Handreichungen: Chancen und Risiken von Biodiversity Credits und Nature-based Solutions

Der Zustand der Natur und damit die Grundlage unseres Lebens verschlechtert sich zunehmend. Umso dringlicher ist es, die Ursachen und Treiber des Verlusts biologischer Vielfalt zu adressieren und zugleich geschädigte Ökosysteme wiederherzustellen. Zunehmend rücken vor allem für Letztgenanntes Nature-based Solutions (NbS) und Biodiversity Credits als mögliches Finanzierungsinstrument in den Fokus. Das Fair Finance Institute, ein Think-and-Do-Tank für ein faires und nachhaltiges Geld- und Finanzsystem, möchte mit heute veröffentlichten Handreichungen zu beiden Ansätzen eine reflektierte und konstruktiv-kritische Debatte zu Mitteln und Wegen unterstützen.

Die Texte sollen eine grundlegende inhaltliche Orientierung zu NbS und Biodiversity Credits bieten und den Einstieg in dieses Themenfeld unterstützen. Sie beleuchten dabei besonders die Perspektiven und Herausforderungen, die sich für Länder des Globalen Südens ergeben. Enthalten sind sowohl einordnende Hintergrundinformationen als auch Definitionen, Beispiele und Leseempfehlungen. Im Zentrum stehen jedoch Überblicke zu den Chancen und Potenzialen einerseits sowie den Risiken und Grenzen andererseits. Denn wer sinnvoll und wirksam mit der Biodiversitätskrise umgehen will, muss sorgfältig hinschauen, Argumente abwägen, um dann Herausforderungen erkennen und aktiv angehen zu können.

Die Handreichungen richten sich an Fachleute aus der Finanz- und Realwirtschaft sowie an Interessierte aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft. In beide Texte sind zudem Erkenntnisse aus zwei Workshops eingeflossen, die das Fair Finance Institute im Herbst dieses Jahres in Berlin ausrichtete. Das Projekt Chancen und Grenzen von Biodiversity Credits und Nature-based Solutions, in dessen Rahmen die beiden Handreichungen entstanden sind, wurde von Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie durch die GLS-Bank-Stiftung gefördert.

Gesa Vögele, geschäftsführende Gesellschafterin:

Die Biodiversitätskrise erfordert entschlossenes Handeln. Entscheidend ist hierfür die Frage, welche Mittel sich in welcher Form am besten eignen. Daher ist es bedeutsam, konkrete Maßnahmen wie Nature-based Solutions und die derzeit intensiv diskutierten Biodiversity Credits möglichst sorgfältig zu analysieren. Die Handreichungen sollen hierzu einen Beitrag leisten und gleichermaßen die Chancen und  Potenziale sowie die Risiken und Grenzen in den Blick nehmen. Darüber hinaus ist es essenziell, mögliche Auswirkungen auf die globale nachhaltige Entwicklung, weltweite Ungleichheit und bestehende Machverhältnisse mitzudenken.

Weiterführende Informationen

Veröffentlicht von:

Fair Finance Institute

Montpellierstraße 10
69115 Heidelberg
Deutschland

Ansprechpartner(in): Gesa Vögele
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Das Fair Finance Institute (FaFin) ist ein gemeinnütziger Think-and-Do-Tank. Es setzt wissenschaftliche Projekte und Forschungsvorhaben für die sozial-ökologische Transformation des Geld- und Finanzsystems in möglichst trans- und interdisziplinärer Arbeitsweise um. Darüber hinaus bietet es Informationen und Weiterbildungen an, erstellt Publikationen und richtet eigene Veranstaltungen aus. FaFin wirkt an der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft und erarbeitet Lösungsansätze in Kooperation mit lokalen, nationalen und internationalen Organisationen. Sitz des FaFin ist Heidelberg. Es verfügt zudem über eine Niederlassung in Berlin.

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