Eintracht Braunschweig fährt mit dem 2:1-Heimsieg gegen Dynamo Dresden vor dem letzten Spieltag wichtige 3 Punkte ein
Autor: Jürgen Roland Keuneke (IGC-Agentur)
In der entscheidenden Endphase der 2. Fußball-Bundesliga ringt der BTSV in einem spannenden Spiel den Tabellen-Nachbarn Dynamo Dresden nieder und schließt zu den Sachsen auf. Zum Schluss der Partie mussten die Zuschauer im ausverkauften Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße trotz einer vorher lang andauernden 2:0-Führung durch Tore von Flick und Alidou noch einmal um den Erfolg zittern, da Dresdens Joker Kutschke mit seinem Anschlusstor noch einmal verkürzte. Doch die vielbeinige blau-gelbe Defensive samt ihren überragenden Keeper Hoffmann brachten den Sieg über die Zeit.
Die Elbe-Städter wollten im Spiel in Braunschweig nicht nur den Klassenerhalt absichern, sondern auch Revanche für die Niederlage im Hinspiel gegen den BTSV im eigenen Stadion nehmen (2:3). Dafür änderte Dynamo-Trainer Stamm seine zuletzt sehr erfolgreich agierende Mannschaft nur auf einer Position. Boeder rückte für Müller in die Startformation. Eintracht-Coach Kornetka tauschte nach den Eindrücken der letzten Trainingswoche in der Startformation sogar fünfmal, wobei der gelb-gesperrte Heußer diesmal nicht zur Verfügung stand. Hoti, Mijatovic, Bell Bell und Gomez rückten auf die Bank. Kaufmann, Yardimci, Frenkert und Alidou standen dafür von Anfang an auf dem Rasen.
Das Spiel begann relativ rasant und wurde von beiden Mannschaften mit viel Energie und Kampfkraft geführt. Die neu formierte Löwen-Mannschaft hatte dabei erst einmal ein wenig Oberwasser. Allerdings gab es erst einmal keine Abschlüsse und Strafraumszenen, weil beide Abwehrreihen stabil standen. Allerdings gelang Braunschweigs Kaufmann eine sehenswerte Fallrückzieher-Vorlage in Dresdens Strafraum, mit dem aber Sturmkollegen Yardimci und Alidou nicht gerechnet hatten. Erst in der 20. Spielminute gab es die erste gefährliche Szene. Hier spielte die Eintracht eine schöne Kombination zwischen Marie und Tempelmann ihren Sechser Flick frei, der sehenswert zum 1:0 einschoss. Dresden versuchte sofort zu antworten. Zwei Minuten nach dem Rückstand hatte Sachsens Mittelstürmer Vermeij eine Riesenmöglichkeit frei stehend direkt vor BTSV-Keeper Hoffmann. Doch der Torwart parierte mit einem sehenswerten Reflex den Abschluss aus nächster Nähe. Wiederum zwei Minuten später versuchte Braunschweigs Rechtsaußen Kaufmann es mit einem Schuss aus zweiter Reihe. Das Leder strich aber links am Gehäuse von Dresdens Keeper Schreiber vorbei. Danach kamen die Sachsen wieder auf und hätten fast in der 35. Minute den Ausgleich geschafft. BTSV-Linksverteidiger Sanchez fälschte hier einen scharfen Pass in den Strafraum ganz gefährlich auf das eigene Tor ab. Allerdings war sein Keeper wieder einmal glänzend zur Stelle und entschärfte den Ball. Braunschweigs sehr schnell Spitzen Alidou und Yardimci stressten Dynamos Torwart und seine Vorderleute unermüdlich. In der 39. Minute ergrätschte dabei Alidou fast einen Rückpass der Dresdner auf Keeper Schreiber, Glück für die Elbestädter! Danach passierte bis zum Halbzeitpfiff auf beiden Seiten nicht mehr viel. Die Eintracht wollte die Führung unbedingt halte, Dresden entwickelte keine Gefahr mehr. Allerdings nagelte BTSV-Rechtsverteidiger Aydin in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch einen Weitschuss über Schreibers Kasten.
