WARUM IN LUDWIGSHAFEN KEINE KRÄHNE MEHR STEHEN Ein Bericht von Anette Müller 08.03.2023

Als ich mit meiner Bachelorarbeit über Stadtentwicklung in Ludwigshafen begann, wollte ich eigentlich nur den Wohnraumbedarf untersuchen. Doch je länger ich in Akten, Bebauungsplänen und Sitzungsvorlagen las, desto mehr fiel mir etwas anderes auf: In dieser Stadt stehen erstaunlich viele Projekte still.

Mehrere Vorhaben, für die es bereits Entwürfe, Voranfragen oder sogar Wettbewerbe gab, sind seit Monaten eingefroren. Einige sind nie über die Konzeptphase hinausgekommen. Steigende Baukosten, unsichere Finanzierungen und komplizierte Genehmigungsverfahren haben offenbar dazu geführt, dass Investoren zurückhaltend geworden sind.

Ein besonders prägnantes Beispiel ist das Projekt „Tortenschachtel“. Das markante Gebäude galt lange als Symbol für einen möglichen Aufbruch in der Innenstadt. Doch die Planungen scheiterten an Spannungen zwischen Bauträger und Verwaltung. „Man konnte gut sehen, wie man es sich als Investor mit der Stadt verscherzen kann“, sagte mir ein regelmäßiger Beobachter des Bauausschusses. Der damalige Bauträger Timon Bauregie sei in Sitzungen mehrfach undiplomatisch aufgetreten, was die Verfahren zusätzlich belastet habe. Die Projektgesellschaft existiert heute nicht mehr.

Gerade vor diesem Hintergrund wirkten zwei Projekte, auf die ich während meiner Recherche stieß, fast wie Ausnahmen: der Umbau des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes zur neuen Zentrale der Technische Werke Ludwigshafen (TWL) AG sowie der Neubau der Hauptverwaltung der Pfalzwerke AG. Beide wurden in einer Phase umgesetzt, in der die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zwar günstiger waren als heute – aber kaum jemand wagte sich nach Ludwigshafen. Das Image der Stadt galt als Risiko für größere private Investitionen.

Beide Vorhaben galten als städtebaulich prägend und von großem Nutzen für die Stadt. Trotz komplexer Vorgaben, schwieriger Bausubstanz und hoher öffentlicher Aufmerksamkeit wurden sie konsequent geplant und realisiert.

Als Bauherrenvertreter koordinierte Awes Khan aus Hochdorf-Assenheim im Auftrag der Pro Concept Holding AG die Verfahren bis zur Baugenehmigung. „Viele sehen nur den Bauprozess selbst. Doch der eigentliche Engpass liegt meist davor: in der Schaffung von Baurecht“, erklärte mir Khan. Er bringt Erfahrungen aus der Bankenwelt und der Beratung von Bauträgern mit und kennt als Mitglied kommunaler Gremien die internen Abläufe der Verwaltung.

Ein Sachgebietsleiter eines Bauamts sagte dazu: „Hier wird mit allen Beteiligten auf Augenhöhe gesprochen. Das macht vieles einfacher – und verhindert, dass sich Fronten aufbauen, bevor es überhaupt losgeht.“

Auch ein erfahrener Projektentwickler, den ich interviewte, betonte: „Entscheidend ist oft nicht das Kapital, sondern die Kommunikation. Bei diesen beiden Großprojekten wurde kontinuierlich vermittelt, während rundherum alles ins Stocken geraten ist.“

Heute wird Khan in der Region auch als Fachreferent für Immobilienthemen wahrgenommen und ist zugleich als Vorstandsmitglied der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Rheinland-Pfalz in wirtschaftspolitischen Gremien aktiv. Diese Verbindung von Fachwissen und politischem Verständnis scheint einer der Gründe zu sein, warum die beiden Projekte trotz widriger Rahmenbedingungen realisiert wurden.

Auf meine Frage, ob er derzeit neue Projekte anstoße, sagte Khan schließlich: „Momentan ist es nahezu unmöglich, Vorhaben wirtschaftlich umzusetzen. Das tut weh – gerade weil wir Baurechte geschaffen haben und uns freuen würden, wenn gebaut wird. Aber das ist letztlich Aufgabe der Investoren gemeinsam mit ihren Banken.“

Dass es möglich ist, zeigen die TWL- und Pfalzwerke-Projekte – sie sind entstanden, während vieles andere zum Stillstand kam.

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Das Büro bietet fundierte Immobilienbewertungen für bebaute und unbebaute Grundstücke, Spezialimmobilien und Entwicklungsflächen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Begleitung von Projektentwicklungen sowie in der Bauherrenvertretung bis zur Baugenehmigung. Zu den Referenzen zählen u. a. die Hauptverwaltungen der Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) und der Pfalzwerke AG.

Neben der Bewertung übernimmt Khan & Partner auch Beweissicherungsverfahren sowie Beratungen bei Erbschaften, Scheidungen und Unternehmensentscheidungen, bei denen belastbare Immobilienwerte benötigt werden.

Durch ein interdisziplinäres Netzwerk aus Juristen, Architekten und Gutachtern gewährleistet das Büro eine umfassende Expertise. Khan & Partner verbindet langjährige Erfahrung mit regionaler Verankerung in der Metropolregion Rhein-Neckar.

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