Animal Health im Spannungsfeld zwischen Natürlichkeit, Kontrolle und steigenden Ansprüchen

Die Anforderungen von Hundehaltern an Produkte rund um Tiergesundheit steigen, und mit ihnen die Erwartungen an Anbieter im Bereich Animal Health. Der aktuelle Rudelreport® widmet sich erstmals umfassend dem Themenfeld Fell- und Körperpflege und beleuchtet auf Basis einer repräsentativen Studie, wie sich Einstellungen, Bedürfnisse und Prioritäten von Tierhaltern verändern.

Tiergesundheit als emotionales und funktionales Kernmotiv

Bereits die vorangegangenen repräsentativen Studien haben gezeigt: Im Zentrum von Entscheidungen im Bereich der Haustierhaltung steht das eigene „gute Gefühl“. Dieses umfasst z.B. die Kontrolle über wichtige Themen wie Gesundheit, Ernährung oder Körperpflege. Hundehalter möchten aktiv dazu beitragen, das Wohlbefinden ihres Tieres zu sichern und empfinden Selbstwirksamkeit als entscheidenden Faktor.

Gesundheit ist deswegen längst nicht mehr nur ein rationales Thema, das man dem Tierarzt überlässt. Sie ist emotional aufgeladen und eng mit dem eigenen Wertesystem verbunden. Halter bewegen sich häufig im Spannungsfeld zwischen Handlungsdruck und dem Wunsch, „das Richtige“ zu tun.

Natürlichkeit gewinnt an Bedeutung – Skepsis gegenüber zu invasiven Lösungen

Innovative Produkte sind zwar reizvoll und machen neugierig. Ausprobiert werden sie vom Gros der Tierhalter aber nur, wenn sie verständlich, niedrigschwellig und mit klar erkennbarem Nutzen verbunden sind. Zu experimentelle oder als invasiv wahrgenommene Produkte stoßen hingegen mehrheitlich auf Zurückhaltung.

Bereits im Ernährungsbereich zeigt sich ein klarer Trend zu Clean Label und Natürlichkeit. Dieses Bedürfnis erkennt man in der aktuellen Studie auch bei Pflegeprodukten: Für einen relevanten Anteil der Halter ist Natürlichkeit eine zentrale Produkteigenschaft. Insbesondere dann, wenn Produkte in engem Zusammenhang mit Haut, Fell und sensiblen Körperbereichen stehen, steigt die Sensibilität gegenüber Inhaltsstoffen und wahrgenommener „Aggressivität“.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass pharmakologisch wirksame Produkte zwar akzeptiert werden, jedoch zunehmend erklärungsbedürftig sind. Tierhalter möchten verstehen, was ein Produkt bewirkt, und sie möchten selbst entscheiden. Das wiederum führt zu steigenden Anforderungen an Tierärzte und Anbieter von Gesundheitsprodukten.

Kontrolle statt Black Box

Ein zentrales Motiv bleibt das Bedürfnis nach Kontrolle. Halter möchten Entscheidungen bewusst treffen, Routinen selbst gestalten und Produkte auswählen, die sie nachvollziehen können.

Das bedeutet für Animal-Health-Unternehmen: Transparenz, verständliche Kommunikation und klare Nutzenargumentation werden zu entscheidenden Erfolgsfaktoren. Produkte dürfen wirksam sein, sollten jedoch nicht als Black Box wahrgenommen werden. Und wichtig ist am Ende wieder das „gute Gefühl“ der Halter.

Implikationen für Animal-Health-Unternehmen

Der neue Rudelreport® macht deutlich: Steigende Ansprüche bedeuten nicht automatisch eine stärkere Premiumisierung, sondern vor allem das Gefühl der eigenen Kontrolle.

Tierhalter recherchieren, vergleichen und hinterfragen. Sie wollen Verantwortung übernehmen und die Gesundheit ihres Hundes aktiv mitgestalten. Für Anbieter im Bereich Tiergesundheit und Tierpharma eröffnet das Chancen, wenn Produkte als unterstützend und nicht als dominierend wahrgenommen werden.

Der vollständige Rudelreport 2026/1 zum Thema „Fell- und Körperpflege“ liefert detaillierte Fakten und Analysen sowie psychologische Insights für Unternehmen aus Animal Health, Tierpharma und Heimtierbedarf.

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