Wer sich in Österreich eine Website machen lässt, bekommt für dasselbe Projekt Angebote zwischen 800 und 8.000 Euro. Woran das liegt, erfährt man selten, weil die meisten Anbieter ihre Preise gar nicht erst veröffentlichen. Die Wiener Webdesign-Agentur webgaudi geht den umgekehrten Weg und hat einen kostenlosen Preisrechner online gestellt, der aus Branche, Art der Website und gewünschten Funktionen einen konkreten Richtwert ausgibt. Ohne Anmeldung, ohne E-Mail-Adresse, ohne Rückruf.
Der Rechner steht unter webgaudi.at/website-erstellen-lassen-kosten und führt in fünf Schritten durch die Fragen, die den Preis tatsächlich bestimmen. Am Ende steht eine Summe, keine Spanne und kein „auf Anfrage".
Auf derselben Seite hat die Agentur zusammengetragen, was der österreichische Markt 2026 verlangt. Eine digitale Visitenkarte auf einer Seite liegt demnach zwischen 500 und 1.500 Euro, eine kleine Unternehmenswebsite mit drei bis fünf Unterseiten zwischen 1.500 und 3.000 Euro, eine ausgewachsene KMU-Website zwischen 2.500 und 8.000 Euro. Bei den Stundensätzen verrechnen Freelancer in Österreich meist 50 bis 90 Euro, Agenturen 80 bis 135 Euro. Der Freelancer-Kompass 2025 weist für Österreich einen durchschnittlichen Freelancer-Stundensatz von 98 Euro aus.
„Uns ist aufgefallen, dass kein einziges österreichisches Gründer- oder Unternehmerportal bei Website-Kosten eine Zahl hinschreibt", sagt René von webgaudi. „Überall steht die Website als Kostenposition drin, und daneben steht nichts. Genau da fängt aber die Unsicherheit an, mit der die Leute dann in ein Verkaufsgespräch gehen."
Die Agentur weist außerdem auf einen Punkt hin, der in Angeboten regelmäßig fehlt. Marktpreise gelten fast immer für Design und Technik. Texte, Fotos, Suchmaschinenoptimierung und Rechtstexte kommen häufig extra dazu, Texte etwa mit 50 bis 150 Euro pro Seite. Wartungsverträge liegen am Markt zwischen 20 und 200 Euro im Monat, für Änderungen kommen oft Stundensätze von 80 bis 150 Euro obendrauf. Über drei Jahre gerechnet machen diese Folgekosten oft schon ein Drittel des Einmalpreises aus.
Auch der vermeintlich kostenlose Weg über einen Baukasten ist in der Aufstellung enthalten. Wer 30 Stunden am eigenen Webdesign bastelt und als Selbstständiger 80 Euro pro Stunde wert ist, hat rechnerisch 2.400 Euro investiert, bevor die erste Zeile Text steht.
Veröffentlicht von:
webgaudi.at
Laaer-Berg-Straße 47B
1100 Wien
Österreich
Homepage: https://webgaudi.at/
Ansprechpartner(in): Rene R
Herausgeber-Profil öffnen
Social Media:
















