den König Krankheit entscheidet, ist Anhäufung von Ama im Körper und von dem, was viele gar nicht wollen, aber viel dafür tun: Übergewicht.

Doch was ist Ama und wie hängt Ama und Übergewicht zusammen?
Im Ayurveda ist „Ama" ein Konzept, das sich auf unverdaute oder schlecht verdaute Nahrung und Toxine im Körper bezieht. Ama wird als Hauptursache vieler gesundheitlicher Probleme angesehen, einschließlich Übergewicht. Es wird beschrieben als eine klebrige, giftige Substanz, die sich im Verdauungstrakt ansammelt und den normalen Stoffwechsel sowie die Funktion von Geweben und Organen beeinträchtigt.

Was ist Ama? eine Definition:
Ama entsteht, wenn das Verdauungssystem (Agni) schwach oder gestört ist und die Nahrung nicht vollständig oder richtig verdaut wird. Diese unverdaute Nahrung verwandelt sich in Ama.
Eigenschaften von Ama:
Ama wird als klebrig, schwer, kalt und toxisch beschrieben. Es blockiert die Körperkanäle (Srotas) und stört die normale Funktion der Körpergewebe (Dhatus).
Symptome von Ama:
Müdigkeit, Trägheit
Schweregefühl im Körper
Blähungen und Verdauungsstörungen
Weißer Zungenbelag
Unangenehmer Körpergeruch und Mundgeruch
Zusammenhang zwischen Ama und Übergewicht
Was viele nicht wissen oder sich nicht bewusst machen, die beiden Aspekte Ama und Übergewicht haben sehr viel miteinander zu tun.
Gestörte Verdauung:
Ein geschwächtes Verdauungsfeuer (Agni) führt zur Ansammlung von Ama. Ein ineffizientes Verdauungssystem verarbeitet die Nahrung nicht vollständig, was zu einer Gewichtszunahme beitragen kann.
Blockierte Kanäle (Srotas):
Ama blockiert die feinen Kanäle des Körpers, was zu einer Störung der Nährstoffverteilung und des Stoffwechsels führt. Dies kann zur Ansammlung von Fettgewebe (Meda Dhatu) beitragen.
Stoffwechselverlangsamung:
Ama verlangsamt den Stoffwechsel, was die Verbrennung von Kalorien und Fett beeinträchtigt und zur Gewichtszunahme führt.
Erhöhte Kapha-Dosha:
Ama verstärkt das Kapha-Dosha, das von Natur aus schwer und stabil ist. Ein erhöhtes Kapha-Dosha führt zu einer Neigung zur Gewichtszunahme und Trägheit.

Ayurveda-Strategien zur Reduktion von Ama und Übergewicht
Verbesserung der Verdauung (Agni):
Förderung eines starken und gesunden Verdauungsfeuers durch den Konsum von leicht verdaulichen Lebensmitteln, warmen Speisen und Getränken.
Verwendung von Gewürzen wie Ingwer, Pfeffer, Kurkuma und Kreuzkümmel, die das Verdauungsfeuer anregen.
Reinigung und Entgiftung:
Regelmäßige Entgiftungskuren (Panchakarma) und Fasten unter Anleitung eines Ayurveda-Praktikers.
Vermeidung von Ama-bildenden Lebensmitteln wie schwerer, fettiger, kalter und verarbeiteter Nahrung.
Ernährung:
Verzehr von frischen, saisonalen und natürlichen Lebensmitteln.
Meiden von übermäßigem Konsum von Zucker, Milchprodukten und schwer verdaulichen Speisen.
Regelmäßige Mahlzeiten zu festen Zeiten, um den Verdauungsrhythmus zu stabilisieren.
Körperliche Aktivität:
Regelmäßige Bewegung, um das Kapha-Dosha zu reduzieren und den Stoffwechsel zu fördern.
Praktizieren von Yoga und Atemübungen (Pranayama), um die Verdauung und Entgiftung zu unterstützen.
Stressbewältigung:
Techniken wie Meditation und Achtsamkeit, um Stress zu reduzieren, der das Verdauungssystem schwächen kann.

Aus dem bisher aufgeführten Punkten ist klar ersichtlich: Was dient unserer Gesundheit und was fördert Krankheit. Weiter kann man daraus auch erkennen, wie sehr wir selbst es in der Hand haben, ob wir dem König Krankheit dienen oder dem König Gesundheit.
Ich habe lange Zeit ein Altenheim und Altenpflegeheim geleitet. In dieser Zeit habe ich sehr wohl erkennen können, wer mehr für Gesundheit und wer mehr für Krankheit getan hat – sich meist unbewusst, aber das Resultat ist das Gleiche, ob man es nun unbewusst oder bewusst macht.
In Gesprächen mit den Seniorinnen und Senioren habe ich oft gehört: Warum hat mir das keiner gesagt?
Auch die folgende Aussage kam öfters, dies vor allem von Menschen, die auch in jüngeren Jahren schon nach einer besseren Essens- und Lebensweise gesucht haben: Die Ernährungsgurus, die sind sich ja auch nicht einig, das habe ich einfach so weiter gemacht wie vorher.
Ama ist ein zentrales Konzept im Ayurveda, das sich auf die Ansammlung von Toxinen und unverdaute Nahrung im Körper bezieht. Es spielt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Übergewicht durch die Beeinträchtigung des Verdauungssystems und des Stoffwechsels. Ama ist aber auch die Ursache von den meisten ernährungsbedingten und auch stoffwechselbedingten Krankheitsbildern nach Ayurveda.
Durch gezielte Maßnahmen zur Stärkung des Verdauungsfeuers, Reinigung des Körpers und Förderung eines gesunden Lebensstils kann Ama reduziert und das Risiko von Übergewicht verringert werden.
Sich mehr mit Ayurveda, mit der Ayurveda-Konstitution, mit der Ayurveda-Ernährung und mit den Prinzipien des Ayurveda: wie man im Einklang mit sich und der Natur leben kann – das ist sicher eine Empfehlung, die mehr von dem ins eigene Leben zieht, was uns der Ayurveda schenken möchte: ein langes, gesundes und glückliches Leben.
In meiner Ausbildung „Ayurveda-Ernährungs- und Lebensberatung" habe ich alle wesentlichen Aspekte mit einbezogen, die Grundlage sein können für ein gesundes und glückliches Leben.
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Schulleiter der Schule für Ayurveda Wolfgang Neutzler praktiziert seit 1985 als Heilpraktiker mit Schwerpunkt Ayurveda. Er ist als Autor, Co-Autor, Schulungsleiter sowie Privatdozent für Ayurveda tätig. 

Wolfgang Neutzler liegt es sehr am Herzen, das ganzheitliche Ayurveda Konzept Interessierten Laien und Menschen aus dem Gesundheitsbereich zu vermitteln.
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