Zehn Jahre „Wir schaffen das“Ein kritischer Blick aus Sicht der Partei Deutschland im Gleichgewicht

Am 31. August 2015 setzte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem Satz „Wir schaffen das“ ein starkes Zeichen inmitten einer der größten Flüchtlingsbewegungen in der Geschichte der Bundesrepublik. Zehn Jahre später ist es an der Zeit zu bilanzieren: Hat Deutschland die Herausforderungen der Aufnahme und Integration wirklich „geschafft“? Die Partei – Deutschland im Gleichgewicht – nimmt dazu klar Stellung – nüchtern, faktenbasiert, aber ohne naive Schönfärberei.


Die Fakten: Zahlen, Zahlen, Zahlen

Zwischen 2015 und 2023 wurden 2,2 Millionen Erstanträge auf Asyl gestellt, hinzu kommen geschätzte eine Million unregistrierte Schutzsuchende, Familiennachzug und subsidiär Schutzberechtigte. Aktuell leben etwa 3,4 Millionen Flüchtlinge in Deutschland, davon 2,7 Millionen mit anerkanntem Schutzstatus. Gleichzeitig sind viele Kommunen weiterhin massiv überfordert mit der Unterbringung: Nicht selten bleiben Menschen Jahre in Sammelunterkünften, ein großer Teil findet trotz Bemühungen keine eigene Wohnung.

Das Bildungssystem steht vor enormen Herausforderungen: Sprachbarrieren, fehlende Ressourcen und soziale Brennpunkte beeinträchtigen den Lernerfolg von Kindern aus Flüchtlingsfamilien. Nur etwa 70 Prozent schaffen es nach zwei Jahren Vorbereitung in Regelschulen, und der Anteil in Gymnasien ist deutlich geringer als bei deutschen Kindern.

Die Integration in den Arbeitsmarkt verläuft schleppend: Nur rund 46 Prozent der seit 2015 Zugewanderten sind berufstätig, wobei Männer häufiger arbeiten als Frauen. Viele sind in Helferberufen beschäftigt, und fast eine Million erhalten ergänzend Bürgergeld. Die Kriminalstatistik zeigt einen überproportionalen Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger, wobei gesellschaftliche Ursachen wie Armut, Ausgrenzung und Traumata berücksichtigt werden müssen.


Bewertung aus Sicht von – Deutschland im Gleichgewicht –

Die Partei erkennt an, dass Deutschland existenziell nicht an der Größe der Flüchtlingsbewegung zerbrochen ist – ohne Zweifel eine Leistung. Doch die Bilanz ist seit 2015 gemischt und zeigt deutliche Defizite:

  • Viele Kommunen sind überfordert mit der langfristigen Unterbringung und Integrationsinfrastruktur.
  • Das Bildungssystem ist an vielen Orten unzureichend auf die heterogenen Bedürfnisse von Flüchtlingskindern eingestellt.
  • Die Teilhabe am Arbeitsmarkt gelingt nur eingeschränkt, insbesondere für Frauen und Menschen ohne deutschen Abschluss.
  • Die soziale Belastung wächst, und politische Spannungen nehmen in Teilen der Gesellschaft zu, was Radikalisierung und gesellschaftliche Fragmentierung befeuert.

Deutschland im Gleichgewicht sieht den Satz „Wir schaffen das“ als hohen ethischen Anspruch, der aber ohne ein klares Konzept und nachhaltige politische Maßnahmen zögerlich umgesetzt wurde. Das blinde Vertrauen allein hat die reale Komplexität der Integration nicht gelöst.


