Die Stadt Dortmund ist bei ihren Schulbau-Projekten mittlerweile deutschlandweit Vorreiterin in Sachen Modulbau. Jüngste Projekte in ALHO-Modulbauweise sind vier innovative Cluster-Schulen, die den Anforderungen an besondere Wandelbarkeit gerecht werden. Eines davon ist der Erweiterungsbau des Heisenberg-Gymnasiums.
Der Erweiterungsbau ist als Cluster-Schule konzipiert und ergänzt die Bestandsschule in westlicher Richtung. Dafür wurde eine frühere Außenfläche der angrenzenden Realschule bebaut. Der Neubau respektiert den Baumbestand im Norden, der eine natürliche Sichtbarriere zur gegenüberliegenden Wohnbebauung bildet.
Für den 3.730 m2 großen, aus drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss bestehenden Neubau wurden 82 Raumodule bei ALHO vorproduziert. Um ein optimiertes Oberfläche-zu-Volumen-Verhältnis zu gewährleisten, das gleichzeitig für einen möglichst geringen Wärmeverlust durch die Außenhülle und die bestmögliche Kompaktheit des Gebäudes sorgt, wählten die Architekten einen quadratischen Gebäude-Grundriss. Auf jeder Etage entsteht eine klare Cluster-Mitte, die von den Erschließungskernen eingerahmt wird. Die Lern-Cluster selbst werden unterschiedlichen pädagogischen Ansprüchen gerecht: Instruktions- und Lernphasen allein, zu zweit oder in Kleingruppen können in den zur Cluster-Mitte verglasten Unterrichtsräumen im Klassenverband stattfinden. Innerhalb der Cluster ist zudem klassenübergreifendes Lernen möglich.
Insgesamt bieten die Cluster sehr viel Flexibilität für einen vielseitigen Unterricht und sind miteinander „vernetzt“, wie die Architekten von futur.drei erklären: „Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Cluster auszubilden. Fast immer gehören dazu: Klassenräume als Rahmen und die Cluster-Mitte, die eigentlich eine Erweiterung der Klassenräume ist. Die Cluster-Mitte übernimmt dabei keine spezielle Aufgabe, sondern dient dazu, die Räume miteinander bestmöglich zu verbinden.“
Und wenn doch einmal Frontalunterricht gewünscht ist, ist das auch kein Problem: „Beim Heisenberg-Gymnasium haben wir Fenster integriert, die eine Sichtlinie zwischen zwei Klassenräumen durch die Cluster-Mitte bilden. Wie die Lehrerschaft aber mit diesen Fenstern, mit dem Raum an sich umgeht, ist flexibel: Ob das Fenster wirklich nur als Fenster genutzt, Tafel oder fürs Brainstorming mit Post-it-Zetteln einsetzt wird, ist ganz individuell.“
Team-Stationen und Differenzierungsräume fördern den Austausch zwischen Schülern und Lehrern zusätzlich. Flexible Lernräume und offene Lernbereiche passen sich an die unterschiedlichen Unterrichtsformen und Bedürfnisse der Schülerschaft an. Lernorte gehen in Begegnungsräume, Differenzierungsräume, offene Bereiche und Veranstaltungsräume über. Die hochmoderne technische Ausstattung eröffnet eine Vielfalt digitaler Lern- und Unterrichtsmethoden und eine vollständig barrierefreie Gestaltung sorgt dafür, dass alle Schülerinnen und Schüler Teil der Gemeinschaft sein können.
Ein Lichthof erhellt das Gebäudeinnere. Er bildet das Pendant zum Labor-Garten – einer „Grünen Mitte“ für die Unterrichts-Cluster – und versorgt auch die im Erdgeschoss liegenden Fach-Cluster-Mitten mit Tageslicht. Frische Luft, ein angenehmes Raumklima und ergonomische Möbel fördern Gesundheit und Wohlbefinden der Lehrer- und Schülerschaft. Mit dem Gründach schaffen die Architekten einen ökologischen Ausgleich für die neu versiegelte Bodenfläche. Begrünte Fassaden und Innenhöfe holen die Natur in die Cluster-Schule, erneuerbare Energien und nachhaltige Baustoffe wie grüner Stahl, der beim Heisenberg-Gymnasium erstmals in Deutschland in einem Modulgebäude zum Einsatz gekommen ist, schützen sie.
Pionierarbeit in Sachen „grüner Stahl“
Das Heisenberg Gymnasium ist die erste Modulbauschule in Deutschland, bei der Raumtragwerke aus „grünem Stahl“ der Marke Nexigen® von Kloeckner Metals Germany zum Einsatz kamen. Dabei handelt es sich um CO₂-reduzierten Stahl. Dieser entsteht zum einen durch die Verwendung von 100% Stahlschrott, sodass keine neuen Rohstoffe entnommen werden. Des Weiteren ermöglicht die Herstellung im Elektrolichtbogenverfahren – das Schmelzen bei niedriger Temperatur ohne die Zugabe von Koks und die daraus resultierenden Treibhausgase – die massive Reduktion der CO₂-Emissionen. Beim für den Bau des Heisenberg-Gymnasiums eingesetzten Stahl bedeutet dies eine konkrete Einsparung von 662 kg CO₂-Äquivalente pro t Stahl. Damit reduzieren sich die CO₂-Äquivalente bei der Herstellung des Modulgebäudes um absolut 316 t oder rund 30% im Vergleich zu Massivbau.
„Mit dem Einsatz von grünem Stahl, den ALHO beim Heisenberg Gymnasium initiiert hat, gehen wir neue Wege bei der Modulherstellung, die bei uns zukünftig Standard werden sollen“, erklärt ALHO-Geschäftsführer Peter Orthen.
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