Bad Zurzach, ein traditionsreicher Kurort im Schweizer Aargau, wurde Mitte August zum internationalen Zentrum der Akupunktur Forschung. Mehr als 1 000 Fachleute aus über 40 Ländern kamen zum WFAS Weltkongress 2026, um über die Zukunft einer Medizin zu diskutieren, die östliche Tradition und westliche Wissenschaft verbindet. Mitten in diesem globalen Austausch: Dr. Thomas Braun, Leiter der Abteilung Wissenschaft und Ausbildung der Akupunktur- und TCM-Gesellschaft in China weitergebildeter Ärzte aus Rötz als einer der drei deutschen Keynote Speaker.
Ein Kongress zwischen Tradition und Innovation
Der Weltakupunkturverband WFAS stellte das Symposium unter das Motto „Akupunktur / Moxibustion: Integration und Innovation für die Gesundheit der Menschheit“. Vertreter der WHO, der chinesischen Akademien, europäische TCM Forscher und Schweizer Politiker betonten die wachsende Bedeutung einer Medizin, die Regulationsmechanismen, Pharmakologie und TCM Therapien zusammenführt.
Bad Zurzach präsentierte sich dabei als „kleine Kurstadt mit globaler Reichweite“ – ein Ort, an dem sich Wissenschaft, Kultur und medizinische Tradition begegnen.
Drei deutsche Keynotes – ein starkes Signal
Der internationale Stellenwert der deutschsprachigen Akupunktur Forschung zeigte sich darin, dass drei deutsche Ärzte zu Hauptvorträgen eingeladen wurden:
* Prof. Michael Hammes – zur Bedeutung präziser TCM Terminologie
* Dr. Sven Schröder – zu neuen klinischen Daten bei Neuropathien
* Dr. Thomas Braun – zur systematischen Beziehung zwischen Akupunktur und westlichen Medikamenten
Gerade der Beitrag von Dr. Braun sorgte für besondere Aufmerksamkeit, weil er eine Frage adressierte, die weltweit an Bedeutung gewinnt: Wie lassen sich Akupunktur und moderne Pharmakotherapie sinnvoll kombinieren?
Der Vortrag von Dr. Braun: Akupunktur und Medikamente – ein systematisches Zusammenspiel
Dr. Braun präsentierte ein Modell, das die Wirkungen von Akupunktur und Moxibustion neuroendokrin, pharmakologisch und regulatorisch einordnet. Grundlage war eine umfassende Analyse von Studien aus AkuData, PubMed und Medline, in denen Akupunktur mit bekannten Medikamenten verglichen wurde – darunter Atorvastatin, Benazepril, Captopril, Doxorubicin, Fluoxetin, Irbesartan, Metformin Methotrexat, Pregabalin und Simvastatin.
Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Neben Synergien (Akupunktur verstärkt die Wirkung bestimmter Medikamente – etwa bei Metformin, Captopril oder Benazepril) fanden sich auch Nebenwirkungsreduktion (natürlich nur im Tiermodellen untersucht konnte Akupunktur die toxischen Effekte von Chemotherapeutika wie Doxorubicin deutlich abmildern). Auch seltenere Beziehungen wurden dargestellt. Diese Systematik ist neu – und sie schafft erstmals eine übersichtliche Struktur, die Ärztinnen und Ärzten hilft, Akupunktur und Pharmakotherapie gezielt und sicher zu kombinieren.
Warum Tiermodelle entscheidend sind
Dr. Braun betonte, dass viele physiologische Mechanismen – sowohl von Medikamenten als auch von Akupunktur – nur in der Veterinärmedizin erforscht werden können, weil die Grundlagenforschung am Menschen ethisch stark begrenzt ist. Gerade deshalb liefert die moderne Tierforschung wertvolle Erkenntnisse über Schmerzregulation, Stressmechanismen, Entzündungsprozesse, Blutdruck, Blutfette und Blutzuckerregulation.
Die Daten zeigen, dass Akupunktur kein Gegensatz zur klassischen Medizin ist, sondern ein komplementäres Regulationssystem, das viele Mechanismen teilt.
Ein Arzt zwischen Leistungssport und Wissenschaft
Für Dr. Braun ist die Verbindung von Akupunktur und klassischer Medizin seit Jahrzehnten gelebte Praxis. Als früherer Arzt der deutschen Taekwondo Nationalmannschaft integrierte er Akupunktur selbstverständlich in die sportmedizinische Betreuung auf höchstem Leistungsniveau. Später war er viele Jahre Antidopingbeauftragter des Taekwondo Verbands – eine Tätigkeit, die tiefes Verständnis für Pharmakologie, Leistungsphysiologie und Regenerationsmedizin erfordert.
Diese Erfahrung an der Schnittstelle von Spitzensport, klassischer Medizin und TCM prägt seine heutige wissenschaftliche Arbeit und erklärt, warum sein integratives Modell international auf große Resonanz stößt.
Integrative Medizin: Die Zukunft ist hybrid
Die Diskussionen des Kongresses zeigten klar:
* Die Grenzen zwischen Schulmedizin und TCM verschwimmen.
* Akupunktur wird zunehmend integraler Bestandteil moderner Behandlungsstrategien.
* Die Kombination aus Pharmakologie und Akupunktur gilt als Schlüssel für die Medizin der Zukunft.
* Standardisierung und Forschung sind entscheidend, um Akupunktur weltweit als klassisches medizinisches Verfahren zu etablieren.
Medizin am Puls der Zeit im Urlaubsgebiet Bayerischer Wald
Dr. Braun lebt und arbeitet in einer Region, die nicht nur für ihre Natur und Erholungsqualität bekannt ist, sondern auch für eine moderne, patientennahe Medizin. Viele Patientinnen und Patienten kommen aus München, Nürnberg, Regensburg, aber auch aus ganz Deutschland, um sich in Rötz behandeln zu lassen.
Die Kombination aus klassischer Medizin, Akupunktur, Moxibustion, moderner Diagnostik, TCM, sportmedizinischer Erfahrung und wissenschaftlicher Expertise machen ein überregionales Kompetenzzentrum für integrative Medizin.
Zusammenfassend …
… kann der WFAS Weltkongress 2026 zeigte eindrucksvoll, dass Akupunktur längst Teil der modernen Medizin ist. Der Beitrag von Dr. Braun unterstrich, wie wichtig es ist, Akupunktur und Pharmakotherapie nicht als Gegensätze, sondern als komplementäre Systeme zu verstehen. Für die Praxisklinik Rötz war der Kongress ein starkes Signal: Integrative Medizin ist kein Zukunftsprojekt – sie findet bereits heute statt.
Veröffentlicht von:
Dr. Thomas Braun, Praxisklinik
Böhmerstr. 21
92444 Rötz
Deutschland
Homepage: https://www.medizin-1.de
Ansprechpartner(in): Thomas Dr. Braun
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