ADHS: Fakten und Mythen rund um den Zappelphilipp

Diese Pressemitteilung erscheint nur noch bis zum 20.05.2019.

Als Herausgeber(in) können Sie die Laufzeit für nur 99 Cent pro Monat oder sogar alle unter derselben E-Mailadresse in einem Benutzerkonto veröffentlichten Pressemitteilungen für nur 4,99 € pro Monat um ein ganzes Jahr prolongieren (jeweils zzgl. MwSt.).

München, 24. August 2010 – ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) gehört zu den häufigsten psychischen Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen. Die Symptome sind vielfältig und reichen vom hyperaktivem "Zappelphilipp" bis zum "Hans-guck-in-die-Luft", bei dem vor allem die Unaufmerksamkeit im Vordergrund steht. Auch Mischformen kommen vor. Die Betroffenen und ihre Familie haben in der Regel einen großen Leidensdruck. Zusätzlich zu Schwierigkeiten in der Schule und Stress zu Hause werden sie von ihrem Umfeld häufig mit Vorurteilen konfrontiert. Doch die meisten lassen sich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen entkräften, erklärt jameda Gesundheitsredakteurin Dr. Iris Hinneburg.

Vorurteil 1: ADHS wird von zu viel Zucker/Phosphat/Süßstoffen/Farbstoffen verursacht
Nach dem heutigen Kenntnisstand ist bei ADHS der Stoffwechsel von Botenstoffen (vor allem Dopamin und Noradrenalin) im Nervensystem genetisch bedingt gestört. Dadurch können die Kinder sich schlechter konzentrieren und haben einen größeren Bewegungsdrang. Die These, dass sich mit Ernährung die Erkrankung beeinflussen lässt, gilt als wissenschaftlich widerlegt. Bisher nicht belegbar ist auch die Theorie, dass bestimmte Farbstoffe die Hyperaktivität von Kindern fördern.

Vorurteil 2: ADHS-Kinder sind nur schlecht erzogen
Richtig ist, dass Erziehungsprobleme ADHS verstärken, aber nicht dafür verantwortlich sind. Ein wichtiger Baustein bei der Behandlung von ADHS ist die psychotherapeutische Behandlung, die auch ein Elterntraining umfasst. Eltern lernen dabei unter anderem, konsequent auf der Einhaltung von Regeln zu bestehen. ADHS-Kinder brauchen auch noch mehr als andere Kinder einen festen Tagesablauf. Zur Abgrenzung von ADHS und Erziehungsproblemen kann ein Gespräch mit einem Kinder- und Jugendpsychiater wertvolle Hinweise liefern.

Vorurteil 3: ADHS ist eine Modediagnose
Richtig ist, dass die Anzahl der ADHS-Diagnosen in den letzten Jahren gestiegen ist. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Krankheit nicht häufiger auftritt, sondern lediglich zunehmend aufmerksamer wahrgenommen wird. Etwa 3 bis 10 Prozent aller Kinder zeigen Anzeichen von ADHS, wenn auch in unterschiedlichen Ausprägungsgraden. Dabei sind Jungen etwa drei bis vier Mal häufiger betroffen als Mädchen. Die Diagnose ADHS wird von einem verantwortungsvollen und kompetenten Arzt nur gestellt, wenn andere Krankheiten oder Faktoren ausgeschlossen werden konnten.

Vorurteil 4: Medikamente stellen ADHS-Kinder ruhig und verändern die Persönlichkeit
Richtig ist, dass die eingesetzten Medikamente den gestörten Stoffwechsel im Gehirn wieder normalisieren und damit die Konzentration fördern und die Hyperaktivität senken. Sachgemäß werden die Arzneimittel gemeinsam mit einer Psychotherapie eingesetzt. Vor der Verordnung wird der Arzt sorgfältig Nutzen und Risiken gegeneinander abwägen. Untersuchungen haben gezeigt, dass ADHS-Kinder, die mit Medikamenten behandelt werden, später seltener unter Suchterkrankungen leiden. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass die Therapie mit Psychostimulantien später zu psychischen oder neurologischen Störungen führt.

Homepage: www.jameda.de

Kontakt:
jameda GmbH
Barbara Bonleitner
Klenzestraße 57b
80469 München / Deutschland
Telefon: 089/2000 185 85

Das Arztbewertungsportal jameda.de ist eine Beteiligung der TOMORROW FOCUS AG und des FOCUS Magazin Verlags. Ärzte, Heilberufler sowie Patienten können umfassend von jameda.de profitieren. Patienten haben die Möglichkeit, aus bundesweit über 450.000 Adressen, den passenden Arzt, Heilberufler, die passende Klinik, Apotheke oder den Optiker in ihrer Nähe zu finden, zu bewerten und weiterzuempfehlen. Die Bewertungen der jameda User, kombiniert mit den Informationen aus den FOCUS-Ärztelisten, erleichtern die Auswahl des geeigneten Arztes enorm. Andererseits bietet jameda Ärzten, Heilpraktikern und vielen anderen Spezialisten aus dem Gesundheitswesen eine hochwertige Online-Plattform, um ihre Praxis vorzustellen und umfassend über ihr Leistungsspektrum zu informieren.

* * * * *

Veröffentlicht von:

jameda GmbH

Klenzestraße 57b
80469 München
Deutschland
Telefon: 089/2000 185 85
Homepage: www.jameda.de

Ansprechpartner(in):
Barbara Bonleitner
Herausgeber-Profil öffnen

Firmenprofil:

Über die jameda GmbH:
jameda - eine Beteiligung der TOMORROW FOCUS AG und des FOCUS Magazin Verlags - ist ein Arztbewertungsportal, das den Wünschen von Ärzten und Patienten gleichermaßen entgegenkommt. Patienten haben die Möglichkeit, aus bundesweit über 435.000 Adressen den passenden Arzt, Heilberufler, die passende Klinik oder Apotheke in ihrer Nähe zu finden, zu bewerten und weiterzuempfehlen. Die Bewertungen der jameda- User, kombiniert mit den Informationen aus den FOCUS Ärztelisten, erleichtern die Auswahl des geeigneten Arztes enorm. Andererseits hilft jameda Ärzten, Heilpraktikern und vielen anderen Spezialisten aus dem
Gesundheitswesen, ihr Leistungsspektrum auf jameda detailliert darzustellen.

Informationen sind erhältlich bei:

jameda GmbH
Barbara Bonleitner
Klenzestrasse 57b
80469 München
presse@jameda.de
089/2000 185 85
www.jameda.de
Themenverwandte Pressemitteilungen: