Studien zeigen: Wer seine Arbeit gerne macht, arbeitet häufig engagierter und erfolgreicher. Aus einem vermeintlichen Wohlfühlthema wird damit ein strategischer Erfolgsfaktor.Jobglück wird noch immer gerne in die Wohlfühlecke gestellt. Ein bisschen Happiness, gute Stimmung und möglichst viel Spaß bei der Arbeit. Doch damit wird seine eigentliche Bedeutung gewaltig unterschätzt.
Jobglück bedeutet vor allem: Menschen machen ihre Arbeit gerne.
Und so stellt sich für Unternehmen die entscheidende Frage: Was bewirkt dieses Gernemachen?
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu sind eindrucksvoll:
Glücklichere Mitarbeitende zeigen ein höheres Maß an Leistungsbereitschaft. Sie arbeiten engagierter und produktiver, verfügen tendenziell über mehr Energie und Eigeninitiative, übernehmen eher Verantwortung und zeigen eine höhere Kooperationsbereitschaft.
Auch für Unternehmen entstehen weitere wichtige Effekte: Zufriedene Mitarbeitende fühlen sich ihrem Unternehmen und ihren Führungskräften stärker verbunden, zeigen mehr Loyalität und präsentieren ihr Unternehmen sowie dessen Produkte und Dienstleistungen überzeugter nach außen.
Eine viel zitierte Metaanalyse von Lyubomirsky, King und Diener untersuchte bereits 2005 insgesamt 225 Studien zum Zusammenhang von Glück und Erfolg.
Die Logik dahinter lässt sich erstaunlich einfach ausdrücken:
Jobglück bedeutet Gernemachen.
Gernemachen führt zu Gutmachen.
Und Gutmachen führt zum Erfolg des Unternehmens.
Damit verändert sich auch die wirtschaftliche Perspektive auf das Thema.
Die zentrale Frage, die sich heutzutage Unternehmen stellen sollten ist:
Welches wirtschaftliche Potenzial verschenken Unternehmen, wenn ihre Mitarbeitenden ihre Arbeit eben nicht gerne machen?
Denn Jobglück wirkt auf zentrale Herausforderungen, mit denen Unternehmen heute kämpfen: Engagement, Produktivität, Mitarbeiterbindung, Krankenstände, Arbeitgeberattraktivität und letztlich wirtschaftlichen Erfolg.
Deshalb sollten Geschäftsführungen Jobglück nicht als nette Zugabe moderner Personalarbeit betrachten, sondern als Teil ihrer Unternehmensstrategie.
Oder auf den Punkt gebracht:
„Jobglück ist kein Wohlfühlprogramm. Es wird in Zukunft zu einem der wichtigsten strategischen Wettbewerbs- und Erfolgsfaktoren für Unternehmen." (Dr. Achim Pothmann)
Wer Unternehmen zukunftsfähig entwickeln möchte, sollte deshalb anfangen, Jobglück nicht dem Zufall zu überlassen!
Quelle und weiterführend:
* Pothmann, Achim: „Glückliche Unternehmen. Wie Erfolg selbstverständlich wird", BoD, Norderstedt 2021, S. 14-15.
* Lyubomirsky, Sonja und King, Laura und Diener, Ed (2005): The benefits of frequent positive affect: does happiness lead to success? Psychological Bulletin, 131 (6), 803-855.
* * * * *
Publiziert durch connektar.de.
Veröffentlicht von:
Dr. Achim Pothmann
Bahnhofstr. 17
59423 Unna
Deutschland
Homepage: https://drpothmann.de/
Ansprechpartner(in): Dr. Achim Pothmann
Herausgeber-Profil öffnen
Social Media:
Firmenprofil:
Dipl. Kfm. Dr. phil. Achim Pothmann ist einer der führenden Experten zu den Themen Arbeitswelt der Zukunft, Jobglück und Glückliche Unternehmen im D-A-CH-Raum. Er liefert wegweisende Methoden, die Unternehmen auf den fundamentalen Wandel der Arbeitswelt vorbereiten und sie zukunftsfähig machen.Als Wirtschaftswissenschaftler, Hochschuldozent (Fachbereich New Work/ Leadership) sowie Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der SchuhHouse-Geschäfte mit 8 Standorten in NRW bewies er bereits vor Jahren, wie zukunftsweisende Zusammenarbeit und Führung den wirtschaftlichen Erfolg sichern.
Als Pionier für diese Art der Unternehmensführung, galt er als »Leuchtturm« für seine Branche (Handelsjournal, 06/2017). Heute begeistert er als Speaker, Berater und Buchautor Unternehmen und Führungskräfte, die sich erfolgreich für die Zukunft aufstellen wollen.

















