Weihnachten ohne Drama – Wie du als Familie mit Herz, Humor und Achtsamkeit durch die Feiertage kommst

Von Dr.med. Ulrike Gillert, ganzheitliche Kinderärztin & Psychotherapeutin, Autorin von „Eltern sein – leicht gemacht“ und dreifache Mama

Die stille Weihnachtszeit? Geruhsam? Von wegen!

Es ist Weihnachten.
Die einen Großeltern wollen vom 24. bis zum 26. zu euch kommen, die anderen wollen, dass ihr sie besucht.
Dein Partner oder deine Partnerin hat eigene Vorstellungen und du selbst willst einfach nur, dass endlich mal Frieden herrscht.

Und dann stehst du da, zwischen Erwartungen, Emotionen und dem Gefühl, alles richtig machen zu müssen oder zu wollen.
Viele Familien erleben genau das: Weihnachten als die stressigste Zeit des Jahres. Dabei sollte es doch das Fest der Ruhe und Liebe sein.

Damit dieses Weihnachten anders wird, habe ich für dich und deine Familie drei kurze und wunderschöne Impulse vorbereitet, die dir helfen, mit deinen Liebsten achtsamer, liebevoller und harmonischer durch die Feiertage zu kommen.

Aber zuerst: Lass uns ehrlich hinschauen.
Was bringt uns jedes Jahr wieder aus der Balance und was hilft wirklich?

1. Wenn der Puls steigt: Wie du dich selbst beruhigst

In Familien passiert immer irgendetwas, das uns aufregt: ein Kommentar, du willst schon am 1. Advent alles weihnachtlich machen, deine Partnerin/Partner erst zum 4. Advent, du willst jedes Zimmer schmücken, und er/sie möchte es “schlicht” und dann noch die vielen Vorweihnachtstermine. Und wenn wir es nicht schaffen, uns zu beruhigen, spult sich die Situation “wunderbar” hoch.

Darum lohnt es sich, deine persönlichen Strategien zur Beruhigung vorher zu kennen. Hier sind ein paar einfache, aber erstaunlich wirksame Wege:

Atme bewusst. Drei tiefe Atemzüge durch die Nase, dann durch ein winziges „F-Loch“ langsam ausatmen. Klingt simpel & wirkt magisch. Chillt das ganze System.

Beweg dich. Frische Luft und ein kurzer Spaziergang wirken oft besser als in stressiger Athmosphäre weiter zu streiten oder zu schweigen.

Iss etwas. Ein Apfel oder Obst genügt, denn manchmal braucht unser Nervensystem schlicht Glukose, um wieder klar zu denken.

Musik hilft. Deine Lieblingsplaylist kann dein inneres Chaos sortieren.

Ruf jemanden an. Ein kurzes Gespräch mit einem lieben Menschen kann den emotionalen Nebel lichten.

Tipp: Schreib dir deine „Beruhigungsstrategien“ auf. Am besten sichtbar, greifbar, ehrlich. Denn wenn der Sturm tobt, fällt uns oft nichts mehr ein.

2. Erwartungen, der unterschätzte Weihnachts-Stressfaktor

Erwartungen sind die unsichtbaren Drehbücher unserer Enttäuschungen.
Dein Partner ist traurig, weil er nicht mit seinen Eltern feiern kann.
Deine Kinder sind enttäuscht über die „falschen“ Geschenke.
Die Großeltern sind beleidigt, weil es keinen Kartoffelsalat mit Würstchen gibt.

Was tun?
Sprich rechtzeitig darüber.
Nicht am 24. Dezember, sondern jetzt.

Rede mit deinem Partner oder deiner Partnerin offen darüber, was euch wirklich wichtig ist.
Bezieh die Kinder mit ein. Male ihnen den Ablauf in den schönsten Farben, damit sie sich seelisch vorbereiten können.
Und sprich, ja, auch mit den Großeltern. Erwartungen, die ausgesprochen werden, verlieren ihre Sprengkraft.

3. Grenzen setzen, ohne die Seele zu verletzen

Kennst du das?
Dein Kind ruft im Minutentakt „Mama! Mama! Mama!“ oder „Papa! Papa! Papa!“, während du verzweifelt versuchst, Geschenke einzupacken, Essen zu kochen oder einfach nur durchzuatmen.

Und plötzlich platzt dir der Kragen.

Aber: Jeder Satz, der mit „Du“ beginnt, trifft die kleine (oder große) Seele.
„Du nervst mich!“ – verletzt.
„Du machst mich wahnsinnig!“ – verletzt.

Versuch stattdessen, über dich selbst zu sprechen.
Das ist der Schlüssel zu liebevoller Kommunikation.

Ich brauche jetzt eine Pause.
Ich möchte, dass wir heute noch rausgehen.
Es ist mir zu laut, ich wünsche mir etwas Ruhe.

So bleibst du in Verbindung mit dir selbst und mit deinem Gegenüber.

Weihnachten darf leicht sein.

Wenn wir aufhören, alles perfekt machen zu wollen, entsteht Raum für das, worum es wirklich geht: Verbindung. Nähe. Liebe.

Weihnachten ist kein Projektmanagement, es ist eine Einladung, uns selbst und unsere Familie mit freundlicher Achtsamkeit zu sehen.

Und falls du dir dieses Jahr mehr Gelassenheit, Freude und echte Harmonie wünschst, dann leg gleich los.

Genieße die dunkle Jahreszeit schon jetzt.

Dr. med. Ulrike Gillert
Kinderärztin & Psychotherapeutin
Autorin von „Eltern sein – leicht gemacht”
dreifache Mama
www.ulrikegillert.com info@ulrikegillert.com

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