Startup School Cup 2026: ideenreicher Auftakt am Viscardi-Gymnasium Fürstenfeldbruck

Germering, 20. März 2026. In einem äußerst spannenden Wettbewerb zwischen den Klassensieger-Teams wurden vor einer Jury aus erfahrenen Wirtschaftsexperten neue Geschäftsideen im Stil einer TV-Gründershow präsentiert. Das siegreiche Team qualifizierte sich für das Regionalfinale am 7. Juli 2026 im Veranstaltungsforum Fürstenfeld. Ein weiteres Regionalfinale findet am 23. Juni im Stadttheater Landsberg statt. Der Startup School Cup (www.startupschoolcup.de) ist eine Initiative von Gymnasien und der regionalen Wirtschaft in Bayern. Ziel ist es, den Kompetenzaufbau im Fach Wirtschaft und Recht zu stärken, insbesondere durch die Bereitstellung von Coaches sowie die Durchführung praxisnaher Pitch-Wettbewerbe.

Der Startup School Cup zieht immer weitere Kreise. Inzwischen nehmen 15 Schulen aus sechs oberbayerischen Landkreisen sowie der Landeshauptstadt teil, so dass es erstmals zwei Finals geben wird. Als erste Schule hat das Viscardi-Gymnasium sein Schulsiegerteam gekürt. Die siegreichen Teams aus den Wettbewerben der fünf 10. Klassen traten am 16. März in der Aula des Gymnasiums an, um vor einer sechsköpfigen Jury und einem zahlreich erschienenen Publikum um den Sieg zu kämpfen. 15 Minuten standen jedem Team zur Verfügung, um seine Idee in verschiedenen Dimensionen, wie Problemlösung, Wettbewerbsvorteil, Go-to-Market, Stärken-Schwächen-Analyse, Kalkulation, etc. zu präsentieren.

Begleitservice auf unsicheren Wegen

In einem intensiven Pitch-Wettbewerb errang eine Mädchengruppe aus der Klasse 10b den Sieg. Das perfekt organisierte Team – sogar die Spickzettel für die Präsentation waren mit der neu kreierten Marke „Chary“ designt – stellte ein komplett durchgearbeitetes Konzept vor: Über eine App können Personen, die sich etwa beim abendlichen Nachhauseweg von der S-Bahn oder auf anderen Strecken unsicher fühlen, einen Begleitservice in Anspruch nehmen. Wer einen Service anbieten will, durchläuft einen Sicherheits-Check und kann sein geprüftes Profil entsprechend seinem Angebot gestalten. Das Nachfragepotenzial wird vor allem bei Frauen gesehen (im Großraum München leben 450.000 weibliche Personen ab 15 Jahren), während auf der Angebotsseite u.a. Studierende (in München etwa 140.000) in Frage kommen, für die ein Verdienst von 20 Euro/Stunde abzüglich ca. 30 Prozent App-Gebühr ein attraktiver Nebenjob sein könnte. Das in allen Dimensionen schlüssig vorgetragene Konzept lag am Ende knapp vorne.

Hightech für Hilfsorganisationen

Härtester Mitbewerber war das Team Elastotech mit einer naturwissenschaftlich geprägten Geschäftsidee, um das zuletzt in der Corona-Krise ins Blickfeld gerückte Problem der Kühlung von Impfstoffen und Medikamenten zu lösen. Oft ist es nicht möglich, die Kühlkette unterbrechungsfrei in allen Weltregionen zu gewährleisten. Das Team hat ein Konzept für Kühlboxen entwickelt, mit denen durch Nutzung von Elastokalorik eine akkubetriebene Kühlung über lange Zeiträume und Strecken realisierbar ist. Dabei werden Kunststoffe verwendet, die sich unter mechanischer Belastung und Entlastung erwärmen und abkühlen. Das Team veranschaulichte mit KI-generierten Fotos, wie Kühlboxen verschiedener Größen aussehen könnten, präsentierte geeignete Entwicklungs- und Produktionsstandorte und stellte eine überzeugende Strategie für die Vermarktung und den Vertrieb an Hilfsorganisationen weltweit vor.

Auch die drei anderen Teams, die ja bereits erfolgreich im Wettbewerb in ihren Klassen waren, präsentierten spannende Geschäftsideen:

  • Fitness-App, die ein Zyklus-basiertes Training für Frauen ermöglicht
  • App für Kulturinteressierte, in der auch lokale Veranstaltungen aufgeführt werden
  • Fahrkarten-App, die einen – sämtliche 60 ÖPNV-Tarifsysteme übergreifenden – Ticketkaukauf deutschlandweit ermöglicht

Bestens bewährt hat sich bei der Auswertung die neu entwickelte Bewertungs-App, mit der die Jury ihre Bewertungen komfortabel und sicher vornehmen konnte und das Ergebnis nach Abschluss der Präsentationen automatisch vorlag.

Jürgen Biffar, Vorstand der Stiftung Digitale Bildung und Mitinitiator des Startup School Cups: „Der Auftakt für die Pitch-Wettbewerbe im Viscardi-Gymnasium verlief aus meiner Sicht großartig. Die Vielfalt und detaillierte Ausarbeitung der Geschäftsideen war begeisternd. Ich freue mich sehr darüber, dass die neue Bewertungs-App einwandfrei funktioniert und die Arbeit der Jury wesentlich erleichtert. Mein Dank gilt natürlich auch den externen Coaches aus der regionalen Wirtschaft, die tolle Arbeit bei der Beratung der fünf Klassen geleistet haben.“

Über den Startup School Cup

Die Grundlage für den Startup School Cup wurde 2020 gelegt: Im Germeringer Arbeitskreis Schule-Wirtschaft entwickelte eine Arbeitsgruppe aus Lehrkräften sowie Unternehmerinnen und Unternehmern Konzepte zur gezielten Förderung ökonomischer Bildung an den Gymnasien der Region. Entsprechend den Vorgaben des bayerischen Lehrplans für Gymnasien entwickeln Schülerinnen und Schüler der 9. oder 10. Klassen in Kleingruppen Geschäftsmodelle für Unternehmen. Der Startup School Cup unterstützt sie dabei, indem Vertreter aus der lokalen Wirtschaft als Coaches die Teamarbeit begleiten und Pitch-Wettbewerbe (ähnlich der TV-Show „Höhle der Löwen“) auf Klassen-, Schul- und Regionalebene durchgeführt werden.

Der Startup School Cup ist ein Kooperationsprojekt des IHK-Regionalausschusses Fürstenfeldbruck, des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft Germering sowie der Stiftung Digitale Bildung.Die Organisation erfolgt weitgehend ehrenamtlich durch die Mitglieder der Kooperationspartner sowie durch die unterstützenden Schulen und Unternehmen.

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Über die Stiftung Digitale Bildung
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