Eintracht Braunschweig belohnt sich nicht beim Remis gegen Holstein Kiel
Autor: Jürgen Roland Keuneke (JURO/ IGC-Sportagentur))
Einsatz, Spielfreude und Taktik stimmten in der 2. Bundesliga bei Eintracht Braunschweig beim Heimspiel kurz vorm Weihnachtsfest an der Hamburger Straße vor fast 20.000 Zuschauern gegen Holstein Kiel. Nur wollte der Ball, den besonders Rechtsaußen Conteh mehr als oft bis an den Fünfmeterraum des Gegners gedribbelt hatte, einfach nicht über die entscheidende Torlinie. So musste ein Elfmeter von Aydin herhalten, um die Führung für die Löwen zu erzielen. In einem kurzen Zeitfenster, in dem der BTSV durch eine ungerechtfertigte rote Karte nur mit 10 Spielern agiere musste, gab es kurz vor der Pause aber noch das Kieler Ausgleichstor. Das 1:1-Unentschieden hatte dann schließlich bis zum Ende der Partie Bestand, weil die Eintracht als bessere Mannschaft beste Torchancen einfach nicht zu nutzen wusste. Auch Holstein kassierte dabei in der zweiten Halbzeit einen Platzverweis.
Eintracht Braunschweig hatte sich nach dem Heimsieg gegen den 1.FC Kaiserslautern vorgenommen, auch gleich das nächste Spiel vor eigenem Publikum zu gewinnen und den Punktestand kurz vorm Weihnachtsfest deutlich zu erhöhen. Zudem wäre das Team mit einem Sieg am neuen Gegner Holstein Kiel tabellarisch vorbeigezogen. BTSV-Trainer Backhaus musste kurz vor dem Spiel neben den Langzeitverletzten auch noch auf seinen erkrankten Kapitän Köhler und beide Linksverteidiger Bell Bell (Oberschenkelverletzung) und di Michele Sanchez verzichten. So musste der für das defensive Mittelfeld vorgesehene Aydin auf der linken Seite agieren – und Räbiger kam auf dessen Position nach langer Verletzungspause zu seinem ersten Einsatz von Anfang an. Allerdings konnte auch Holstein-Coach Rapp nicht auf seinen gesamten Kader zurückgreifen.
Das Spiel nahm schnell Fahrt auf und sah ein flott agierendes Löwen-Team. Allerdings ergab sich nach langer Spielunterbrechung (aufgrund intensivem Einsatz von Pyrotechnik aus beiden Fan-Lagern) die erste Torchance für die Kieler. Außenverteidiger Tolkin passte hier als Assitgeber zentral in den Strafraum, wo Ivezic im Liegen den Ball rechts am Tor vorbeischoss. Ansonsten standen beide Defensivreihen sicher und ließen im Strafraum keine gefährlichen Aktionen zu. In der 24. Spielminute ging dann der BTSV durch einen sicher verwandelten Handelfmeter durch Aydin in Führung, der statt sich den schon ballsichernden Marie am Elfmeterpunkt antrat. Tolkin war kurz vorher der Ball bei einer Abwehraktion der Ball an den ausgestreckten Arm gesprungen, als Braunschweigs Rechtsverteidiger Gomez einen langen Einwurf umgesetzt hatte. Kurz danach wäre auch noch eine 2:0-Führung möglich gewesen, als Heusser einen Freistoß ins Strafraumzentrum beförderte, wo Eintrachts linker Innenverteidiger Frenkert den Ball völlig freistehend über das Kieler Tor köpfte. Der gleiche Spieler stand dann erneut in der 43. Minute im Mittelpunkt des Spielgeschehens, als er vor dem eigenen Strafraum bei einer Grätsche gegen Kiels Kapralik zu spät kam. Der Schiedsrichter wertete die Aktion trotz aller Proteste und ohne VAR-Eingriff als rotwürdige „Notbremse“, obwohl noch zwei Braunschweiger Verteidiger hinter ihm platziert waren und von denen gleichzeitig Abwehrchef Nkoa gleichzeitig von einem Kieler Spieler gefoult wurde.
Eintracht Braunschweig ließ sich vom Platzverweis aber erst einmal nicht beeindrucken und kam selbst zur nächsten eigenen großen Torchance. Der nach der roten Karte als Rechtsverteidiger agierende linke Außenstürmer Conteh, von Spielanfang an der beste und auffälligste Spieler auf dem Platz, spielte sich dabei einmal wieder auf seiner Seite ohne großen Kieler Widerstand durch und setzte dabei sehenswert Aydin im Zentrum ein. Doch der setzte das Leder noch knapp am Kasten von Torwart Krumrey vorbei. Wegen der Pyro-Unterbrechung, die das Spiel bereits zu Anfang unterbrochen hatte, gab es eine Nachspielzeit von 10 Minuten. Die nutzte dann Holstein Kiel in Überzahl zum Ausgleich, als sich die Eintracht einem Moment unkonzentriert zeigte. Ivezic konnte ungestört flanken und Niehoff hatte im Zentrum keine Mühe, den hier chancenlosen BTSV-Keeper Hoffmann zu überwinden (45. + 6). Mit dem 1:1-Unentschieden ging es in die Pause.
Trotz Unterzahl spielte die Eintracht gegen 11 Kieler – die sich nun natürlich viel vorgenommen hatten – nach dem Pausentee auf Augenhöhe. Allerdings wurde 6 Minuten nach Wiederanpfiff die Mannstärke auf dem Platz durch den Schiedsrichter wieder gleichgestellt. Er schickte Kiels Rosenboom mit Rot zum Duschen, als der – vorher schon mit dem gelben Karton belastet – bei einem Duell mit Conteh Braunschweigs Außenbahnflitzer ins Gesicht geschlagen hatte. In der nächsten Aktion (57.) – einem sehenswerten Dribbling und Doppelpass mit Aydin – war Conteh dann wieder frei vor Torwart Krumrey. Der klärte aber bravourös mit dem Fuß! Braunschweig spielte in Folge weiter dominant, betrieb aber immer wieder großen Chancen-Wucher. Besonders zwischen der 60. und 75. Minute schwamm die Kiel-Defensive bedenklich. In der 74. Minute schickte Marie seinen Außen Conthe mit einem überlegten Pass, der kam am Strafraum trickreich an mehreren Gegenspielern vorbei und spielte durch auf Yardimci, der in bester Position aber seinen Abschluss verzog.
Das hätte sich beinahe in der 83. Minute gerächt, als Kiels Therkelsen auf der rechten Seite durchkam, aber den Ball knapp links an Hoffmanns Tor vorbeischob. Eine Minute vergaben noch einmal Conteh und Heußer die letzten Braunschweiger Möglichkeiten. Heußers Geschoss zischte dabei denkbar knapp über die Latte. Krumrey wäre hier chancenlos gewesen. Auch in der fünfminütigen Nachspielzeit fiel dann kein weiterer Treffer mehr. Beide Teams scheuten hier dann auch, „all in“ zu gehen. Waren schließlich mit dem 1:1-Remis zufrieden. Zum Jahresabschluss will die Eintracht nun beim anstehenden Auswärtspiel gegen den direkten Abstiegs-Wettbewerber Dresden endlich einmal alle Chancen nutzen, um einigermaßen ruhige Festtage genießen zu können.
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