Forderungen von Deutschland im Gleichgewicht für die kommenden Jahre
  1. Klare Konzeption und Steuerung der Migration
    • Flüchtlingsaufnahme muss besser gesteuert, registriert und koordiniert werden.
    • Eine effektive Begrenzung illegaler Einreisen und besserer Schutz der Außengrenzen ist zentral.
  2. Kommunen stärken – dezentrale und dauerhafte Unterbringung sichern
    • Massive Investitionen in kommunale Infrastruktur, Wohnraum und soziale Dienstleistungen.
    • Ausbau von Integrationsprogrammen und Sprachförderung direkt vor Ort.
  3. Bildungs- und Betreuungssysteme verbessern
    • Mehr Ressourcen für frühkindliche Förderung, Halbtagsbetreuung und individuelle Sprachkurse.
    • Qualifizierte Lehrkräfte mit interkulturellem Know-how und kleinere Klassen in Problembereichen.
  4. Arbeitsmarktintegration intensivieren
    • Anerkennung ausländischer Abschlüsse deutlich beschleunigen.
    • Förderprogramme für Frauen stärken – etwa flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung.
    • Berufsorientierung und Umschulungen gezielt ausbauen, um Fachkräftepotenziale besser zu nutzen.
  5. Gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern
    • Prävention von Parallelgesellschaften durch mehr Begegnungsmöglichkeiten und Sprachprogramme.
    • Maßnahmen gegen Diskriminierung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt gesetzlich verankern und durchsetzen.
  6. Verantwortungsvoll mit kriminalitätsbezogenen Herausforderungen umgehen
    • Konsequente Strafverfolgung kombinieren mit Prävention und sozialer Unterstützung, besonders bei Risikogruppen.

Fazit: Integration ist machbar – aber kein Selbstläufer

„Wir schaffen das“ bleibt ein wichtiges Symbol für Optimismus und Solidarität. Doch zehn Jahre nach dem Satz zeigt sich: Integration ist eine langwierige, komplexe gesellschaftliche Aufgabe, die Planung, Willen und Ressourcen braucht.

„Deutschland im Gleichgewicht“ mahnt zu Realismus, nachhaltigem Handeln und einem technologieoffenen, sozialen Ansatz. Integration gelingt nur, wenn gesellschaftliche Mehrheiten gewonnen werden, und dafür müssen die Lebensbedingungen aller Beteiligten – Einheimische wie Zugewanderte – überzeugend verbessert werden.

Nur so lässt sich die Herausforderung der letzten Jahre in eine langfristige Chance für ein vielfältiges, starkes Deutschland verwandeln.

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Deutschland im Gleichgewicht (DiG) ist eine junge deutsche Bundespartei, die am 31. Mai 2025 in Chemnitz gegründet wurde und sich politisch klar in der Mitte positioniert. Sie sieht sich als Alternative zu den etablierten Parteien wie CDU, SPD, FDP oder den Grünen und betont Werte wie Freiheit, Toleranz, Verantwortung und soziale Gerechtigkeit. Die Partei versteht sich als Brücke zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und will eine Politik gestalten, die sowohl wirtschaftliche Stabilität als auch soziale Ausgewogenheit und Nachhaltigkeit fördert.

Grundsätze und Ziele

Politische Mitte: DiG grenzt sich sowohl von rechtspopulistischen als auch von links-ideologischen Positionen ab und sucht den Ausgleich zwischen wirtschaftlicher Dynamik und sozialer Verantwortung.

Pragmatismus und Dialog: Die Partei setzt auf sachorientierte, lösungsorientierte Politik, die auf Dialog, Realismus und einer starken gesellschaftlichen Mitte basiert.

Nachhaltigkeit und Innovation: DiG fordert Investitionen in Bildung, Innovation und erneuerbare Energien, sieht aber auch die Bedeutung sozialer Infrastruktur und gesellschaftlicher Teilhabe.

Bürgernähe: Bürgerbeteiligung, Transparenz und offene Debatten stehen im Mittelpunkt der Partei-Philosophie.

Regionen im Wandel: Besondere Aufmerksamkeit gilt strukturschwachen Regionen, etwa in Sachsen-Anhalt, wo der Strukturwandel und der Verlust von Industrie und Bergbau große Herausforderungen darstellen.

Abgrenzung und Selbstverständnis
DiG sieht sich als klare Alternative zu Parteien, die Ängste schüren oder auf Abgrenzung statt Integration setzen. Sie betont, dass weder „Weiter-so“ noch „Zurück ins Gestern“ zielführend seien, sondern eine innovative, nachhaltige Politik, die alle Generationen einbezieht. Die Partei fordert eine offene, diverse Gesellschaft, in der Vielfalt als Stärke gilt und jeder seine Potenziale entfalten kann.

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