Frankfurt. swipecor stellt das klassische Business-Netzwerk auf den Kopf: Nicht die einzelne Person eröffnet ein Profil, sondern das Unternehmen seinen eigenen Space. Dieser Space ist dauerhaft kostenlos, binnen weniger Minuten angelegt und wird zur digitalen Heimat des Unternehmens.
Mitarbeiter werden eingeladen, bewegen sich auf ihren jeweiligen Fach- und Entscheidungsebenen und können gezielt mit passenden Ansprechpartnern anderer Unternehmen gematcht werden. Im Interview erklärt Dr. Alexander Chaloupka, warum dieser Ansatz gerade bei HR, Personalsuche, Cyber Security und IT völlig neue Möglichkeiten eröffnet – und welche Rolle Malls, swipecoins und swipeTop dabei spielen.
Redaktion: Herr Dr. Chaloupka, LinkedIn, XING und andere Business-Netzwerke beginnen fast immer mit einer Person. swipecor geht bewusst einen anderen Weg. Warum?
Dr. Alexander Chaloupka: Weil im B2B am Ende nicht das Profil eines einzelnen Mitarbeiters das Entscheidende ist, sondern das Unternehmen dahinter. Genau deshalb beginnt swipecor mit dem Space. Der Space ist die digitale Unternehmenswelt innerhalb von swipecor. Dort präsentiert sich das Unternehmen mit seinen Leistungen, seinen Themen, seinen Fachbereichen und seinen Mitarbeitern. Das Unternehmen schafft also zuerst seine eigene Basis und lädt anschließend die Menschen ein, die tatsächlich dazugehören. Das ist ein fundamentaler Unterschied zu klassischen Business-Netzwerken: Bei uns baut nicht jeder Mitarbeiter irgendwo sein eigenes Profil auf und versucht anschließend, daraus geschäftliche Kontakte zu machen. Das Unternehmen steht im Mittelpunkt und die Mitarbeiter werden Teil dieses Unternehmens-Spaces.
Redaktion: Und dieser Space kann bereits heute angelegt werden?
Dr. Alexander Chaloupka: Ja. Und wichtig ist dabei: Der Space ist nicht nur während einer Einführungsphase kostenlos, sondern dauerhaft. Jedes Unternehmen kann seinen Space kostenlos anlegen – und das binnen weniger Minuten. Daraus muss kein großes Digitalprojekt werden. Unternehmen können starten, ihre wichtigsten Informationen hinterlegen, ihre Fachbereiche abbilden und anschließend die entsprechenden Mitarbeiter einladen. Damit entsteht Schritt für Schritt die eigene Unternehmenswelt innerhalb von swipecor.
Redaktion: Was verändert sich dadurch konkret für die Mitarbeiter?
Dr. Alexander Chaloupka: Sehr viel. Denn die Mitarbeiter werden nicht einfach nur hinzugefügt, sondern können sich entsprechend ihrer Funktion und ihrer fachlichen Ebene bewegen und matchen. Ein Vertriebsleiter kann auf andere Vertriebsverantwortliche treffen, ein HR-Verantwortlicher auf andere HR-Experten, ein IT-Leiter auf CIOs oder IT-Verantwortliche und ein Geschäftsführer auf andere Entscheider. Genau darin liegt für mich eine der spannendsten Ideen von swipecor: Wir wollen Menschen nicht wahllos miteinander vernetzen, sondern relevante Gesprächspartner auf der passenden Ebene zusammenbringen. Es geht nicht darum, möglichst viele Kontakte zu sammeln. Es geht darum, schneller die richtigen Menschen für ein konkretes geschäftliches Thema zusammenzubringen.
Redaktion: Machen wir das einmal konkret am Beispiel HR und Personalsuche. Wie funktioniert dieser Gedanke dort?
