„Ein Startup braucht am Anfang nicht 10.000 Follower. Es braucht die richtigen zehn Menschen.“

Interview mit Bernhard Schindler über Startups, Sichtbarkeit, Investoren und warum jedes junge Unternehmen jetzt einen kostenlosen Space auf swipecor eröffnen sollte.

Redaktion: Bernhard, du sagst ziemlich offensiv: Für Startups kann swipecor zu einer echten Basis werden. Warum?

Bernhard Schindler:

Weil Startups meistens von allem zu wenig haben – außer Ideen.

Zu wenig Geld. Zu wenig Reichweite. Zu wenig Kontakte. Zu wenig Zeit. Und meistens auch drei Stunden zu wenig Schlaf. (lacht) Aber genau deshalb brauchen Gründer keine weitere Plattform, auf der sie einfach nur einen Lebenslauf oder ein Firmenlogo einstellen. Sie brauchen einen Ort, an dem aus Sichtbarkeit irgendwann Geschäft entsteht. Und genau da setzen wir mit swipecor an. Ein Startup kann sich kostenlos einen eigenen Space aufbauen, sein Unternehmen zeigen, seine Idee erklären, Menschen einladen, Reichweite schaffen und Schritt für Schritt ein eigenes Business-Ökosystem entwickeln. Das Entscheidende ist: Der Space gehört gedanklich dem Unternehmen. Nicht irgendeinem Algorithmus.

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Redaktion: Was ist für dich der größte Fehler, den Startups beim Thema Netzwerk machen?

Bernhard Schindler:

Sie sammeln Kontakte. Visitenkarten. LinkedIn-Kontakte. Instagram-Follower. irgendwelche Excel-Listen. Und irgendwann sitzt man da und hat 8.000 Kontakte – aber keine Ahnung, wen man eigentlich anrufen soll. (lacht) Ein Startup braucht nicht möglichst viele Menschen. Es braucht die richtigen Menschen zur richtigen Zeit. Den ersten Kunden. Den richtigen Vertriebspartner. Einen guten Mitarbeiter. Einen Sparringspartner. Und irgendwann vielleicht den Investor. Darum geht es beim Matchmaking. Nicht Masse. Relevanz.

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Redaktion: Und dafür gibt es den kostenlosen swipecor Space?

Bernhard Schindler:

Genau. Ich würde sogar sagen: Wer heute ein Startup gründet, sollte sich sofort einen Space anlegen. Nicht irgendwann. Jetzt. Weil man damit früh beginnt, seine eigene Community aufzubauen. Ein Space kann für ein Startup eine digitale Heimat werden. Dort kann ich mein Unternehmen präsentieren, Interessenten sammeln, Partner integrieren, Mitarbeiter einladen, Veranstaltungen oder Inhalte sichtbar machen und mein Netzwerk strukturieren. Und das kostet erstmal nichts. Das finde ich gerade bei Gründern wichtig. Ich kenne diese Phase selbst. Am Anfang überlegst du dreimal, ob du 500 Euro irgendwo ausgibst. Deshalb wollten wir bewusst die Einstiegshürde rausnehmen. Erst einmal anfangen. Erst einmal sichtbar werden. Erst einmal Menschen begeistern.

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Redaktion: Sichtbarkeit gibt es aber auch auf LinkedIn, Instagram oder TikTok.

Bernhard Schindler:

Natürlich. Und ich würde auch keinem Startup sagen: Geht dort weg. Aber dort kämpfst du permanent um Aufmerksamkeit. Ein lustiges Katzenvideo, Elon Musk, Fußball, Politik, Urlaubsfotos – und dazwischen versucht irgendein Gründer gerade seine neue Software zu erklären. Viel Glück. (lacht) swipecor denkt Business anders. Bei uns steht nicht zuerst die einzelne Person im Mittelpunkt, sondern das Unternehmen und sein Business-Umfeld. Der Space kann zum digitalen Ausgangspunkt werden. Und dann kommt unser swAIper dazu. Der soll eben nicht sagen: „Du kennst vielleicht Peter.“ Sondern perspektivisch: „Peter könnte für dein Geschäft gerade relevant sein.“ Das ist ein gewaltiger Unterschied.

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Redaktion: Ab Oktober sollen auch Investoren eine Rolle spielen. Was bedeutet das konkret für Startups?

Bernhard Schindler:

Das ist für mich einer der spannendsten Bereiche überhaupt. Wir möchten Gründer und Investoren deutlich intelligenter zusammenbringen. Heute passiert Finanzierung teilweise noch immer nach dem Prinzip: „Kennst du jemanden, der jemanden kennt, der vielleicht einen Family Office kennt?“ Das kann doch 2026 nicht die Zukunft sein. Ein gutes Startup aus Nürnberg, Graz oder irgendwo auf dem Land darf nicht schlechtere Chancen haben, nur weil der Gründer nicht zufällig jeden Donnerstag mit einem VC in München Champagner trinkt. Ab Oktober wollen wir diesen Bereich Schritt für Schritt stärker öffnen. Startups können sichtbar machen: Was bauen wir? Wo stehen wir? Welchen Markt adressieren wir? Was suchen wir? Kapital? Kontakte? Vertrieb? Know-how? Und Investoren sollen relevante Unternehmen leichter entdecken können.

