In diesem Jahr hat endlich geklappt, was Mario Stevens sich schon in den Vorjahren für den AGRAVIS-Cup in Oldenburg vorgenommen hatte: der Sieg im Preis der AGRAVIS und der regionalen Raiffeisen Genossenschaften, dem Großen Preis von Oldenburg. Insgesamt konnten sich 45 Pferd-Reiter-Paare für den Großen Preis qualifizieren, sieben schafften es ins Stechen. Und da ließ der Reiter vom Reit- und Fahrverein Lastrup nichts anbrennen. Im Sattel seiner zehn Jahre alten Oldenburger Stute Carrie flog Stevens mit einem Riesensatz über das letzte Hindernis und ohne Abwürfe ins Ziel. Die Uhr stoppte bei 35,63 Sekunden.
Damit unterbot er als vorletzter Reiter im Stechen die Bestmarke von 36,44 Sekunden, die Michael Kölz (PSV Leisnig e. V.) mit dem zwölf Jahre alten Holsteiner Cellato bis dato gesetzt hatte. Die weite Anreise aus Leipzig wurde mit einem zweiten Platz im Großen Preis mehr als entschädigt. Für Michael Kölz war der Start beim AGRAVIS-Cup eine Premiere: "Ich war noch nie hier, aber als ich am Donnerstagabend hier ankam, war ich schon begeistert."
Auf Platz drei landete Toni Haßmann mit seinem elf Jahre alten Westfalen Sacramento Gold in 36,8 Sekunden. Mit seinem Hengst gelang ihm im Stechen die vierte Nullrunde des gesamten Turnierwochenendes. "Ich bin super zufrieden, mein Pferd sprang an allen Tagen richtig gut." Das war wohl auch der Grund, warum er sich im Stechen etwas mehr traute: "Ich bin mit diesem Pferd noch nie so ein schnelles Stechen geritten wie heute, aber es hat alles super funktioniert. Ich bin sehr zufrieden."
Für Mario Stevens war es der fünfte Sieg im Großen Preis von Oldenburg. Doch nicht nur das: "Ich habe mein erstes Turnier hier in Oldenburg geritten – das ist nun schon fast 40 Jahre her", verriet er im Anschluss. Alle Reiter auf dem Podium des Großen Preises lobten die guten Bedingungen, die sie beim AGRAVIS-Cup vorfanden, um ihre Pferde vorzustellen. "Es gibt nicht mehr viele nationale Hallenturniere mit so tollen Bedingungen", so Stevens.
Oliver Schulze Brüning, sportlicher Leiter des Turniers, freute sich über das große Interesse der Reiterinnen und Reiter am AGRAVIS-Cup Oldenburg: "Wir hatten dieses Jahr im Springen 80 Starts mehr bei gleicher Ausschreibung als im Vorjahr. Das zeigt einfach, dass das Turnier sehr gut ankommt." Und zwar nicht nur bei den Reitern: Mit 14.500 Zuschauern waren die Ränge nochmal besser besetzt als 2023.
Dem schloss sich auch Michael George, Vorsitzender des Pferdesportverbands Weser-Ems (PSVWE) an. Der Verband war zum ersten Mal Mitveranstalter. "Wir sind begeistert, es herrschen hier beste Bedingungen für den Sport – für die Profis und auch für den Nachwuchs. Wir freuen uns, dass wir dieses Turnier gemeinsam mit AGRAVIS durchführen."
Jan Heinecke, Vorstand der AGRAVIS Raiffeisen AG, betonte die Verbindung des Titelsponsors zum Reitsport: "Wir führen Stadt und Land zusammen und sind im Pferdesport zuhause. Wir fühlen uns mit dem Format und dem Austragungsort sehr wohl."
Interessierter Beobachter bei den Springprüfungen des AGRAVIS-Cups war auch Bundestrainer Otto Becker. "Ich finde es grundsätzlich gut, dass es das Turnier weiterhin gibt und freue mich über den riesigen Zuspruch, den es in diesem Jahr gefunden hat. Ich bin nach Oldenburg gekommen, um zu schauen, wie einzelne Aktive in Form sind", so Becker über seinen Besuch.
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