Eintracht Braunschweig springt durch Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf mit neuem Trainer auf Platz 13
Autor: Jürgen Roland Keuneke (JURO/ IGC-Sportagentur)
Der BTSV gewann sein Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf unter Leitung des neuen Trainers Lars Kornetka vor rund 21600 Zuschauern zwar nur knapp mit 1:0 durch ein erneutes Tor von Mittelfeldmotor Heußer, zeigte aber insgesamt die beste Saison-Leistung und begeisterte die eigenen Fans besonders in der zweiten Halbzeit mit guter Defensivarbeit, flüssigen und überraschenden Kombinationen und sehr viel aussichtsreichen weiteren Torchancen. Je ein Tor auf beiden Seiten wurden nach VAR-Eingriff aufgrund von Abseitsstellungen nicht gegeben. Die Eintracht machte mit dem Sieg in der Abstiegszone Boden gut und rückte damit tabellarisch dicht an die Mannschaft von Fortuna Düsseldorf heran, die von der Dynamik des Eintracht-Auftritts einfach überfordert war.
Konetka, der unter der Woche von der Eintracht als neuer Trainer vorgestellt wurde und den entlassenen Coach Backhaus beerbte, hatte nur wenige Trainingseinheiten Zeit gehabt, sich einen Eindruck von seinem aktuellen Team zu machen. Bei seinem ersten Spiel wechselte er gegenüber dem Unentschieden in Paderborn (noch unter Backhaus) 5 Mal und änderte das gewohnte System mit Dreierkette auf Viererkette in einem 4-2-3-1-System – doppelte damit die Außenpositionen. Damit reagierte er auch auf den kurzfristigen Ausfall von Frenkert und dem dadurch sehr dünnen Angebot von spielfähigen Innenverteidigern. Abwehrchef Nkoah war ebenfalls wegen seines Platzverweises in Paderborn gesperrt. Trotzdem gab es für ihn eine recht überraschende Nachricht: Stamm-Torwart Hoffmann meldete sich recht überraschen spielfähig, so dass dadurch auch der eigentliche Kapitän nach seiner Hüftverletzung wieder dabei sein konnte, um seine neue Defensivreihe auf dem Platz anweisen zu können. Neu im Spiel waren in der Innenverteidigung Hoti, als rechter Verteidiger Sanchez und im Mittelfeld Flick und Heußer von Beginn des Spieles an. Aydin rückte von der Sechser-Position auf den defensiven rechten Außenverteidigungs-Posten der neuen Abwehr-Viererkette. Fortuna Düsseldorfs Trainer Anfang war ebenfalls zu Änderungen gezwungen gegenüber dem letzten 1:0-Erfolg im Heimspiel gegen Nürnberg. Die Verletzten Itten, Lenz und Azzouzi musste er durch Daland, Ljubicic und Alexandropoulos ersetzen.
Früh, bereits in der 4. Minute des Spiels, machte sich die harte Gangart der Fortuna bemerkbar, als es bereits die erste gelbe Karte für Düsseldorf gab: Der wuselige Löwe Gomez konnte nur durch ein Foul am Durchbrechen gehindert werden. Zwei Minuten später bekam Eintracht einen Freistoß vor dem Strafraum zugesprochen, den Sanchez aber etwas ungenau ausführte. Kurz danach kam dann, wer auch anders, Gomez für die Eintracht am gegnerischen Strafraum zum ersten Abschluss. Fortuna-Keeper Lotka war aber auf dem Posten und entschärfte den Schuss. Düsseldorf brauchte einige Zeit, um ins Spiel zu finden. Doch gleich die erste Chance des Anfang-Teams sorgte kurz für bange Momente beim Eintracht-Publikum. Als in der 13. Spielminute Eintracht zu hoch aufgerückt war, überspielten die Fortunen geschickt die letzte Löwen-Kette. Ljubicic setzte sich zudem im 1:1 sehenswert gegen die letzten Verteidiger durch, schlug einen Haken und lupfte den Ball über den herauskommenden BTSV-Keeper Hoffmann ins Tor. Nach kurzer Wartezeit mit VAR-Begutachtung wurde der Treffer aber zurückgenommen. Ljubicic selbst hatte vor seinem Torschuss selbst im Abseits gestanden.
Im mittlerweile ausgeglichenen Spiel entwickelte jetzt Düsseldorf deutlich mehr Gefahr als das Löwen-Team. In der 20. Minute wäre aber die Braunschweiger Spitze Yardimci nach Flanke von außen fast zu einem Kopfball gekommen vorm gegnerischen Fünfer, aber Keeper Lotka war sicher mit den Händen vorm hochsteigenden Löwen am Ball.
