SUP auf deutschen Seen im Hochsommer – Sicher paddeln bei Hitze auf dem See
Von Haiko Dehnen
Der Sommer ist die schönste Zeit für eine Tour mit dem Stand Up Paddle Board. Gerade auf kleineren Seen wie dem Töppersee in Duisburg-Rheinhausen, dem Baldeneysee, dem Auesee oder zahlreichen weiteren Seen in Deutschland lassen sich die langen Tage ideal für entspannte oder sportliche SUP-Touren nutzen. Doch Temperaturen von über 30 °C stellen den Körper vor besondere Herausforderungen. Wer einige einfache Regeln beachtet, kann auch an heißen Tagen sicher und entspannt auf dem Wasser unterwegs sein.
Warum SUP im Sommer so beliebt ist
Stand Up Paddling verbindet Bewegung, Natur und Erholung wie kaum eine andere Sportart. Besonders am frühen Morgen oder in den Abendstunden zeigen sich viele deutsche Seen von ihrer schönsten Seite. Glattes Wasser, ruhige Bedingungen und angenehme Temperaturen machen jede Tour zu einem besonderen Erlebnis.
Der Töppersee ist dabei ein beliebtes Ziel für Einsteiger und Familien. Durch seine überschaubare Größe eignet er sich hervorragend für entspannte Paddelrunden und Techniktraining.
Genügend trinken – bereits vor dem Start
Einer der häufigsten Fehler an heißen Sommertagen ist eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme.
Beim SUP bemerkt man durch den kühlenden Fahrtwind oft nicht, wie viel Flüssigkeit der Körper tatsächlich verliert. Schon eine leichte Dehydrierung führt zu:
- nachlassender Konzentration
- schnellerer Ermüdung
- Muskelkrämpfen
- Kopfschmerzen
- vermindertem Gleichgewicht
Empfehlung
- Bereits eine bis zwei Stunden vor der Tour ausreichend trinken
- Eine Trinkflasche oder Trinkblase in einem wasserdichten Beutel mitnehmen
- Bei längeren Touren regelmäßig kleine Mengen trinken
- Alkohol vor dem Paddeln vermeiden
Gerade auf kleineren Seen ohne Einkehrmöglichkeiten sollte ausreichend Wasser selbstverständlich sein.
Sonnenschutz wird auf dem Wasser häufig unterschätzt
Viele unterschätzen die Intensität der Sonneneinstrahlung auf Seen.
Neben der direkten Sonne reflektiert auch die Wasseroberfläche UV-Strahlen. Dadurch ist die Belastung deutlich höher als an Land.
Deshalb gehört zur Grundausstattung:
- wasserfeste Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50)
- breitkrempiger Sonnenhut oder Cap mit Nackenschutz
- UV-Shirt oder leichte langärmelige Funktionskleidung
- Sonnenbrille mit UV-Schutz und Schwimmband
Die Sonnencreme sollte etwa 20 bis 30 Minuten vor dem Start aufgetragen und insbesondere nach längeren Touren erneut aufgetragen werden.
Vorsicht: Nicht überhitzt ins kalte Wasser springen
Ein besonders wichtiger Sicherheitshinweis wird leider oft unterschätzt.
Nach längerer körperlicher Belastung auf dem SUP ist der Körper stark aufgeheizt. Der spontane Sprung in deutlich kühleres Wasser kann den Kreislauf massiv belasten.
Im schlimmsten Fall kann es zu:
- Kreislaufproblemen
- Schwindel
- Muskelkrämpfen
- Herz-Kreislauf-Reaktionen
- Orientierungslosigkeit im Wasser
kommen.
Besser ist:
- zunächst im Schatten einige Minuten abkühlen
- langsam Hände, Arme und Beine mit Wasser benetzen
- den Körper schrittweise an die Wassertemperatur gewöhnen
- erst danach kontrolliert schwimmen gehen
Gerade an heißen Sommertagen ist dieser einfache Schritt ein wichtiger Beitrag zur eigenen Sicherheit.
Die beste Zeit zum SUP fahren
Wer Hitze vermeiden möchte, sollte die Mittagssonne meiden.
Ideal sind:
- früh morgens zwischen 7 und 10 Uhr
- abends nach 18 Uhr
Zu diesen Zeiten herrscht häufig:
- weniger Wind
- angenehme Temperaturen
- ruhigeres Wasser
- deutlich weniger Betrieb auf vielen Seen
Außerdem entstehen zu diesen Tageszeiten oft die schönsten Lichtverhältnisse für Fotos.
Weitere Sicherheitstipps
Auch auf kleinen Seen gelten dieselben Sicherheitsregeln wie auf größeren Gewässern.
Dazu gehören:
- Leash und passende Schwimmhilfe tragen
- Wetterentwicklung beobachten
- Gewitter rechtzeitig erkennen
- ausreichend Pausen einlegen
- die eigene Leistungsfähigkeit realistisch einschätzen
Besonders Anfänger sollten an sehr heißen Tagen lieber kürzere Touren planen.
Fazit
SUP auf deutschen Seen gehört zu den schönsten Möglichkeiten, den Sommer aktiv zu genießen. Ob auf dem Töppersee, dem Baldeneysee oder einem der vielen anderen Seen Deutschlands – mit ausreichend Wasser, konsequentem Sonnenschutz und einem verantwortungsvollen Umgang mit Hitze steht einer sicheren Tour nichts im Weg.
Vor allem der Verzicht auf den Sprung ins kalte Wasser direkt nach intensiver Belastung kann gesundheitliche Risiken deutlich reduzieren. Wer seinen Körper langsam abkühlt, ausreichend trinkt und die stärkste Mittagshitze meidet, wird auch an heißen Sommertagen viele entspannte Stunden auf dem Wasser erleben.
Veröffentlicht von:
Board-2-Board
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