Eine Künstlerin, drei Jahrzehnte Kunst und eine Kindheit im China der Kulturrevolution

NEUERSCHEINUNG SEPTEMBER 2026: „Vom Überleben zur Kunst“ von Chen Qingqing

Vernissage, Buchvorstellung und Film am 3. September 2026 um 18 Uhr im Kunstraum Feller in Wien

Wie wird aus traumatischen Erinnerungen Kunst? Wie prägt eine Kindheit während der Kulturrevolution ein ganzes Künstlerleben? Und wie lassen sich Erfahrungen, die sich kaum in Worte fassen lassen, in Bilder, Objekte und Installationen verwandeln?

Die chinesische Künstlerin Chen Qingqing erzählt in ihrer Autobiografie „Vom Überleben zur Kunst“ erstmals auf Deutsch von ihrer Kindheit und Jugend während der Kulturrevolution. Ihre persönlichen Erinnerungen führen in eine Zeit, in der das Leben von politischen Kampagnen, ideologischen Vorgaben und tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt war. Zugleich geben die autobiografischen Aufzeichnungen einen unmittelbaren Einblick in die Erfahrungen einer jungen Chinesin, die ihren eigenen Weg durch diese schwierige Zeit finden musste.
Der Drachenhaus Verlag veröffentlicht die autobiografischen Aufzeichnungen zeitgleich mit der Ausstellung „Vom Überleben zur Kunst – Chen Qingqings Museum der Fantasie“ im Kunstraum Feller in Wien. Die Vernissage mit Buchvorstellung und Film findet am 3. September 2026 um 18 Uhr statt. Die Ausstellung ist vom 4. September bis 18. Oktober 2026 zu sehen.
Vom Überleben zur Kunst
Chen Qingqings Kunst ist eng mit ihrer persönlichen Geschichte verbunden. Die Ausstellung verbindet Objekte, biografische Dokumentation und Film zu einem Gesamtkunstwerk. Raumgreifende Installationen und Leuchtkasten-Arbeiten zeigen eine Kunst, die stark von Materialität und von dem geprägt ist, was die Künstlerin als „körperliche Erinnerungen“ beschreibt. Eine Dokumentationswand zeichnet drei Jahrzehnte ihres künstlerischen Schaffens in Peking nach.
Die Autobiografie eröffnet dabei einen besonderen Zugang zu ihrem Werk. Sie erzählt nicht nur von einer historischen Epoche, sondern von den konkreten Erfahrungen eines Kindes und einer jungen Frau in einer Zeit, in der politische Ereignisse tief in den privaten Alltag eingriffen. Aus diesen Erinnerungen entwickelte Chen Qingqing später eine eigenständige künstlerische Sprache.
„Vom Überleben zur Kunst“ beschreibt damit nicht nur den Lebensweg einer Künstlerin. Das Buch zeigt, wie Erinnerung weiterwirken kann – und wie aus persönlichen Erfahrungen, Verlusten und Überlebensstrategien schließlich künstlerische Ausdrucksformen entstehen.

Ausstellung, Buch und Film
Die Ausstellung „Vom Überleben zur Kunst – Chen Qingqings Museum der Fantasie“, kuratiert von Bai Jing (Kiyono) und Liu Yilei, macht die Verbindung von Biografie und Kunst sichtbar. Neben den Kunstwerken dokumentiert sie drei Jahrzehnte von Chen Qingqings Schaffen in Peking. Ein begleitender Film zeichnet die prägenden Erinnerungen nach, aus denen heraus sich ihr Werk entwickelt hat.
Chen Qingqings autobiografische Aufzeichnungen erzählen von ihrer Kindheit und Jugend während der Kulturrevolution und von den Erfahrungen, die ihr weiteres Leben und ihre künstlerische Arbeit prägen sollten.
Damit ergänzen sich Ausstellung und Buch: Während die Kunstwerke Erinnerungen in Material, Raum und Licht übersetzen, gibt die Autobiografie den Erlebnissen eine persönliche Stimme.

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