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Redaktion: Wird swipecor damit eine klassische Investmentplattform?

Bernhard Schindler:

Nein. Das wäre mir viel zu klein gedacht. Kapital ist nur ein Match. Manchmal braucht ein Startup nämlich gar nicht als Erstes eine Million Euro. Manchmal braucht es fünf richtig gute Kunden. Oder einen Industriepartner. Oder jemanden, der den Vertrieb aufbaut. Oder einen Unternehmer, der einmal sagt: „Pass auf, ich habe denselben Fehler vor zehn Jahren gemacht. Lass ihn einfach weg.“ So ein Gespräch kann mehr wert sein als ein Scheck.

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Redaktion: Du investierst selbst und arbeitest seit Jahren mit Unternehmern. Was fehlt jungen Gründern häufig?

Bernhard Schindler:

Zugang. Nicht Talent. In Deutschland und Europa gibt es fantastische Gründer. Teilweise brutal gute Ideen. Aber viele kommen nicht an die richtigen Türen. Und dann passiert etwas Trauriges: Eine gute Idee verliert gegen ein mittelmäßiges Unternehmen mit besseren Kontakten.

Das ärgert mich. Mein Satz lautet seit Jahren: Ohne Netzwerk kein Erfolg. Aber Netzwerk darf kein elitärer Zirkel sein. Technologie kann Zugang demokratisieren. Genau das finde ich spannend.

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Redaktion: Ist das auch ein persönlicher Antrieb hinter swipecor?

Bernhard Schindler:

Extrem. Ich komme nicht aus irgendeiner Startup-Elite. Ich hatte keinen berühmten Familiennamen, keinen reichen Papa mit Telefonnummern von 20 Investoren und keinen perfekten Lebenslauf. Ich musste Menschen kennenlernen. Fragen. Hinfallen. Wieder aufstehen. Nochmal anrufen. Nochmal pitchen. Deshalb weiß ich, wie wichtig eine einzige richtige Verbindung sein kann. Manchmal verändert ein Mensch dein komplettes Unternehmen. Und manchmal dein Leben. Wenn Technologie dabei helfen kann, diese Menschen schneller zusammenzubringen, dann wird es richtig interessant.

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Redaktion: Trotzdem muss ein Gründer am Ende selbst überzeugen.

Bernhard Schindler:

Gott sei Dank! Der swAIper kann dir einen Investor zeigen. Er kann aber nicht dafür sorgen, dass deine Geschäftsidee plötzlich gut ist. (lacht) Technologie ersetzt keine Persönlichkeit. Und auch keinen guten Pitch. Wir können Türen zeigen. Durchgehen muss jeder selbst. Das finde ich übrigens gesund.

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Redaktion: Was würdest du einem Startup sagen, das swipecor noch nicht kennt?

Bernhard Schindler:

Ganz simpel: Legt euch einen kostenlosen Space an. Packt euer Unternehmen rein. Erzählt eure Geschichte. Holt eure Community dazu. Zeigt, was ihr könnt. Wartet nicht darauf, dass irgendwann jemand zufällig über euch stolpert. Unternehmertum bedeutet auch, sichtbar zu werden. Und ab Oktober wird das Ganze mit dem weiteren Matching und dem Zugang zu spannenden Businesskontakten und Investoren noch viel interessanter. Wer früh seinen Space aufbaut, baut früh sein Netzwerk.

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Redaktion: Und wo soll das langfristig hinführen?

Bernhard Schindler:

Ich wünsche mir, dass irgendwann irgendwo ein Gründer sitzt, seinen swAIper öffnet und dort genau den Kontakt findet, der sein Unternehmen auf die nächste Stufe bringt. Vielleicht einen Kunden. Vielleicht einen Mitarbeiter. Vielleicht einen Investor. Vielleicht seinen späteren Geschäftspartner. Und wenn dieser Gründer dann irgendwann sagt: „Ohne dieses Match hätten wir das nicht geschafft.“ Dann weiß ich, warum wir den ganzen Wahnsinn gebaut haben. Und glaub mir: So ein System zu bauen ist wirklich Wahnsinn. (lacht) Aber manchmal entstehen genau aus solchen verrückten Ideen die Dinge, die später völlig normal wirken.

Startups brauchen keine weiteren Kontakte.
Sie brauchen Chancen. Und genau diese Chancen wollen wir mit swipecor zusammenbringen.

Veröffentlicht von:

Innovation Circle Managementgesellschaft mbH

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Homepage: http://swipecor.com

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