Dr. Alexander Chaloupka: Nehmen wir ein mittelständisches Unternehmen mit 300 Mitarbeitern, das einen neuen Vertriebsleiter, Softwareentwickler oder Produktionsmitarbeiter sucht. Heute beginnt oftmals eine lange Reise über Stellenportale, Netzwerke, Recruiter, Nachrichten und Suchmaschinen. Bei swipecor kann das Unternehmen mit seinem Space in die entsprechende HR-Mall gehen. Dort treffen Unternehmen mit einem konkreten Personalbedarf auf Recruiter, HR-Dienstleister, Personallösungen und weitere spezialisierte Anbieter. Gleichzeitig können sich die eigenen HR-Mitarbeiter auf ihrer Ebene mit den passenden Ansprechpartnern anderer Unternehmen matchen. Aus einer anonymen Suche kann damit ein konkreter Business-Prozess zwischen Unternehmen und den Personen werden, die tatsächlich für dieses Thema verantwortlich sind.
Redaktion: Das bedeutet, die Mall ist mehr als nur ein klassischer digitaler Marktplatz?
Dr. Alexander Chaloupka: Genau. Wir verstehen unsere Malls nicht als digitale Einkaufszentren, in denen einfach Werbung nebeneinandersteht. Eine Mall bündelt ein konkretes wirtschaftliches Thema. Dort kommen Spaces mit einem Bedarf und Spaces mit einer passenden Lösung zusammen. Ab dem 1. Oktober können Unternehmen mit ihrem Space in diesen Malls aktiv werden. Im Bereich HR kann es beispielsweise um Recruiting, Personalentwicklung, Benefits oder andere HR-Lösungen gehen. Der entscheidende Unterschied ist: Es geht nicht nur um Sichtbarkeit, sondern darum, Bedarf und Angebot intelligenter zusammenzuführen.
Redaktion: Ein zweites Beispiel ist Cyber Security und IT. Gerade dort gibt es unzählige Anbieter und gleichzeitig enorme Unsicherheit bei vielen Unternehmen.
Dr. Alexander Chaloupka: Genau deshalb eignet sich dieses Thema hervorragend, um das Prinzip zu erklären. Ein Geschäftsführer weiß vielleicht, dass Cyber Security dringend auf die Agenda gehört, kann aber nicht beurteilen, welche Lösung oder welcher Anbieter tatsächlich zu seinem Unternehmen passt. Heute wird gegoogelt, verglichen, nach Empfehlungen gefragt oder durch unzählige Websites geklickt. Bei swipecor kann der Unternehmens-Space in die entsprechende Mall gehen und den konkreten Bedarf abbilden. Gleichzeitig können sich der CIO, IT-Leiter oder Verantwortliche für Informationssicherheit auf ihrer jeweiligen fachlichen Ebene mit passenden Experten matchen. Auf der anderen Seite stehen die Spaces von Cyber-Security-Unternehmen, IT-Dienstleistern und spezialisierten Lösungsanbietern. Der Weg von „Wir haben ein Problem“ zu „Das könnten die relevanten Unternehmen und Ansprechpartner sein“ soll dadurch erheblich kürzer werden.
Redaktion: Ist genau das der entscheidende Unterschied zu LinkedIn?
Dr. Alexander Chaloupka: Für mich ja. LinkedIn ist im Kern personengetrieben. Eine Person erstellt ein Profil, baut ein Netzwerk auf, veröffentlicht Inhalte und versucht daraus Kontakte und Geschäft zu entwickeln. swipecor denkt zunächst vom Unternehmen aus. Erst kommt der Space, dann kommen die Mitarbeiter und anschließend die verschiedenen fachlichen Ebenen, Themen und wirtschaftlichen Interessen. Wir wollen deshalb nicht die nächste Plattform bauen, auf der Menschen tausende Kontakte sammeln. Wir wollen eine digitale Infrastruktur schaffen, innerhalb derer konkrete Geschäfte, Kooperationen, Personalthemen und fachliche Kontakte entstehen können. Der relevante Wert ist nicht die Größe eines persönlichen Netzwerks, sondern die Qualität eines passenden Matches.