Eintracht beam jetzt immer mehr Spielanteile, auch wenn sich Fortuna noch einmal durch Ljubicic und einem gefährlichen Schuss auf das BTSV-Tor bemerkbar machte (21.). Der Ball strich aber glücklicher Weise aus Löwen-Sicht an Hoffmanns Kasten vorbei ins Aus.
Danach war nur noch die Eintracht am Drücker. In der 23. Minute spielte sich Gomez sehenswert rechts in den Fortuna-Strafraum durch und passte nach innen, wo ein recht gefährlicher Abschluss durch Yardimci zustande kam. Immer wieder beeindruckte die Eintracht zu dieser Zeit besonders mit dem Spiel über die linke Seite, auf der neben Linksaußen Gomez auch Außenverteidiger Sanchez überzeugte. So wurde es in der 24. Minute noch einmal für die Fortuna über Sanchez und Heußer brandgefährlich.
Um die 32. Spielminute stand die Fortuna-Abwehr mehrmals vor sehr brenzligen Situationen um und im eigenen Strafraum. Allerdings kam der BTSV trotz schöner Kombinationen und Ideen nicht zum Abschluss. Besonders in der 37. Spielminute stand dann wieder Düsseldorfs Keeper Lotka im Mittelpunkt! Er lenkte mit einer großartigen Parade einen direkt getretenen Freistoß der Eintracht durch Aydin über die Latte ins Tor-Aus.
In der fünfminütigen Nachspielzeit startete die Fortuna mehrere Angriffsversuche, da sich der BTSV ein wenig zurückzog, um mit dem Remis in die Halbzeitpause zu gehen. Es blieb aber beim torlosen Unentschieden beim Pfiff zum Halbzeit-Tee.
Da Löwen-Trainer Kornetka mit der Gefährlichkeit seiner Spitze Yardimci und des Rechtsaussens Opoku nicht zufrieden war, wechselte er dafür gleich zu Anfang der 2. Halbzeit Mijatovic und Ranos ein. Braunschweig agierte dadurch in der Offensive gleich wirklich druckvoller und erspielte sich Chance um Chance. In der 62. Minute trug das Früchte, als Braunschweigs Achter Heußer auf Mijatovic passte, der einen Zweikampf auf der rechten Seite des Fortuna-Strafraums gewann und den Ball auf den in den Strafraum durchgebrochenen Heußer durchspielte. Der Mittelfeldmann schoss volley ins lange Eck des Tores, so dass Keeper Lotka hier die Führung nicht mehr verhindern konnte. Bereits vier Minuten später schienen die Löwen gleich zum 2:0 nachzulegen. Nachdem nach schönen Kombinationen Aydin einen nicht erfolgreichen Abschluss am Strafraum versuchte, war es hier wieder Mijatovic, der den Abpraller auf Sanchez passte. Der wuchtete – vor dem Strafraum stehend – den Ball unwiderstehlich in den Fortuna-Kasten. Mijatovic hatte aber zuvor bei seinem Assist minimal im Abseits gestanden. Auch hier hatte sich der VAR eingeschaltet – der Treffer zählte nicht.
In der 73. Minute beteiligte sich Mijatovic von rechts im Fortuna-Strafraum mit einem mehr als aussichtsreichen Schuss nach Vorlage von links (wieder Sanchez) an weiteren Versuchen, das Spiel endgültig für die Eintracht zu entscheiden. Doch statt des Tores traf er nur das rechte Außennetz. Zwei Minuten später raufte sich der neue Löwen-Rechtsaußen Ranos die Haare, weil Egouli seinen Schuss vor der Linie für seinem hier bereits geschlagenen Keeper Lotka rettete. Erst in der 86. Minute setzte Düsseldorf wieder ein Achtungszeichen in Person von Muslija, der äußerst knapp am Braunschweiger Tor vorbeischoss. Hoffmann im Tor des BTSV wäre geschlagen gewesen.
Mit der sechsminütigen Nachspielzeit wurde für das Eintracht-Publikum nun die Zitterphase ziemlich lang, ob die Eintracht den knappen Vorsprung über die Zeit bringen würde. Beinahe hätte Egouli in der dritten Minute der „Verlängerung“ wirklich den Ausgleich markiert, aber Torwart Hoffmann hielt mit einer spektakulären Parade die 3 Punkte für die Eintracht fest. Die letzte Eintracht-Chance im Spiel vereitelte sein Gegenüber Lotka, als der spät eingewechselte Sane kurz vor dem Abpfiff vorm Fünfer zum Schuss kam. Somit blieb es beim wichtigen Sieg des BTSV, der im nächsten Spiel freitags zum Niedersachsen-Derby nach Hannover fahren muss. Erst am nächsten Sonntag trifft Düsseldorf auf Hertha BSC und muss nun aufpassen, bei einem Misserfolg nicht richtig wieder in die kompakte Abstiegszone zu geraten.
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