Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle um 5,7 Prozent gestiegen – „Zuhause sicher“ setzt auf Prävention

Infobox

 

Gemeinsam für sie Sicherheit der BürgerInnen

·  Die Einbruchzahlen steigen wieder

·  Hohe Dunkelziffer bei den Fallzahlen

·  Finanzieller Schaden in dreistelliger Millionen-höhe

·  Sicherheitstechnik – nach der polizeilichen Empfehlungspraxis – schützt

·  Engagement in einem gemeinnützigen Verein: Tue Gutes und rede darüber

·   Polizeiliche Empfehlungs-praxis als Grundlage

·   Fachaustausch in einer starken Kooperation

·  Präventionsplakette signalisiert: „Dieses Haus ist abgesichert!“

Die Zahl der Straftaten in Deutschland ist leicht rückläufig. Allerdings gilt dieser Rückgang nicht für die Wohnungseinbruchdiebstähle. Das geht aus der am Montag veröffentlichten Polizeilichen Kriminal-statistik für 2025 hervor.

Entgegen des allgemeinen Trends ist beim Wohnungseinbruchdieb-stahl ein Anstieg zu verzeichnen: 82.920 Fälle gab es insgesamt, das macht + 5,7 % bzw. + 4.484 Fälle im Vergleich zum Vorjahr (78.436). Hinzu kommen noch 92.870 Fälle von Diebstählen aus Keller- und Dachbodenräumen sowie Waschküchen.
Bei Einbrüchen gibt es zudem ein nennenswertes Dunkelfeld: Laut der bundesweiten Dunkelfeldstudie SKiD 2024 wurden nur etwa 57 % der Wohnungseinbruchsdiebstähle der Polizei gemeldet (87 % vollendete und 48 % versuchte Delikte).

Schäden in dreistelliger Millionenhöhe

Auch die Schäden, die durch Wohnungseinbruchdiebstähle verursacht werden, sind nicht unerheblich: Im vergangenen Jahr haben die deutschen Hausratversicherer für rund 100.000 Wohnungseinbrüche etwa 380 Millionen Euro an Versicherungsleistungen ausbezahlt. Dies zeigt die Einbruchbilanz, die am Dienstag vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) vorgestellten wurde.

EinbrecherInnen nutzen jede Gelegenheit

Fest steht: EinbrecherInnen nutzen jede Gelegenheit, die sich ihnen bietet. Doch einem möglichen Einbruch ist man nicht schutzlos ausgeliefert – jeder kann etwas tun, um sich und sein Hab und Gut mit geprüfter Sicherheitstechnik schützen.

Engagiert für Bürgerinnen und Bürger

Einbruchschutz ist kein Standard in Häusern und Wohnungen. Wer sein Zuhause schützen möchte, kann sich von der Kooperation Netzwerk „Zuhause sicher“ unterstützen lassen. Von der polizeilichen Beratung über die handwerkliche Umsetzung bis hin zu einer Präventions-plakette bietet „Zuhause sicher“ Ratsuchenden Antworten auf die Frage, wie man das eigene Heim vor Einbrüchen – und auch Bränden – schützen kann.

Mechanik vor Elektronik

Der polizeiliche Grundsatz hierbei lautet: „Mechanik vor Elektronik“. Denn mechanische Sicherheitstechnik stiehlt EinbrecherInnen etwas, wovon sie ganz besonders wenig haben – Zeit. Und so bleibt der Einbruch im Versuch stecken und die TäterInnen brechen ihre Tat ab.

Bei der Auswahl der Sicherheitstechnik und des Montagebetriebs rät die Polizei auf Qualität zu achten. Qualität können Sicherheitsprodukte durch eine entsprechende DIN-Prüfung nachweisen – und Fachbetriebe z. B. durch die Aufnahme auf den polizeilichen Adressennachweis. Neue Fenster und Türen sollten nach DIN EN 1627 geprüft/zertifiziert sein und mindestens die Widerstandsklasse RC-2 besitzen. Rüstet man vorhandene Fenster und Türen mit Sicherheitstechnik nach, kann man z. B. Beschläge verwenden, die nach DIN 18104 Teil 2 geprüft sind, oder Aufschraubsicherungen montieren lassen, die die Prüfung nach DIN 18104 Teil 1 absolviert haben.

Die grundsätzlichen Empfehlungen und Prüfnomen hat das Netzwerk „Zuhause sicher“ in seinen Einbruchschutz-Leitfäden zusammengestellt:
www.zuhause-sicher.de/einbruchschutz/minibuch-leitfaeden

Aktive Gemeinschaft zur Begleitung der BürgerInnen

Im Netzwerk „Zuhause sicher“ arbeiten zahlreiche gesellschaftliche Akteure auf der Plattform eines gemeinnützigen Vereins bundesweit zusammen. Polizeibehörden, Handwerksbetriebe, Handwerksorganisation, Architekturbüros sowie Unternehmen aus Industrie, Handel und Versicherungswirtschaft engagieren sich gemeinsam im Netzwerk „Zuhause sicher" für wirkungsvollen Einbruchschutz und Brandschutz. Sie schaffen zusammen, was einer allein nicht schafft: BürgerInnen bundesweit für die Wichtigkeit und Wirksamkeit von Einbruchschutz zu sensibilisieren und Ratsuchende vom ersten Schritt bis zum sicheren Zuhause zu begleiten.

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen

Ein Zusammenschluss, der auf beiden Seiten Gutes bewirkt: Nicht nur die BürgerInnen profitieren von der fachlichen Beratung und Begleitung, auch unternehmerisch bietet ein „Zuhause sicher“-Engagement Benefit: Interdisziplinärer Fachaustauch, Kontakte zu potenziellen Kunden, Lieferanten und Verbauern sowie Imagemarketing durch Corporate Social Responsibility zeichnen die Gemeinschaft aus.

Auf der „Zuhause sicher“-Homepage besteht die Möglichkeit, sich über eine Partnerschaft und das Engagement bei „Zuhause sicher“ zu informieren. www.zuhause-sicher.de/partner/partner-werden/

Weiterführende Links:

Netzwerk „Zuhause sicher“

Veröffentlicht von:

Netzwerk Zuhause sicher e. V.

Echelmeyerstraße 1-2
48163 Münster
Deutschland
Telefon: (0251) 3970 5006
Homepage: http://www.zuhause-sicher.de

Ansprechpartner(in): Carolin Hackemack
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Das Netzwerk "Zuhause sicher" ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Verbesserung des Einbruchschutzes und der Brandvorbeugung in Privathaushalten einsetzt. In dieser Initiative arbeiten seit 2005 öffentlich-rechtliche Institutionen und privatwirtschaftliche Unternehmen zusammen, um Bürger eine Begleitung auf dem Weg zum sicheren Zuhause anzubieten. Für sein Konzept wurde das Netzwerk "Zuhause sicher" mit mehreren Preisen national und international ausgezeichnet.

Informationen sind erhältlich bei:

Netzwerk Zuhause sicher e. V.
Kirsten Hüls
Echelmeyerstraße 1-2
48163 Münster
Tel.: (0251) 3790 5006
info@zuhause-sicher.de
www.zuhause-sicher.de
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