Redaktion: Was können Unternehmen heute schon tun?
Dr. Alexander Chaloupka: Eigentlich sehr viel. Sie können ihren Space kostenlos und binnen weniger Minuten anlegen, ihr Unternehmen darstellen, Mitarbeiter einladen und ihre Basis aufbauen. Parallel läuft bereits die Phase zum Sammeln von swipecoins. Durch Empfehlungen können Nutzer und Unternehmen bereits swipecoins aufbauen und sich auf die nächste Phase vorbereiten. Wer swipecor jetzt weiterempfiehlt und andere Unternehmen in das System bringt, kann heute schon die Grundlage für die spätere Nutzung schaffen.
Redaktion: Warum spielen die swipecoins dabei eine so wichtige Rolle?
Dr. Alexander Chaloupka: Weil wir wirtschaftliche Aktivität innerhalb der Plattform anders denken wollen. Aufmerksamkeit allein ist noch kein Geschäft. Ein Like ist kein Kunde und ein Kontakt ist noch kein Auftrag. swipecoins sollen innerhalb des Systems dabei helfen, konkrete Möglichkeiten und Leads zu nutzen. Deshalb ist die aktuelle Empfehlungsphase so spannend: Der Space bleibt dauerhaft kostenlos, gleichzeitig können Unternehmen bereits Empfehlungen aussprechen und swipecoins sammeln. Damit entsteht nicht nur eine Datenbank voller Profile, sondern Schritt für Schritt ein wirtschaftliches Ökosystem.
Redaktion: Und dann kommt ab Oktober auch swipeTop hinzu. Welche Rolle spielt diese Anwendung?
Dr. Alexander Chaloupka: swipeTop erweitert den Gedanken von swipecor auf den Desktop und damit direkt in den Arbeitsalltag der Unternehmen. Viele B2B-Prozesse passieren eben nicht nur auf dem Smartphone. Präsentationen, Meetings, Vertriebsgespräche, Unternehmensinformationen und operative Arbeit laufen am Rechner oder auf großen Screens. Genau dort soll swipeTop ansetzen. Space, Matches, Malls und die weiteren Möglichkeiten von swipecor sollen dadurch noch stärker in die tägliche Arbeit eines Unternehmens integriert werden. Unser Anspruch ist nicht, eine App zu bauen, die man zweimal am Tag öffnet. Unser Anspruch ist, eine Infrastruktur zu schaffen, die tatsächlich im Unternehmen arbeitet.
Redaktion: Wenn Sie swipecor in einem Satz von klassischen Business-Netzwerken abgrenzen müssten, wie würde dieser Satz lauten?
Dr. Alexander Chaloupka: Bei klassischen Netzwerken sucht eine Person nach Kontakten. Bei swipecor bringt der Space eines Unternehmens die richtigen Mitarbeiter, die richtigen Unternehmen und den konkreten geschäftlichen Bedarf zusammen.
Redaktion: Was sollten Unternehmer also jetzt konkret tun?
Dr. Alexander Chaloupka: Space anlegen. Kostenlos und dauerhaft. Das dauert nur wenige Minuten. Danach das Unternehmen sauber darstellen, Mitarbeiter einladen und Empfehlungen aussprechen. Jetzt können bereits swipecoins gesammelt werden. Ab dem 1. Oktober kommen die Malls und weitere Möglichkeiten stärker ins Spiel, ebenso swipeTop. Das Entscheidende ist: Ein Unternehmen kann heute ohne Kosten seine Basis schaffen und daraus künftig Matches und Geschäft entwickeln.
Veröffentlicht von:
swipecor GmbH
Gewerbering 38a
91341 Röttenbach
Deutschland
Ansprechpartner(in): Andreas Wagner
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