Eintracht Braunschweig verschenkt das Zweitliga-Derby gegen Hannover 96

Eintracht Braunschweig verschenkt das Zweitliga-Derby gegen Hannover 96

Autor: Jürgen Roland Keuneke (JURO/ IGC-Sportagentur))

Schon früh im Spiel brachte sich Eintracht Braunschweig im Niedersachsen-Derby im ausverkauften Eintracht Stadion an der Hamburger Straße um die Möglichkeit, um gegen den traditionellen Rivalen aus Hannover noch auf Augenhöhe mitspielen zu können. Eintrachts gefährlichster Stürmer Yardimci ging seinem Gegenspieler Tomiak nach einem Infight übertrieben aggressiv „an die Gurgel“ und wurde folgerichtig daraufhin sofort vom Platz gestellt. Zu zehnt hatten die Löwen gegen eine stark aufspielende Mannschaft aus der Leinestadt keine Chance mehr und verlor die Partie verdient glatt mit 0:3.

Dabei hatte bis zum Platzverweis nach 20 Minuten Eintracht Braunschweig sehr stark begonnen und kam mehr und mehr dazu, Hannover 96 vor Probleme zu stellen. Der BTSV lief sehr gut an und ließ die Roten nicht in ihr Spiel kommen. Von Anfang an ging es bereits recht hart zu, aber der Schiedsrichter bewies bei allen heiklen Aktionen Augenmaß und hatte das Match im Griff. Bei der mehr als unbedachten Tätlichkeit von Yardimci blieb ihm aber keine Wahl. Der Platzverweis für den jungen Braunschweiger nach seiner Tätlichkeit war fällig. "Ich weiß nicht, was zu der Szene geführt hat, ich war nicht dabei. Aber ich kenne Eren und er ist ein sehr kontrollierter Junge. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er ohne Grund aus der Haut fährt", stellte sich BTSV-Keeper Hoffmann später beim Interview noch vor seinen jungen Team-Kollegen. Doch weiteren Mitspielern und dem Trainer Backhaus war das Verhalten von Yardimci doch sauer aufgestoßen. Kapitän Köhler: „Wir werden die Rote Karte intern klären. Jeder hat anhand des Spielverlaufs gesehen, wie schmerzhaft die Karte für uns war, aber öffentlich werde ich da nicht mehr zu sagen“. Trainer Backhaus: „Ich möchte mich erst einmal nur bei den Fans entschuldigen für die Art und Weise, wie wir heute leichtfertig diese rote Karte erhalten. Das ist mit nichts zu entschuldigen. Er darf sich auf so eine Provokation nicht einlassen. Das muss er nun als Lernprozess mitnehmen. In der Phase war die Rote Karte leider spielentscheidend für uns!“

Die junge Braunschweiger Mannschaft ist zwar läuferisch und kämpferisch top, hat aber noch zu viele individuelle Aussetzer und Formschwankungen. Aber nicht nur das führt dazu, dass der BTSV zurzeit zu viele Punkte liegen lässt. Unerfahrenheit und Übermotiviertheit in allen Mannschaftsteilen führt dazu, dass die Mannschaft sich dazu zu oft selbst dezimiert. Denn der Platzverweis von Yardimci ist keine Ausnahme in dieser Spielzeit! Kapitän Köhler äußerte sich nach dem Derby auch zu diesem Dauerthema: „Fünf Rote Karten in zehn Spielen sind in Summe einfach zu viel. Die Hälfte der Spiele in Unterzahl zu beenden kann nicht gut gehen. Wir müssen hier viel disziplinierter werden!“

Trainer Backhaus kritisierte sein blau-gelbes Team aber nach dem verlorenen Derby auch für die vielen unnötigen Gegentore der letzten Zeit. Auch mit nur 10 Spielern wäre das Gros der hannoverschen Torerfolge vermeidbar gewesen. "Wie wir Tore bekommen, das ist ein Muster, dass sich durch die ganze Saison zieht. Hereingaben, die wir schlecht verteidigen, wo wir nicht am Mann sind. Das kann man trainieren, aber muss es dann auch im Spiel umsetzen", ärgerte sich Backhaus. Alle drei Treffer wären nach einer Flanke oder einem Pass von den Außenpositionen in die Mitte gefallen. „Wir haben das intensiv trainiert! Aber mal wieder im Spiel die gleichen Fehler gemacht. Das müssen wir unbedingt abstellen!“

Sturmspitze Yardimci wird nach seiner Tätlichkeit wohl für mehrere Spiele gesperrt werden. Wie kann sich der Braunschweiger Trainer hier einen Ersatz vorstellen? „Wir haben da mehrere Möglichkeiten, um das aufzufangen“, zeigte sich Backhaus optimistisch. „Conteh kann ganz vorne spielen, aber Szabo könnte ich mir auch vorstellen. Obwohl er ein anderer Spielertyp ist als Yardimci. Auch unser talentierter Nachwuchsstürmer Ramzak könnte sein Zweitliga-Debut geben, warum nicht. In der letzten Zeit sammelte er Erfahrung in der U23 oder laborierte an kleineren Verletzungen, ist ja aber wieder dabei.“ Backhaus widersprach zusätzlich den Vermutungen, dass Spielmacher Tempelmann gegen Hannover verletzt ausgetauscht werden musste. „Nein, wir haben ihn aus Vorsichtsmaßnahmen ´runtergenommen. Nach dem Platzverweis war das einfach nicht mehr sein Spiel, weil es auf dem Platz nun für ihn vielversprechende Räume fehlten und das taktische System verändert werden musste. Er ist ja gerade erst aus einer längeren Verletzungspause zurückgekommen, nach der er auch noch nicht bei 100 Prozent ist. Wir brauchen ihn für die nächsten Spiele. Genauso wie unseren Köhli, den unverzichtbaren Taktgeber hinten. Er war auch schon rotgefährdet – daher seine Auswechslung in der zweiten Hälfte. Beide brauchen wir unbedingt für die nächsten wichtigen Spiele!“

Für Braunschweig geht es beim nächsten Auswärtsspiel in Nürnberg und beim folgenden Heimspiel gegen Bochum um direkte Wettbewerber gegen den Abstieg. Hier muss unbedingt gepunktet werden, wenn Löwen-Kapitän Köhler und seine Mannen das Versprechen einlösen wollen, in der Hinserie um die 20 Punkte einzufahren zu wollen. Dies verlangt neben unbedingtem Einsatz für die nächste Zeit aber auch deutlich mehr Disziplin und Cleverness.

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