Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagen für den Sommer 2026 in Deutschland eine sehr große Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittlich hohe Temperaturen voraus. Was kann ich tun?Impuls 08 Hitzekompetenz
"Gemeinsam gegen die Hitze für Mensch und Planet"
Wissen in kürze
Heiß, heißer, auch 2026?
Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagen für den Sommer 2026 in Deutschland eine sehr große Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittlich hohe Temperaturen voraus. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre zu heißeren und trockeneren Sommern fort. Hitzewellen mit mehreren und aufeinanderfolgenden Tagen über 30 ° Celsius begleitet von Tropennächten werden im Hochsommer auch in diesem Jahr gehäuft auftreten. Hitze ist zu einer ernsthaften gesundheitlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderung geworden. Besonders ältere Menschen, Kinder, chronisch Erkrankte und Menschen, die im Freien arbeiten, leiden unter den Folgen extremer Temperaturen. Kreislaufprobleme, Allergien und Atemwegserkrankungen, Schlafstörungen und mentale Anspannungen nehmen spürbar zu. Gleichzeitig belastet die zunehmende Hitze auch unseren Planeten: Böden trocknen aus, Wälder geraten unter Stress und Städte heizen sich immer stärker auf. Und so schreitet der Klimawandel weiter voran. Doch wir können handeln und jeder Beitrag zählt – vom Schattenplatz für ältere Nachbarn bis zur Entscheidung für nachhaltige Mobilität. Hitze betrifft uns alle. Deshalb ist jetzt die Zeit, Gesundheitsschutz und Klimaschutz gemeinsam zu denken.
Der präventologische Perspektivwechsel
Hitze neu denken – Verantwortung neu leben
Wir brauchen einen Perspektivwechsel: Weg vom kurzfristigen Durchhalten, hin zu bewusstem Hitzeschutz, zu nachhaltiger Hitze- und Gesundheitskompetenz und zu verantwortungsvollem Handeln. Hitzeschutz beginnt nicht erst bei 35 Grad. Er beginnt in unseren Köpfen und unserem Denken. Wenn wir lernen, Warnsignale des Körpers ernst zu nehmen, ausreichend zu trinken, Schattenräume zu schaffen und besonders gefährdete Menschen zu unterstützen, schützen wir Leben. Hitzekompetenz bedeutet, vorbereitet zu sein – nicht ängstlich, sondern handlungsfähig und verantwortungs-bewusst. Doch Hitze betrifft nicht nur unsere Gesundheit. Unser eigenes Handeln und unser tägliches Verhalten sind eng mit dem Gesundheitszustand unseres Planeten verbunden. Versiegelte Städte, fehlendes Grün, hoher Energieverbrauch und mangelnder Klimaschutz verstärken die Belastung unserer Erde. Aber wir haben Wissen, Mittel und Möglichkeiten, Veränderungen aktiv mitzugestalten: Bäume pflanzen, nachhaltiger leben, Nachbarschaft stärken, Räume kühlen statt weiter aufzuheizen, eine hitzesensible Ernährung umsetzen und vieles mehr.
Der Alltagstipp
Kleiner Schritt – große Wirkung:
Beginne heiße Tage künftig mit einem "Hitzeschutz-Ritual": Stelle dir morgens direkt eine gefüllte Wasserflasche sichtbar bereit, lüfte in den kühlen Morgenstunden, starte den Tag mit einem leichten Frühstück und plane anstrengende Wege oder Erledigungen möglichst vor 11 Uhr. Frage an heißen Tagen bewusst bei älteren Nachbarinnen oder Nachbarn nach, ob sie genug trinken oder Unterstützung brauchen. Oft macht schon ein kurzer Besuch oder eine kleine Erinnerung einen großen Unterschied. Und auch Pflanzen und Tiere brauchen Hilfe: Gieße Blumen und Bäume vor der Tür und an der Straße am frühen Morgen oder späten Abend. Und stelle Wasserschalen für die Tiere auf.
So wird Hitzeschutz nicht zur Ausnahme, sondern zu einem ganz selbstverständlichen Teil deines Alltags – einfach, wirksam und gesund für Menschen, Tiere und unseren Planeten.
Dieser Impuls wurde von unserer Präventologin Dipl. med. Sabine Walter, M.A. verfasst.
Gesundheits- und Lebenskompetenz®Trainerin, HNO-Fachärztin, Komplementär-
medizinerin
Quedlinburg, Landkreis Harz
Ihr Schwerpunkt: Prävention, Gesundheitsförderung, Komplementärmedizin
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