Nach dem Wechsel dauerte es dann nach der Halbzeitansprache von BTSV-Trainer Kornetka nur 5 Minuten, bis seine Mannschaft den Vorsprung auf 2:0 ausbaute. Nach einer Flanke von Rechtsaußen Kaufmann aus der Drehung war es im Strafraum Linksaußen Alidou, der am schnellsten reagierte und den Ball – vorm Fünfmeterraum stehend – im Tor der Elbe-Städter unterbrachte. Das Spiel wogte nun hin und her. Braunschweig wollte das Spiel entgültig entscheiden, Dresden drückte auf ein Anschlusstor. Klare Gelegenheiten im Strafraum blieben aber aus. Bis zu einem VAR-Eingriff in der 67. Spielminute. Dem voraus ging eine Aktion im Braunschweiger Strafraum, als der sächsische Stoßstürmer Vermeji in einem Zweikampf mit Eintrachts Kaufmann zu Boden ging. Der Schiedsrichter sah sich die Situation auf dem Monitor an und entschied auf eine blau-gelbe Tätlichkeit in der Spielsituation. Dresdens Joker Kutschke trat zum Elfmeter an, fand seinen Meister aber in Keeper Hoffmann. Der tauchte in die richtige Ecke seines Tores und parierte den Standard. Braunschweig suchte nun mit gestärkter Brust, dass entscheidende 3:0 zu machen. Doch die eingewechselten Löwen Gomez und Yardimci ließen große Chancen aus (71./78.). Auf der Gegenseite machte es Kutschke besser und ließ mit seinem Kopfballtor zum 2:1 aus dem Strafraum-Zentrum die Sachsen auf 2:1 herankommen. Rossipal hatte als Assistgeber vorher eine Ecke von rechts hereingebracht. So wurde das Spiel noch einmal hochspannend! In der siebenminütigen Nachspielzeit setzte dann Dynamos Menzel einen Kopfball an die Latte von Hoffmanns Eintracht-Tor (90.+6). Das war Dresdens letzte Chance auf den Ausgleich, obwohl Torwart Schreiber nun in Feldspieler-Manier vor Braunschweigs Strafraum auftauchte. Das wolle kurz vor Schluss Eintrachts Einwechselspieler Raebiger mit einem Weitschuss aus der eigenen Hälfte bestrafen. Der wuchtige Schuss ging aber knapp rechts am Tor der Dresdner vorbei. Als letzte nennenswerte Spielaktion kam Dresden noch zu einer Ecke, die aber BTSV-Keeper Hoffmann parierte. Kurz danach ertönte im Eintracht-Stadion dann der für die Heim-Zuschauer erlösende Schlusspfiff!
Nach den Ergebnissen der anderen Spiele sollte die Eintracht beim letzten Saisonspiel kommenden Sonntag beim frischgebackenen Zweitliga-Meister Schalke wenigstens noch einen Punkt holen, um die Klasse zu sichern. Dynamo Dresden bleibt der 2. Bundesliga wohl erhalten, muss am letzten Spieltag daheim gegen Holstein Kiel spielen.
Aufstellung Eintracht Braunschweig
Hoffmann – Aydin, Ehlers, Frenkert (70. Hoti), Bell Bell – Flick, Marie – Tempelmann (59. Gomez), Kaufmann (69. Mijatovic) – Yardimci (90.+3 Raebiger), Alidou (70. Ranos)
Aufstellung Dynamo Dresden
Schreiber – Sterner (70. Lemmer), Boeder, Keller (46. Kammerknecht), Rossipal – Wagner, Amoako (58. Kutschke) – Ceka (69. Faber), Hauptmann (77. Menzel), Bobzien – Vermeji
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