Herausgeber: Nationalpark Nds. Wattenmeer

Einmal wie ein richtiger Ranger die Natur schützen / 13 Kinder aus ganz Deutschland und der Schweiz drückten in den Sommerferien zwar nicht die Schulbank, lernten aber trotzdem jede Menge: Sie wurden "Junior Ranger auf Entdeckertour"

(pressebox) Wilhelmshaven, 19.07.2010 – Wie lebt der Wattwurm? Warum und wie werden die Vögel an der Küste gezählt? Und was ist überhaupt ein Nationalpark oder ein Biosphärenreservat? Mit diesen Fragen und noch vielerlei anderen Themen beschäftigten sich vergangene Woche 13 Kinder aus ganz Deutschland und der Schweiz. Direkt am Strand von Harlesiel haben sie an vier Tagen gelernt, was die Aufgaben eines Rangers sind. Als Junior Ranger wollen sie nun die Umwelt schützen und auch bei sich zu Hause aktiv werden.

Seit 2008 gibt es im Nationalpark und Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer Junior Ranger, die sich für den Schutz und Erhalt der Natur einsetzen. Bislang war es aber nur einheimischen Kindern möglich, Junior Ranger zu werden. Deshalb wurde nun vom 14. bis 18. Juli ein Camp speziell für Kinder angeboten, die nicht in unmittelbarer Nähe des Wattenmeeres leben: Ein Camp für "Junior Ranger auf Entdeckertour".

Der Nationalpark und Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer ist damit das erste Großschutzgebiet in Deutschland, das ein Junior Ranger Camp speziell für junge Gäste organisiert hat.

Die Jungen und Mädchen hatten an den Tagen ein volles Programm. Am Donnerstag besuchte z.B. der hauptberufliche Ranger Frank Rabenstein von der Insel Juist die Gruppe, um den Kindern zu erklären, was überhaupt ein Nationalpark und ein Biosphärenreservat sind und was genau seine Aufgaben als Ranger auf der Nordseeinsel Juist sind.

"Nationalparks sind ganz besondere Schutzgebiete, in denen die Natur sich selbst überlassen bleibt. Der nächste Nationalpark bei mir zu Haus ist der Harz", erklärt der zwölfjährige Jonas Humbert aus Lamspringe.

Am nächsten Tag unternahmen die Jungforscher eine Wattwanderung zur Insel Spiekeroog "Das war zwar etwas anstrengend, aber das ist schon ein tolles Gefühl, über den Meeresboden zu einer Insel gehen zu können", erzählt Jessica Bracht [10] aus Meckenheim. Am Nachmittag wurde der Strand noch nach Spülsaumfunden abgesucht, bevor es dann per Schiff wieder zurück ans Festland ging.

Am Samstag lautete das Motto Deiche, Siele und Gezeiten. Die Kinder erprobten mit eigenen Bauwerken, wie ein Deich so beschaffen sein muss, dass er hält. Anschließend wurde der Bauernhof der Familie Schild besucht, der die Kinder die fünf Tage über verpflegt hat. "Das ist schon klasse, wenn man sich vorstellt, dass heute dort Schweine leben, wo vor 100 Jahren noch das Meer war", berichtet William Jurriens aus der Schweiz.

Für Sonntag stand noch eine Abschlusspräsentation auf dem Programm, die die Kinder für ihre Eltern und alle Beteiligten des Camps organisiert haben.

Das Junior Ranger-Programm ist eine Initiative von EUROPARC Deutschland e.V. und dem WWF Deutschland. Ziel des bundesweiten Programms ist es, mittelfristig eine Art "Freischwimmer des Naturschutzes" für Kinder zu etablieren. Dazu laden über 30 Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks Kinder ein, sich zum Junior Ranger zu qualifizieren.

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Kontakt:
Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer
Tylke Pastuschka
/ Deutschland
Telefon: +49 (4421) 911263

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Publiziert durch LifePR.de.

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